Sprungmarken

Servicenavigation

Hauptnavigation

Sie sind hier:

Hauptinhalt

TU Dortmund erprobt sprachsensiblen Mathematikunterricht in der Grundschule

Wenn sprachliche und mathematische Kompetenzen gleichzeitig gefördert werden, kann das rechenschwachen Schülerinnen und Schülern helfen. Schließlich hängen Sprachkompetenz und Mathematikleistung eng zusammen. In einem Projekt erprobten Dr. Daniela Götze vom Institut für Entwicklung und Erforschung des Mathematikunterrichts an der Fakultät für Mathematik der TU Dortmund gemeinsam mit Lehramtsstudierenden sprachsensible Förderkonzepte für den Mathematikunterricht – mit 30 Drittklässlern an drei Dortmunder Grundschulen. Die Förderbausteine stehen Lehrkräften ab sofort kostenfrei zur Verfügung. Gefördert wurde das Projekt von der Dortmunder Stiftung help and hope.

Von Januar bis Oktober 2016 betreuten die Lehramtsstudierenden unter der Anleitung von Dr. Daniela Götze insgesamt fünf Fördergruppen an drei Dortmunder Grundschulen: Jede Gruppe setzte sich aus den sechs schwächsten Kindern im Fach Mathematik einer dritten Klasse zusammen. „Thematisch ging es bei der Förderung um das Stellenwertverständnis, also das Prinzip der fortgesetzten Bündelung”, sagt Dr. Daniela Götze. „Das bedeutet: Kinder sollen zum Beispiel die Zahl 235 als zwei Hunderter-, drei Zehner- und fünf Einer-Bündel begreifen und damit rechnen können.” Zur Förderung nutzten die Studierenden Anschauungsmittel wie Würfel oder Karten, die ursprünglich für Schülerinnen und Schüler der Klassen fünf und sechs entwickelt und dann speziell für die Grundschulgruppen angepasst wurden.

Fachausdrücke bringen Lernerfolg 

In der Erprobungsphase stellten sich zwei Aspekte als lernförderlich heraus: das sprachliche Verständnis für das genutzte Material sowie das Versprachlichen mentaler Vorstellung. „Schülerinnen und Schüler brauchen spezielle Fachausdrücke, um überhaupt über Mathematik sprechen zu können”, sagt Götze. So lernten sie zum Beispiel die Fachausdrücke Tausender-Würfel, Hunderter-Platten, Zehner-Streifen und Einer-Würfel sowie „bündeln” und „entbündeln” kennen. Durch die sprachliche Förderung verbesserte sich auch die Kommunikation der Kinder untereinander: Die Beschreibung von Problemen und Lösungen wurde immer präziser. In einem „Wortspeicher” – ein Plakat an der Wand – hielten die Studierenden das neue Vokabular fest.

 
Förderbausteine

Durch die Förderung der help and hope Stiftung konnte für jede Gruppe ein Materialkasten, für jedes Kind ein Förderheft und für die Lehrkräfte eine Handreichung angeschafft werden. Die Materialien verbleiben auch nach Abschluss des Projekts an der Schule. Auf die speziell für Schülerinnen und Schüler der Klassen drei und vier entwickelten Förderbausteine können Lehrkräfte ab sofort kostenfrei zugreifen. 



Social Media

Twitter Instagram RSS-Feed