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Grundsteinlegung für neuen Forschungsbau CALEDO

Forschungszentrum zu innovativen Flüssigkeiten entsteht an der TU Dortmund

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Sieben Personen stehen in einer Reihe und versenken eine Zeitkapsel für den neuen Forschungsbau CALEDO an der TU Dortmund © Martina Hengesbach​/​TU Dortmund
Klaus Kaiser vom NRW-Ministerium für Kultur und Wissenschaft, TU-Rektor Prof. Manfred Bayer, Dr. Michael Meister vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, CALEDO-Sprecherin Prof. Gabriele Sadowski, Gabriele Willems vom Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW, Architekt Prof. Eckhard Gerber und TU-Kanzler Albrecht Ehlers (v.l.) versenken die Zeitkapsel für den neuen Forschungsbau CALEDO an der TU Dortmund.

Am 23. September fand die Grundsteinlegung für den neuen For­schungs­bau „Center for Advanced Liquid-Phase Engineering Dort­mund“ (CALEDO) an der TU Dort­mund statt. TU-Rektor Prof. Manfred Bayer und Vertreter*innen von Bund und Land befüllten eine Kapsel mit Gegenständen unserer Zeit, die sie anschließend symbolisch in einem gemauerten Kubus versenkten.

Mit CALEDO ent­steht an der TU Dort­mund ein in­ter­na­tio­nal sichtbares For­schungs­zen­trum zum Design von Flüssigkeiten, die zu neuen und besseren technischen Prozessen und Produkten führen werden. Der Bund und das Land Nordrhein-Westfalen teilen sich die Fördersumme von rund 72 Mil­lio­nen Euro für den Forschungsbau, der sich in einem harten bundesweiten Förderwettbewerb durchgesetzt hatte, jeweils zur Hälfte. „Spitzenforschung braucht eine hervorragende Infrastruktur, zu der Forschungsbauten wie CALEDO zählen. Für die Förderung von Investitionsvorhaben von besonderer wissenschaftlicher Qualität und überregionaler Bedeutung an Hochschulen stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung pro Jahr über 300 Millionen Euro bereit“, so Dr. Michael Meister, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung.

Klaus Kaiser, Parlamentarischer Staatssekretär im Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, sagte: „Wir als Land unterstützen die TU Dortmund beim Bau des neuen Forschungszentrums CALEDO, um die Forschungsexzellenz im Ruhrgebiet und die hervorragenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an der Universität in den Bereichen Bio- und Chemieingenieurwesen weiter zu stärken. Die in CALEDO betriebene Forschung soll unter anderem einen wichtigen Beitrag für das geplante Research Center für die Entwicklung langlebiger umweltschonender Produkte leisten. Dieses wird derzeit im Rahmen der von der Landesregierung initiierten Ruhr-Konferenz aufgebaut. Ich freue mich, dass wir als Land gemeinsam mit dem Bund unseren Beitrag dafür leisten können, und wünsche der TU Dortmund sowie allen Beteiligten ein gutes Gelingen für den Bau des neuen Forschungszentrums.“

Dortmunder Nashorn und CALEDO-Förderurkunde für die Zeitkapsel

Die beiden Parlamentarischen Staatssekretäre befüllten gemeinsam mit TU-Rektor Prof. Manfred Bayer, Gabriele Willems vom Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW, dem Architekten Prof. Eckhard Gerber und der Sprecherin des Forschungsbaus Prof. Gabriele Sadowski eine Zeitkapsel: Sie legten unter anderem ein kleines TU-Logo, den Förderantrag sowie die Förderurkunde, Baupläne und eine aktuelle Dortmunder Tageszeitung hinein. Der Dortmunder Oberbürgermeister Thomas Westphal beteiligte sich digital mit einer Videobotschaft und einem geflügelten Nashorn. Gemeinsam versenkten die Beteiligten die Kapsel für das neue Gebäude in einem gemauerten Kubus.

Realisiert wird das Projekt durch den Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB NRW). „Ich bin froh, dass wir hier heute den Grundstein legen und dieses hochspannende und anspruchsvolle Projekt damit in die nächste Phase geht“, sagte Gabriele Willems, Geschäftsführerin des BLB NRW. „Dabei zuzusehen, wie dieses faszinierende Gebäude dank der guten Zusammenarbeit unseres Projektteams und der Technischen Universität Dortmund in den nächsten Jahren Gestalt annehmen wird – darauf freue ich mich besonders.“ Das Gebäude wird rund 4.000 Quadratmeter Nutz­flä­che haben und über circa 100 Arbeitsplätze in modernen Laboren verfügen. Optisch wird der Bau an der Otto-Hahn-Straße am Campus Nord ein Hingucker: Das Gebäude er­hält ein rötliches Mauerwerk mit runden Gebäudeecken und umlaufenden Fensterbändern. Nach derzeitigem Terminplan rechnen die Beteiligten mit einer Bauzeit von rund vier Jah­ren. CALEDO wurde vom in­ter­na­tio­nal re­nom­mier­ten Ar­chi­tek­tur­bü­ro Gerber aus Dort­mund entworfen.

Infrastruktur für internationale Spitzenforschung

„CALEDO bietet die Infrastruktur für internationale Spitzenforschung an der TU Dortmund und in Kooperation mit der Universitätsallianz Ruhr“, sagte Prof. Manfred Bayer, Rektor der TU Dort­mund. In den Laboren sollen Flüssigphasen für umweltfreundliche und innovative Verfahren in der Chemie und Biotechnologie oder für pharmazeutische Produkte maßgeschneidert werden. Ziel ist die Erforschung der Wechselwirkungen zwischen den beteiligten Molekülen, um so die Zahl teurer und zeitaufwändiger Versuchsreihen deutlich zu verringern.

Bereits jetzt ar­bei­ten an der TU Dort­mund ver­schie­de­ne Arbeitsgruppen der Fa­kul­tä­ten Bio- und Chemieingenieurwesen, Chemie und Che­mi­sche Biologie sowie Physik an Teilaspekten des Themas. Ergebnis dieser er­folg­rei­chen Ar­beit ist auch die Einwerbung des Exzel­lenz­clus­ters RESOLV ge­mein­sam mit der Ruhr-Uni­ver­si­tät Bochum. Die in CALEDO betriebene For­schung wird auch einen wichtigen Beitrag für das neue Research Center „Chemical Sciences and Sustainability“ der Universitätsallianz Ruhr leisten.

Hinweis: Ab Februar 2022 wird es auf der Hochschuletage im Dortmunder U zum Forschungsbau CALEDO eine Ausstellung geben, die zum einen zeigt, wie ein Forschungsbau geplant und realisiert wird, und zum anderen erklärt, was dort erforscht werden soll.

Film über CALEDO von Gerber Architekten

Impressionen der Grundsteinlegung:

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Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dortmund Universität“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 15- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dortmund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Universität mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

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