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Wis­sen­schafts­stadt Dort­mund

Mas­ter­plan Wis­sen­schaft geht in die zweite Runde

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Vertreter des Masterplans Wissenschaft stehen in Sternformation im Rathaus Dortmund © Dort­mund-Agentur​/​R. Gorecki
Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter des Mas­ter­plans Wis­sen­schaft 2.0 sind im August 2020 im Dort­mun­der Rathaus zusam­men­ge­kom­men.

Bereits seit über zehn Jahren arbeiten in Dort­mund Wis­sen­schaft, Wirtschaft, Stadt­ge­sell­schaft, Kultur, Politik und Ver­wal­tung gemeinschaftlich an der Profilierung Dort­munds als Wis­sen­schafts­stadt. Mit dem „Mas­ter­plan Wis­sen­schaft 2.0“ legen die beteiligten Institutionen nun eine Wei­ter­ent­wick­lung ihrer strategischen Zu­sam­men­arbeit vor.

„Der Mas­ter­plan Wis­sen­schaft 2.0 nimmt die Stadt­ge­sell­schaft und die westfälische Wirtschaftsregion mit, so dass Wis­sen­schaft und Wirtschaft im Netz­werk vorankommen. Im Zen­trum stehen die großen wirtschaftlichen und ge­sell­schaft­li­chen Po­ten­ziale der Künstlichen In­tel­li­genz für unsere Stadt. So lässt Dort­mund das Wissen wachsen und nutzt die In­no­va­ti­on der Künstlichen In­tel­li­genz für die Großstadt der Nachbarn“, sagt Ober­bür­ger­meis­ter Thomas Westphal mit Blick auf die neuen Ansätze im Mas­ter­plan Wis­sen­schaft 2.0.

Wis­sen­schaft mit Mehrwert

Im November 2019 erhielt das Projektkonsortium vom Rat der Stadt den Auftrag, den Mas­ter­plan Wis­sen­schaft auf dieser Grundlage wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Prof. Dr. Dr. h.c. Herbert Waldmann, Di­rek­tor am Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie und Professor an der TU Dort­mund, begleitet und moderiert seitdem den neuen Mas­ter­plan­pro­zess eh­ren­amt­lich.

„Der Mas­ter­plan Wis­sen­schaft ist ein sehr breit aufgestellter Beteiligungsprozess, der die Relevanz der Wis­sen­schaft für Dort­mund aufzeigt, gute Rah­men­be­ding­ung­en fördert und darüber hinaus die Wettbewerbsfähigkeit der Stadt weiter voranbringt. Dabei geht es nicht nur um ex­zel­len­te For­schung und Lehre, sondern auch darum, wie wir wis­sen­schaft­liche Erkennt­nisse einer breiten Öffentlichkeit zugänglich ma­chen, Diskussionen anregen, Neugier wecken und Prozesse anstoßen, die unser Leben verbessern und unsere Wirtschaft beleben“, so Professor Waldmann.

Prof. Herbert Waldmann ist Di­rek­tor am Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie und Professor an der TU Dort­mund.

Über 200 Beteiligte haben im Jahr 2020 in vier The­men­grup­pen in­no­va­ti­ve Ansätze und Projektideen ent­wickelt. Der Mas­ter­plan Wis­sen­schaft 2.0 ist dabei auf vielfältige Art und Weise in kommunale, regionale und in­ter­na­ti­o­na­le Netzwerke eingebunden. Über die Sprecherinnen und Sprecher der The­men­grup­pen, den Masterplanbeauftragten und die Geschäftsstelle, die im Hochschul- und Wissenschaftsbüro der Stadt Dort­mund angesiedelt ist, wurden diese Beiträge im „Mas­ter­plan Wis­sen­schaft 2.0“ gebündelt. Im Mai 2021 wird der Mas­ter­plan Wis­sen­schaft 2.0 dem Rat der Stadt Dort­mund vorgelegt. Begleitet wird der Prozess durch ein Kuratorium und einen Strategiekreis, den sogenannten Wissenschaftsdialog, unter Vorsitz von Ober­bür­ger­meis­ter Thomas Westphal.

Zwei neue wis­sen­schaft­liche Kompetenzfelder: Künst­liche In­tel­li­genz/Date Science und Demografischer Wandel

Unter dem Dach des Mas­ter­plans Wis­sen­schaft 2.0 arbeiten vier mit­ei­nan­der verzahnte The­men­grup­pen:

Themengruppe 1/Wis­sen­schafts­stadt und Kulturmetropole eröffnet einen Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern, ver­bin­det die The­men Wis­sen­schaft und Kultur und bringt ver­schie­de­ne Ak­teu­rinnen und Akteure in the­men­spe­zi­fischen Runden („Satelliten“) an einen Tisch.

Themengruppe 2/Exzellenz und Vernetzung fokussiert die Wei­ter­ent­wick­lung bestehender und die Identifikation neuer wis­sen­schaft­licher Kompetenzfelder, in denen Dort­mun­der Hoch­schu­len und For­schungs­ein­richtungen eine besondere Vorreiterrolle einnehmen. Als neue wis­sen­schaft­liche Kompetenzfelder wurden „Demografischer Wandel“ sowie „Künst­liche In­tel­li­genz/Data Science“ herausgearbeitet. Zur letzteren Thematik hat im November 2020 bereits die vierte Dort­mun­der Wis­sen­schafts­kon­fe­renz statt­ge­fun­den – 100% digital versteht sich.

Themengruppe 3/Wissenswirtschaft be­schäf­tigt sich mit den Innovationspotenzialen, die aus der Zu­sam­men­arbeit von Wis­sen­schaft und Wirtschaft entstehen.

Themengruppe 4/Experimentelle Stadt ent­wickelt neue, partizipative Formate an der Schnitt­stelle von Wis­sen­schaft und Stadtentwicklung; soziale und tech­no­lo­gi­sche Innovationen wer­den im Stadtgebiet erprobt und umgesetzt und be­ste­hen­de Hochschul- und Wissenschaftsstandorte weiterentwickelt.

Der Mas­ter­plan Wis­sen­schaft 2.0 ist als agiler Prozess angelegt, mit ei­nem Zeithorizont von zehn Jahren. Zum Start wurden bereits 30 konkrete Projekte ent­wickelt, die zur Profilstärkung Dort­munds als Wis­sen­schafts­stadt beitragen.

Mitwirkende Institutionen

Folgende Institutionen haben maß­geb­lich an der Entstehung des Mas­ter­plans Wis­sen­schaft 2.0 mitgewirkt und haben ih­re Unter­stüt­zung für den Mas­ter­plan­pro­zess bekundet:

• AStA der Fachhochschule Dort­mund
• AStA der Technischen Uni­ver­si­tät Dort­mund
• Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) + DASA
• DGB Region Dort­mund-Hellweg
• DSW21
• Fachhochschule Dort­mund
• FOM-Hoch­schu­le für Oekonomie und Management
• Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML
• Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST
• Handwerkskammer zu Dort­mund
Hoch­schu­le für Polizei und öffentliche Ver­wal­tung Nordrhein-Westfalen
• Industrie- und Handelskammer zu Dort­mund
• Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung (ILS)
• International School of Management (ISM)
• IUBH Dort­mund
• Leibniz-Institut für Analytische Wis­sen­schaf­ten – ISAS – e.V.
• Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dort­mund (IfADo)
• Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie
• RIF Institut für For­schung und Transfer e.V.
• Stadt Dort­mund
• Studierendenwerk Dort­mund
• Technische Uni­ver­si­tät Dort­mund
Tech­no­lo­gie­Zen­trum­Dort­mund
• Wilo-Foun­da­tion
• Wirtschaftsförderung Dort­mund

Darüber hinaus arbeiten zahl­reiche wei­tere Institutionen sowie Ak­teu­rinnen und Akteure aus Wis­sen­schaft, Wirtschaft, Politik, Kultur, Stadt­ge­sell­schaft und Ver­wal­tung in den The­men­grup­pen mit und sind an der Ent­wick­lung und Umsetzung der Projekte be­tei­ligt.

Zehn Jahre strategische Zu­sam­men­arbeit im Mas­ter­plan Wis­sen­schaft – Zehn wei­tere im Blick

2011 fiel der Startschuss für die Erarbeitung des Mas­ter­plans Wis­sen­schaft, der als zentrales Ins­tru­ment die Ak­teu­rinnen und Akteure sowie Ein­rich­tun­gen strategisch mit­ei­nan­der vernetzt. Von den rund 100 Maß­nahmen sind seither mehr als drei Viertel er­folg­reich umgesetzt worden. Der Mas­ter­plan­pro­zess und die wis­sen­schaft­lichen Kompetenzfelder – Logistik, Produktionstechnik, Biomedizin und Wirkstoffforschung, Energie sowie die Schul- und Bil­dungs­for­schung – wurden in einer umfassenden externen Evaluation nach Standards des Wissenschaftsrats be­gut­ach­tet und mit der Schulnote „sehr gut“ be­wer­tet. Dieser Prozess wurde von 2011 bis 2020 von Prof. Dr. Detlef Müller-Böling begleitet und moderiert, der für sein Engagement im Oktober 2020 mit der Eh­ren­na­del der Stadt Dort­mund aus­ge­zeich­net wurde.

Wis­sen­schafts­stadt Dort­mund

Dort­mund ist Wis­sen­schafts­stadt – mit rund 54.000 Stu­die­ren­den an sieben Hoch­schu­len, 19 außeruniversitären For­schungs­in­sti­tuten, über 10.000 Beschäftigen und dem Tech­no­lo­gie­Zen­trum­Dort­mund als Innovationsdrehscheibe zählt Dort­mund bundesweit zu den großen Hochschul- und Wissen­schafts­stand­orten. Zahlreiche wissenschaftsorientierte Un­ter­neh­men, Kultureinrichtungen, Bibliotheken, Museen und Archive bereichern die Dort­mun­der Wis­sen­schafts­land­schaft zusätzlich.
 

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Anfahrt & Lageplan

Der Cam­pus der TU Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Cam­pus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Cam­pus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Uni­ver­si­tät ausgeschildert.
Für E-Autos gibt es eine Ladesäule am Cam­pus Nord, Vo­gel­pothsweg.

Direkt auf dem Cam­pus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dort­mund Uni­ver­si­tät“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dort­mund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Uni­ver­si­tät mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dort­mund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dort­mund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Cam­pus Süd und Dort­mund Uni­ver­si­tät S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Cam­pus Nord und Cam­pus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Uni­ver­si­tät. Ein größeres Angebot an inter­natio­nalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Ki­lo­me­ter entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Uni­ver­si­tät zu erreichen ist.

Die Ein­rich­tun­gen der TU Dort­mund verteilen sich auf den größeren Cam­pus Nord und den kleineren Cam­pus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hoch­schu­le im angrenzenden Technologiepark. Genauere In­for­ma­ti­onen kön­nen Sie den Lageplänen entnehmen.