Zum Inhalt
VolkswagenStiftung fördert ge­mein­sa­mes Projekt mit Saarland-Uni

Neues Ver­bund­pro­jekt zu Ent­schei­dun­gen von Künstlicher In­tel­li­genz

-
in
  • Top-Meldungen
  • For­schung
  • Men­schen
Portrait JProf. Eva Schmidt © Privat
Eva Schmidt ist Juniorprofessorin für Theoretische Philosophie an der TU Dort­mund.

Wie kön­nen wir sicherstellen, dass sich Ma­schi­nen moralisch verhalten? Das ist eine Fra­ge­stel­lung, der sich JProf. Eva Schmidt von der TU Dort­mund in ei­nem ge­mein­samen Projekt mit der Uni­ver­si­tät des Saarlandes wid­met. Die VolkswagenStiftung fördert die For­schung von Schmidt und einer Dok­to­ran­din mit rund 160.000 Euro.

Big Data, Di­gi­ta­li­sie­rung, Deep Learn­ing – neue Technologien werfen neue Fragen auf. Wie soll sich bei­spiels­weise ein autonom fahrendes Auto „ent­schei­den“, wenn es in einer Zwangslage vor der Wahl steht, einen Men­schen zu überfahren? Soll es eher den Rentner als den Jugend­lichen treffen? Der eine hat sein Leben gelebt, der andere hat es noch vor sich. Welche Entscheidung ist in einer solchen Situation die richtige für die Maschine?

Dies ist eine Fra­ge im Spannungsfeld Künstlicher In­tel­li­genz (KI) und Ge­sell­schaft. Die VolkswagenStiftung hat ins­ge­samt rund 12 Mio. Euro in ihrer Förderinitiative „Künst­liche In­tel­li­genzih­re Aus­wir­kungen auf die Ge­sell­schaft von morgen“ bewilligt, damit fach- und län­der­über­grei­fen­de For­schung zur ver­ant­wor­tungs­vollen Wei­ter­ent­wick­lung von KI-Systemen betrieben wird. Damit un­ter­stützt die Stiftung acht in­ter­dis­zi­pli­nä­re und in­ter­na­ti­o­na­le Forschungsverbünde aus den Gesellschafts- und Tech­nik­wis­sen­schaf­ten. Wis­sen­schaft­ler­in­nen und Wis­sen­schaft­ler etwa aus den Rechts-, Sprach- und Sozial­wissen­schaf­ten sowie aus In­for­ma­tik, Medizin, Philosophie und Cybersicherheit haben sich in dem Projekt zusammengefunden. Die Vorhaben sind auf drei bis vier Jahre angelegt, Start in Dort­mund soll im späten Frühjahr sein.

Wie kön­nen wir Ent­schei­dun­gen von KI-Systemen besser ver­ste­hen?

JProf. Eva Schmidt vom Institut für Philosophie und Politikwissenschaft der Fa­kul­tät Hu­man­wis­sen­schaf­ten und Theo­lo­gie ist dabei. Sie forscht schon länger zu diesem Themenkreis: Welche Chancen bietet KI? Wo liegen Risiken? Und konkreter: Wieso ist es wich­tig, dass wir die Ent­schei­dun­gen von KI-Systemen ver­ste­hen? Wie fördert die Erklärbarkeit von KI-Systemen z. B. Vertrauen und Ver­ant­wor­tung?

In Schmidts Projekt „Explainable Intelligent Systems (EIS)“ arbeiten die Disziplinen In­for­ma­tik, Philosophie, Psy­cho­lo­gie und Recht zu­sam­men. Im Projekt geht es um die Erklärbarkeit von KI-basierten Ent­schei­dun­gen und damit um eine der Schlüsselfragen des Einsatzes von KI-Systemen in der Ge­sell­schaft. Projektbeteiligte sind neben JProf. Schmidt von der TU Dort­mund JProf. Lena Kästner, Prof. Georg Borges, Prof. Ulla Wessels, Dr. Markus Langer und Prof. Holger Hermanns, alle Uni­ver­si­tät des Saarlandes in Saarbrücken. „Unter an­de­rem be­fas­sen wir uns mit der übergreifenden Fra­ge­stel­lung: Wie kön­nen und sollten intelligente Systeme so konzipiert wer­den, dass sie erklärbare Emp­feh­lungen ge­ben?“, so JProf. Schmidt. An der TU Dort­mund wird sie von Sara Mann un­ter­stützt, die im Rah­men des Projekts pro­mo­vieren wird.

Im Rah­men ihrer For­schung zu erklärbarer KI hat Schmidt auch in Hannover, Zürich und Cambridge vorgetragen und zuletzt online auf der Usability in Germany-Tagung zum The­ma „Autonomie und Gerechtigkeit im Rah­men Künstlicher In­tel­li­genz“ referiert. In Ko­ope­ra­ti­on mit dem Leverhulme Centre for the Future of In­tel­li­gence in Cambridge, der TU Delft und der Leibniz Uni­ver­si­tät Hannover richtet das EIS-Projekt die Work­shop-Reihe „Issues in Explainable AI“ aus. Der Dort­mun­der Work­shop der Reihe ist für den Herbst 2022 geplant.

Weiterführende In­for­ma­ti­onen:

Explainable Intelligent Systems

 

An­sprech­part­nerin für Rückfragen:

Kalender

Zur Veranstaltungsübersicht

Mensapläne

Anfahrt & Lageplan

Der Cam­pus der TU Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Cam­pus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Cam­pus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Uni­ver­si­tät ausgeschildert.
Für E-Autos gibt es eine Ladesäule am Cam­pus Nord, Vo­gel­pothsweg.

Direkt auf dem Cam­pus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dort­mund Uni­ver­si­tät“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 15- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dort­mund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duis­burg. Außerdem ist die Uni­ver­si­tät mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, au­ßer­dem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dort­mund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dort­mund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Cam­pus Süd und Dort­mund Uni­ver­si­tät S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Cam­pus Nord und Cam­pus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zu­rück.

Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Uni­ver­si­tät. Ein größeres Angebot an inter­natio­nalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Ki­lo­me­ter entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Uni­ver­si­tät zu erreichen ist.

Die Ein­rich­tun­gen der TU Dort­mund verteilen sich auf den größeren Cam­pus Nord und den kleineren Cam­pus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hoch­schu­le im angrenzenden Technologiepark. Genauere In­for­ma­ti­onen kön­nen Sie den Lageplänen entnehmen.