Zum Inhalt
UA Ruhr: Neues Gra­du­ier­ten­kolleg

TU Dort­mund forscht zur regionalen Ungleichheit und Wirtschaftspolitik – DFG fördert

-
in
  • Top-Meldungen
  • For­schung
  • Medieninformationen
Blaue Schrift auf weißem Hintergrund: DFG – Deutsche Forschungsgemeinschaft Bitte Bildnachweis einfügen
Die DFG fördert das Gra­du­ier­ten­kolleg der UA Ruhr ab der zweiten Jahreshälfte mit 3,6 Millionen Euro.

Weshalb gibt es immer noch regionale Unterschiede, etwa bei Einkommen oder Beschäftigung? Warum gleichen sich die Lebensverhältnisse in den Regionen nicht an? Welche Mechanismen verhindern das und welche wirtschaftspolitischen Folgerungen lassen sich daraus ableiten? Diesen Fragen widmen sich Dok­toran­dinnen und Doktoranden in der Uni­ver­si­täts­allianz Ruhr im neuen Gra­du­ier­ten­kolleg „Regionale Ungleichheit und Wirtschaftspolitik“. Die Deutsche Forschungs­gemein­schaft (DFG) fördert das Kolleg an den Universitäten Bochum, Dort­mund und Duisburg-Essen (Sprecherhochschule) ab der zweiten Jahreshälfte für zunächst viereinhalb Jahre mit 3,6 Millionen Euro.

Wenn Regionen auseinanderdriften, wirkt sich das in vielen Bereichen aus. So werden damit bei­spiels­weise Wahlergebnisse erklärt. „Es ist daher nicht nur in Zeiten von steigendem Nationalismus und Populismus wich­tig, die Ursachen und Folgen regionaler Ungleichheit besser zu verstehen. Das Gra­du­ier­ten­kolleg wird sich dieser Aufgabe widmen“, sagt Prof. Tobias Seidel. Er ist Sprecher des neuen Kollegs und hat den Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre an der Uni­ver­si­tät Duisburg-Essen inne.

Regionale Wirtschaftsstrukturen unterscheiden sich in wichtigen Punkten von der Gesamtstruktur einer Volkswirtschaft, sodass Erkennt­nisse aus Länderstudien nicht direkt auf die regionale Ebene übertragen werden können. So sind auf regionaler Ebene Agglomerationseffekte und die Mo­bi­li­tät von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern besonders bedeutend. „Ein zentrales Ziel des Graduiertenkollegs ist es, zu einem besseren Verständnis der regionalen ökonomischen Mechanismen und folglich zu einer besseren wirtschaftspolitischen Beratung beizutragen“, so Prof. Thomas Bauer, Inhaber des Lehrstuhls Empirische Wirtschaftsforschung an der Ruhr-Uni­ver­si­tät Bochum.

Wissen aus un­ter­schied­lichen ökonomischen Bereichen

Die Wis­sen­schaft­ler­in­nen und Wissen­schaft­ler werden im Kolleg neue methodische Ent­wick­lungen in der Regionalökonomik nutzen, um solche Fragen zu klären. Ökonomen aus un­ter­schied­lichen Bereichen wie etwa Arbeitsmärkte, Finanzwissenschaft und Makroökonomik bringen ihr Wissen ein. „Damit bieten wir ein exzellentes akademisches Lernumfeld für Nach­wuchs­wissen­schaft­ler­innen und -wissenschaftler“, betont Prof. Christiane Hellmanzik von der TU Dort­mund. Sie arbeitet mit Prof. Philip Jung in dem Kolleg.

Die strukturierte Aus­bil­dung der Promovierenden beinhaltet neben Vorlesungen Forschungsseminare und Soft-Skill-Seminare sowie eine engmaschige Betreuung und Beratung. Absolventinnen und Ab­sol­ven­ten werden damit vorbereitet auf eine Karriere in der Wis­sen­schaft, in öf­fent­lichen Institutionen wie Ministerien, in der Privatwirtschaft oder bei nationalen und inter­natio­nalen Organisationen wie dem In­ter­natio­nalen Währungsfonds, der Organisation für wirtschaftliche Zu­sam­men­arbeit und Entwicklung OECD oder der Weltbank. Das Vorhaben wurde im Vorfeld vom Mercator Research Center Ruhr gefördert.

Die Uni­ver­si­täts­allianz Ruhr

Seit 2007 arbeiten die drei Ruhrgebietsuniversitäten unter dem Dach der Uni­ver­si­täts­allianz Ruhr (UA Ruhr) strategisch eng zusammen. Durch Bündelung der Kräfte werden die Leistungen der Partneruniversitäten systematisch ausgebaut. Unter dem Motto „gemeinsam besser“ gibt es inzwischen über 100 Kooperationen in For­schung, Lehre und Ver­wal­tung. Mit mehr als 120.000 Stu­die­ren­den und nahezu 1.300 Pro­fesso­rin­nen und Professoren gehört die UA Ruhr zu den größten und leistungs­stärksten Wissen­schafts­stand­orten Deutschlands.

Kalender

Zur Veranstaltungsübersicht

Mensapläne

Anfahrt & Lageplan

Der Campus der TU Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Uni­ver­si­tät ausgeschildert.
Für E-Autos gibt es eine Ladesäule am Campus Nord, Vogelpothsweg.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dort­mund Uni­ver­si­tät“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dort­mund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Uni­ver­si­tät mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dort­mund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dort­mund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dort­mund Uni­ver­si­tät S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Uni­ver­si­tät. Ein größeres Angebot an inter­natio­nalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Uni­ver­si­tät zu erreichen ist.

Die Ein­rich­tun­gen der TU Dort­mund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hoch­schu­le im angrenzenden Technologiepark. Genauere In­for­ma­ti­onen können Sie den Lageplänen entnehmen.