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Moderne Museumsgestaltung und Musik als Nervennahrung beim 22. Gambrinus-Forum

Bereits zum 22. Mal lud die TU Dortmund zum Gambrinus-Forum ein, das seit 2016 im Westfälischen Industrieklub stattfindet. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen zwei spannende Vorträge: Zunächst referierte Joanna Norman, Deputy Head of Research des Victoria and Albert (V&A) Museum in London, zu britischer Museumskultur. Ihr folgte der Vortrag von Prof. Eckart Altenmüller von der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover zu „Musik als Nervennahrung: Neurologische und gesellschaftliche Wirkung von Musik“.

„Die Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftler, die aus aller Welt zu uns kommen, tragen maßgeblich zur Internationalisierung des Wissenschaftsstandorts Dortmund bei“, mit diesen Worten begrüßte TU-Rektorin Prof. Ursula Gather die Gäste des 22. Gambrinus Forums. Der Abend startete mit einem Vortrag von Joanna Norman, die über die Entwicklung des Victoria and Albert Museums in London berichtete.

Design zugänglich für alle

Im 19. Jahrhundert hatte Prinz Albert, Ehemann der damaligen Königin Victoria, die Idee, mit der Gründung eines Museums die Designstandards in der Industrie zu verbessern. Mit dem Erlös der Londoner Industrieausstellung 1851 kaufte er ein Grundstück in South Kensington, auf dem das Museum bis heute steht. Ziel war – und ist es bis heute –, Design für alle zugänglich zu machen sowie die Grenzen zwischen Wissenschaft und Kunst aufzuheben. Seit der Jahrtausendwende verfolgt das Museum eine systematische Modernisierungsstrategie: „Wir möchten unsere Ausstellung für unterschiedliche Zielgruppen erlebbar machen – unabhängig von Alter, Kultur oder sozialem Hintergrund“, erklärte Joanna Norman. Hierfür nutzt das Museum verschiedene digitale Technologien; der Eintritt ist frei.

Musik als Vernetzungskunst

Im zweiten Vortrag erläuterte Prof. Eckart Altenmüller die Bedeutung von Musik für die Entwicklung des Menschen. „Das Musizieren erfordert sensomotorisch-auditive Höchstleistungen des Körpers und fördert die Vernetzung der unterschiedlichen Gehirnareale und der darin agierenden Nervenzellen“, so der Mediziner und Musiker. Eckart Altenmüller bezeichnete Musizieren daher als „Vernetzungskunst“. Klavier spielen, Trommeln oder Singen fördern viele positive Eigenschaften wie beispielsweise die Gemeinschaftsbildung, die Konzentrationsfähigkeit und das soziale Verhalten. Seinen Vortrag beendete der Wissenschaftler mit einem romantisch-modernen Flötenstück von Claude Debussy.

Gambrinus Fellowships und Gambrinus-Forum

Die Dortmunder Gambrinus Fellowships wurden 1993 anlässlich des 700-jährigen Braurechts der Stadt Dortmund vom Verband Dortmunder Bierbrauer ins Leben gerufen. Sie ermöglichen Forschungsaufenthalte ausländischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an der Technischen Universität Dortmund. Den Höhepunkt der jährlichen Gambrinus-Aktivitäten bildet das „Gambrinus-Forum“, auf dem international renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sich mit Vorträgen an eine breite, auch außeruniversitäre Öffentlichkeit wenden. Gefördert wird das Programm heute von der Dortmunder Volksbank, die Brauereien stiften immer noch das Bier für das Gambrinus-Forum. Das erste Gambrinus-Forum fand 1996 in der Amtszeit von Rektor Albert Klein statt, der im Januar verstorben ist. Es war sein ausdrücklicher Wunsch, dass die Gäste des 22. Gambrinus-Forums noch einmal auf ihn anstoßen.



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