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UA Ruhr: Neues Forschungszentrum

Erste Professur am Research Center Trustworthy Data Science and Security besetzt

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Portraitfoto von Daniel Neider, der in einem blauen Hemd an einer Betonwand lehnt, die Arme verschränkt hat und leicht lächelt. © Oliver Dietze
Als theoretischer Informatiker kombiniert Prof. Neider in innovativer Weise deduktive Methoden der mathematischen Logik und induktive Methoden des Maschinellen Lernens.

Zum 1. November hat Prof. Daniel Neider die neue Professur „Verification and Formal Guarantees of Machine Learning“ übernommen. Die Professur ist die erste, die am neuen „Research Center Trustworthy Data Science and Security“ der Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) besetzt wurde. Sie ist an der Fakultät für Informatik der TU Dortmund verortet.

Im Jahr 2021 gegründet, befindet sich das Research Center derzeit im Aufbau. Zusammen mit drei weiteren Centern und einem College bildet es die Research Alliance Ruhr, in der die drei Partner der UA Ruhr ihre Spitzenforschung bündeln. In den kommenden Jahren richten die TU Dortmund, die Ruhr-Universität Bochum sowie die Universität Duisburg-Essen hier bis zu 50 neue Professuren ein, davon zwölf im „Research Center Trustworthy Data Science and Security“.

Das Forschungszentrum befasst sich mit der Vertrauenswürdigkeit von intelligenten Systemen in sicherheitskritischen Anwendungen. Ziel ist es, Künstliche Intelligenz (KI) sicher, zuverlässig und gleichzeitig für die Nutzer*innen transparent zu machen. Schließlich ist KI längst ein fester Bestandteil des täglichen Lebens geworden, leidet allerdings an zahlreichen Fehlern – so wie auch klassische Hard- und Software. Zudem ist die Arbeitsweise von KI für Menschen oft nur schwer nachvollziehbar. Um diese grundlegenden Probleme in einem menschenzentrierten Ansatz zu beheben, ist die Zusammenarbeit verschiedener Disziplinen gefragt – von Informatik und Statistik bis hin zu Soziologie und Psychologie.

Pionier in Kombination von Logik und Lernen

Die erste nun besetzte Professur steuert effiziente Techniken zur Problemlösung bei: Als theoretischer Informatiker kombiniert Prof. Neider in innovativer Weise deduktive Methoden der mathematischen Logik und induktive Methoden des Maschinellen Lernens. Hier leistet er seit mehr als zehn Jahren Pionierarbeit und treibt die internationale Forschung stark voran. Obschon die Kombination dieser Herangehensweisen stark nachgefragt ist, wird sie in Deutschland bisher kaum praktiziert. „Mit Prof. Neider kann die TU Dortmund ihre Expertise auf dem Gebiet der verlässlichen Künstlichen Intelligenz ausweiten und in der Research Alliance Ruhr neue interdisziplinäre Fragestellungen bearbeiten“, sagt Prof. Manfred Bayer, Rektor der TU Dortmund. „Wir bauen mit dieser Professur eine neue interdisziplinäre Arbeitsumgebung im Bereich der KI und weit darüber hinaus auf. Somit freuen wir uns, die erste von zwölf interdisziplinären Brückenprofessuren in Dortmund begrüßen zu dürfen“, sagt Prof. Emmanuel Müller, Gründungsdirektor des Research Centers.

Prof. Daniel Neider promovierte 2014 an der RWTH Aachen und war anschließend bis 2016 als Postdoktorand in den USA tätig, wo er im Projekt „ExCAPE – Expeditions in Computer-Augmented Program Engineering“ forschte. Von 2017 bis 2022 leitete er am Max-Planck-Institut für Software-Systeme die Forschungsgruppe „Logic and Learning“ mit einem Schwerpunkt auf formalen Methoden für intelligente Systeme und lehrte zugleich an der TU Kaiserslautern. Von Februar 2022 an war er Professor für „Sicherheit und Erklärbarkeit lernender Systeme“ an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, bevor er nach Dortmund berufen wurde.

Research Alliance Ruhr

Die Research Alliance Ruhr wurde im Rahmen der Ruhr-Konferenz der Landesregierung NRW initiiert, um die internationale Spitzenforschung der TU Dortmund, der Ruhr-Universität Bochum und der Universität Duisburg-Essen, die in der UA Ruhr kooperieren, auszubauen. Im Jahr 2021 gegründet, umfasst die Research Alliance vier universitätsübergreifende Research Center mit den Titeln „One Health Ruhr“, „Chemical Sciences and Sustainability“, „Trustworthy Data Science and Security“ sowie „Future Energy Materials and Systems“. Zudem wurde ein „College for Social Sciences and Humanities“ eingerichtet. Die Landesregierung NRW unterstützt die Aufbauphase bis 2024 mit 75 Millionen Euro.

Research Center Trustworthy Data Science and Security

 

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Anfahrt & Lageplan

Der Campus der TU Dortmund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dortmund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dortmund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dortmund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Universität ausgeschildert.
Für E-Autos gibt es eine Ladesäule am Campus Nord, Vogelpothsweg.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dortmund Universität“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 15- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dortmund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Universität mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dortmund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dortmund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dortmund Universität S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dortmund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dortmunder Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Universität. Ein größeres Angebot an internationalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Universität zu erreichen ist.

Die Einrichtungen der TU Dortmund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hochschule im angrenzenden Technologiepark. Genauere Informationen können Sie den Lageplänen entnehmen.