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Bundesregierung fördert Projekt

„Machbarschaft“ schlägt Brücke zwischen Bedürftigen und Freiwilligen

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Portrait David Schmidt © privat
David Schmidt, Informatikstudent und Deutschlandstipendiat an der TU Dortmund, engagiert sich im Team „Machbarschaft“.

Mit der Coronakrise, den Abstandsregeln und Kontakteinschränkungen benötigen viele Menschen mit Einschränkungen die Hilfe anderer – der Nachbarschaft zum Beispiel. Binnen weniger Wochen ist es dem Team „Machbarschaft“ gelungen, eine Brücke zwischen bedürftigen Menschen und Helfern zu schlagen. Die Bundesregierung honoriert das Machbarschafts-Projekt. David Schmidt, Student der TU Dortmund, arbeitet im Projekt mit.

Schmidt studiert aktuell Informatik an der TU Dortmund, kam auf Vermittlung der Talentscouts an die Universität und ist hier auch Deutschlandstipendiat. Als die Bundesregierung mit Ausbruch der Coronakrise den #WirVsVirus-Hackathon ins Leben rief, war er im Team „Machbarschaft“ dabei. Vom 20. bis 22. März arbeiteten 28.361 Menschen an Lösungen, wie Menschen anderen Menschen in dieser Krisensituation helfen können. Von den 1.500 im Hackathon entwickelten Projekten wurden 20 Gewinnerteams ausgezeichnet und direkt in ein Förderprogramm der Bundesregierung aufgenommen. Unter den 20 war auch das Team „Machbarschaft“. Insgesamt werden – nach einer weiteren Bewerbungsphase – nun noch weitere 110 Projekte durch das Umsetzungsprogramm der Bundesregierung gefördert.
 
Ziel von Schmidt und seinem Team ist es, Menschen, die beispielsweise nicht einkaufen können, mit Freiwilligen zu verbinden, die dies für sie erledigen. Machbarschaft hat eine „Brücke“ zwischen der analogen und der digitalen Welt gebaut, die über eine KI-gestützte Hotline (Künstliche Intelligenz) die Anfragen von Menschen in Notlagen sammelt und über eine App an die Freiwilligen in deren jeweiliger Umgebung weiterleitet. Die können dann aktiv werden und mit der hilfesuchenden Person Kontakt aufnehmen. „Idealerweise entwickelt dies irgendwann eine Eigendynamik, sodass dauerhafte Kontakte über die Krise hinaus entstehen“, hofft der TU Dortmund-Student.

Vielseitiges Team schickt Prototypen in Testphase

Neben dem analogen Weg über das Telefon bietet „Machbarschaft“ auch die Möglichkeit, Anfragen digital einzustellen. Bereits bestehende Angebote sollen außerdem mit eingebunden werden: „In Zusammenarbeit mit lokalen Initiativen möchten wir diese über eine Digitalplattform bei ihrer Arbeit unterstützen und die Verwaltung der Hilfegesuche vereinfachen, sodass sie sich auf die eigentliche Hilfeleistung konzentrieren können“, so Schmidt.

Dieses Konzept führt die Machbarschafts-Mannschaft nach dem Ende des Hackathons als gemeinnütziges Projekt in einem stetig wachsenden Team weiter. Aktuell sind etwa 40 Personen aus vielen Berufsfeldern dabei – Schülerinnen und Schüler, Studierende, Entwicklerinnen und Entwickler, Designerinnen und Designer, Ärztinnen und Ärzte. Darüber hinaus bestehen bereits zahlreiche Kooperationen, beispielsweise mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung, dem Land Niedersachsen sowie anderen ehrenamtlichen Initiativen wie der Nachbarschaftshilfe Passau. Ein „Prototyp“ der Plattform befindet sich gerade in der Testphase und wird voraussichtlich in den nächsten Wochen live geschaltet.

Herausforderungen für digitale Hilfsplattform

Zwei Schwerpunktthemen beschäftigen Schmidt und sein Team aktuell: Auf der einen Seite ist die größte Hürde, das Projekt sowohl bei potenziellen Hilfesuchenden als auch möglichen Freiwilligen bekannter zu machen. „Auch die beste technische Umsetzung hilft nicht, wenn unsere Zielgruppen unsere Lösung gar nicht kennen und verwenden“, sagt Schmidt. Er freut sich über jede Art der Verbreitung des Projekts sowie natürlich auch über Freiwillige für die Testphase. Auf der anderen Seite soll die Hilfsplattform für ältere Menschen so intuitiv und nutzerfreundlich wie möglich gestaltet werden. „Hier könnten wir an vielen Stellen das Know-how aus den in diesen Bereichen stark aufgestellten Fakultäten der TU Dortmund gut gebrauchen“, meint der Deutschlandstipendiat.

Interessierte, die bei Machbarschaft mitarbeiten wollen, können sich per Mail melden oder der Machbarschaft auf ihren Social-Media-Kanälen folgen.

Vorstellungsvideo der „Machbarschaft“:

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Anfahrt & Lageplan

Der Campus der TU Dortmund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dortmund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dortmund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dortmund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Universität ausgeschildert.
Für E-Autos gibt es eine Ladesäule am Campus Nord, Vogelpothsweg.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dortmund Universität“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 15- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dortmund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Universität mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dortmund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dortmund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dortmund Universität S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dortmund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dortmunder Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Universität. Ein größeres Angebot an internationalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Universität zu erreichen ist.

Die Einrichtungen der TU Dortmund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hochschule im angrenzenden Technologiepark. Genauere Informationen können Sie den Lageplänen entnehmen.