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Technische Uni­ver­si­tät Dort­mund macht Dort­mun­der U zum Studienort: Prof. Busse zieht mit seinen Se­mi­na­ren auf die Hoch­schul­etage

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Wenn man sein 40-jähriges Dienstjubiläum feiert, kann das Anlass für Neues sein – jedenfalls ist es das für Klaus-Peter Busse: Der Kunstdidaktik-Professor der TU Dort­mund verlegt seine Seminare und sein Büro mit Beginn des Sommer­se­mes­ters auf die Hoch­schul­etage des Dort­mun­der U, auf den Campus Stadt. Das Kulturzentrum wird damit zum Studienort.

Mehr als 40 Stu­die­ren­de des Seminars „Kunst, Medien und Vermittlung“ sitzen donnerstags in einem ungewöhnlichen Seminarraum: dem „Aquarium“, einem Zimmer, das mit einer Glaswand von der Ausstellungsfläche der TU Dort­mund auf der Hoch­schul­etage abgetrennt ist. Prof. Busse erläutert mit ihnen an Beispielen den Kunstbegriff. Ein großer Flachbildschirm wird zur Projektionsfläche, wenn Busse Objekte oder Bilder zeigt. „Ich finde toll, dass wir mit dem Seminar ins U umgezogen sind“, sagt Acelya Ördü. Die 19-Jährige kommt aus Bochum, studiert im zweiten Semester Kunst und Englisch für das Lehramt. Mit dem Studienort „U“ hat sie das Kulturzentrum erst kennengelernt. „Wir können im Anschluss an das Seminar eine Etage höher gehen und dort im städtischen Museum viele Bilder und Objekte betrachten, die uns gerade im Seminar gezeigt wurden“, meint Ördü. „Wir müssen zwar für das Seminar von der Uni in die Stadt pendeln“, meint Kunststudent Patrick Schattka (26). „Aber eigentlich ist es logisch, das Seminar hier abzuhalten. Das bringt mehr Leben auf die Etage.“

Hoch­schul­etage als Arbeitsplatz und Studienort

Das ist auch ein Grund für Professor Busse, mit dem Seminar umzuziehen. Und nicht nur mit dem Seminar: Busse hat auch sein Büro auf die Hoch­schul­etage verlegt. Das wiederum hilft ihm bei sei­nem „Zweitjob“: Der Kunstdidaktik-Professor vertritt seit 2010 die In­teres­sen der TU Dort­mund für das Dort­mun­der U. Als er vor acht Jahren diese Aufgabe für das Projekt „Kulturhauptstadt RUHR.2010“ zusätzlich übernahm, sah die Hoch­schul­etage noch sehr spartanisch aus. Sie war eine Baustelle. Es gab keinen Bodenbelag, die Stellwände waren aus nacktem Sperrholz. „Wir haben monatelang in einem Provisorium gearbeitet“, be­rich­tet er. Inzwischen wurden die Potenziale der Hoch­schul­etage entwickelt und genutzt. Die TU Dort­mund führte viele Ausstellungen, Lehr­ver­an­stal­tun­gen, Lesungen, Work­shops, Symposien und andere Ver­an­stal­tun­gen durch. Die Hoch­schul­etage wurde zum Campus Stadt. Und da war es logisch, dass Busse nicht nur sein Büro, sondern auch Seminare ins Dort­mun­der U verlegt hat.

Professor Busse und die TU Dort­mund

Dieser Neustart ist ungewöhnlich für einen Mann, der zu den wenigen Men­schen zählt, die ihr 40-jähriges Betriebsjubiläum feiern können. Am 19. April war es soweit. Die Besonderheit bei Prof. Busse ist, dass „sein Betrieb“ der öffentliche Dienst ist, dass also zu seinen Arbeitszeiten Wehr- und Ersatzdienst ebenso mitzählen wie die knapp 20 Jahre, die er als Studiendirektor an einer Schule und an einem Studienseminar gearbeitet hat. Professor an der TU Dort­mund ist er seit sei­nem 46. Lebensjahr.

Nach diesem Sommer­semester wird er wei­tere zwei Semester mit Se­mi­na­ren im Dort­mun­der U bestreiten. Dann geht der Professor in Pension. Die Arbeit als Beauftragter der TU Dort­mund für das Dort­mun­der U bleibt ihm allerdings auch nach der Pensionierung erhalten – und er damit dem Dort­mun­der U. Dort wird er sich weiter darum kümmern, dass diese Brücke der Uni­ver­si­tät in die Stadt Dort­mund häufig beschritten wird. Und das, so Busse, „gern in beide Richtungen“.

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Anfahrt & Lageplan

Der Campus der TU Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Uni­ver­si­tät ausgeschildert.
Für E-Autos gibt es eine Ladesäule am Campus Nord, Vogelpothsweg.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dort­mund Uni­ver­si­tät“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dort­mund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Uni­ver­si­tät mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dort­mund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dort­mund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dort­mund Uni­ver­si­tät S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Uni­ver­si­tät. Ein größeres Angebot an inter­natio­nalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Uni­ver­si­tät zu erreichen ist.

Die Ein­rich­tun­gen der TU Dort­mund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hoch­schu­le im angrenzenden Technologiepark. Genauere In­for­ma­ti­onen können Sie den Lageplänen entnehmen.