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Mit dem Rad zur Uni statt mit dem Auto

NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer eröffnet Fahrradhub an der TU Dortmund

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NRW-Verkehrsminister spricht in ein Mikrophon. Im Vordergrund ist der Rücken eines Mannes zu sehen, der ein T-Shirt mit der Aufschrift "InnaMo Fahrradhub" trägt. © Oliver Schaper​/​TU Dortmund
NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer bei der Eröffnung des Fahrradhubs an der TU Dortmund: „Radfahren boomt und das ist gut so.“

Der Verkehrsminister des Landes NRW, Oliver Krischer, hat am 5. Oktober die erste Radabstellstation auf dem Campus der Technischen Universität Dortmund eingeweiht. Ausgewählte TU-Angehörige, die an einem Reallabor des Forschungsprojekts InnaMoRuhr teilnehmen, können dort in den nächsten drei Monaten ihre Fahrräder sicher und bequem abstellen. Ziel ist es, die Nutzung des Fahrrads im Pendelverkehr vom Wohnort zur Universität zu steigern.

Minister Krischer betonte, dass eine nachhaltige Mobilität und der Ausbau der Infrastruktur für den Radverkehr zentrale Ziele der Landesregierung sind: „Radfahren boomt und das ist gut so. Als Landesregierung haben wir uns ein ambitioniertes Ausbauziel für neue Radwege gesetzt. Es freut mich daher, dass hier interdisziplinäre Forschung und nutzerorientierte Praxis zusammenkommen, um Lösungen zur Förderung des Radverkehrs und für eine nachhaltige Mobilität zu erarbeiten. Hierfür bedanke ich mich bei allen Beteiligten.“

Die Radstation an der Kreuzung Vogelpothsweg und Otto-Hahn-Straße ist im Rahmen des Projekts InnaMoRuhr entstanden, das seit 2020 vom Verkehrsministerium des Landes gefördert wird und in dem Forschende der drei UA-Ruhr-Universitäten Dortmund, Bochum und Duisburg-Essen zusammenarbeiten. In dem multidisziplinären Konsortium aus Sozial-, Wirtschafts-und Ingenieurwissenschaften gehen die Forscher*innen der Frage nach, wie die Mobilität im Ruhrgebiet nachhaltig gestaltet werden kann. Dort ist die Idee eines Reallabors entstanden – ein Feldexperiment, in dem Konzepte nachhaltiger Mobilität getestet werden. Projektleiter Prof. Johannes Weyer: „Wir wollen damit die Alltagstauglichkeit von Ideen prüfen, die wir in den vergangenen Jahren zusammen mit Angehörigen der drei Universitäten entwickelt haben. Deren Wunsch war groß, wenigstens einen Teil der täglichen Wege mit umweltfreundlichen Verkehrsmitteln zurückzulegen.“

Vier Personen fahren mit Fahrrädern auf einer Straße. © Oliver Schaper​/​TU Dortmund
TU-Kanzler Albrecht Ehlers, Dortmunds stellvertretende Bürgermeisterin Barbara Brunsing, NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer und Prof. Johannes Weyer kamen per Fahrrad zur Eröffnung des Fahrradhubs.

Tracking per InnaMoRuhr-App

So entstand im Projekt InnaMoRuhr die Idee eines Fahrradhubs. Dieses neue Angebot soll es den TU-Angehörigen erleichtern, vom Auto auf das Rad umzusteigen. Neben der Radstation, die vor allem im Fall hochwertiger E-Bikes attraktiv ist, beinhaltet der Fahrradhub auch einen kostenlosen Reparaturservice. Um zu evaluieren, welchen Effekt das Fahrradhub für die individuelle Alltagsmobilität der Beschäftigten hat, werden die Teilnehmenden vor, während und nach dem Reallabor mit der eigens hierfür entwickelten InnaMoRuhr App getrackt. Diese erstellt aus anonymisierten Wegeketten automatisch Mobilitätstagebücher, die im Anschluss an das Reallabor ausgewertet werden können. Zudem werden die Teilnehmer*innen in Erhebungen und Interviews zu ihren Erfahrungen mit dem Fahrradhub sowie ihrer individuellen Mobilität vor, während und nach dem Reallabor befragt.

Wie es nach Ablauf des auf drei Monate angesetzten Reallabors weitergeht, ist zurzeit offen. „Wir sind gespannt darauf, welche Erkenntnisse der neue Fahrradhub in Hinblick auf die Verkehrswende an unserem Campus liefert. Unsere Verwaltung hat die Planung deshalb auch aktiv unterstützt“, sagte Albrecht Ehlers, der Kanzler der TU Dortmund. „Radabstellanlagen sind ein wichtiger Baustein unserer Nachhaltigkeitsstrategie.“ „Mit der Eröffnung des Fahrradhubs gehen wir einen weiteren großen Schritt in Richtung Mobilität der Zukunft“, sagte die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Dortmund, Barbara Brunsing. „Das Projekt InnaMoRuhr gibt Anstöße, Mobilität neu zu denken.“

Hinweis: Teilnehmer*innen gesucht
Derzeit werden noch Teilnehmer*innen gesucht, die den Hub bis zum 16. Dezember nutzen möchten. Neben der per App buchbaren Fahrradbox, in der das Rad sicher und überdacht abgestellt werden kann, steht ein wöchentlicher Reparaturservice (Yeply) gratis zur Verfügung. Das Angebot wird durch eine Fahrradverleih-Station (nextbike) abgerundet. Die Teilnehmer*innen können zusätzlich die Abstellanlagen am Hbf Dortmund und am Bhf Dortmund-Mengede kostenfrei nutzen. Mithilfe eines Mobilitätstrackings sowie begleitenden Befragungen soll dabei erforscht werden, inwiefern ein solches Angebot Mobilitätsgewohnheiten sowie Komfort- und Sicherheitswahrnehmungen in Bezug auf die Fahrradnutzung verändern kann. Interessierte können sich für eine Vorauswahl anmelden.

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Anfahrt & Lageplan

Der Campus der TU Dortmund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dortmund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dortmund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dortmund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Universität ausgeschildert.
Für E-Autos gibt es eine Ladesäule am Campus Nord, Vogelpothsweg.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dortmund Universität“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 15- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dortmund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Universität mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dortmund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dortmund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dortmund Universität S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dortmund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dortmunder Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Universität. Ein größeres Angebot an internationalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Universität zu erreichen ist.

Die Einrichtungen der TU Dortmund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hochschule im angrenzenden Technologiepark. Genauere Informationen können Sie den Lageplänen entnehmen.