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Laborpraktika oder sportpraktische Kurse als Ausnahmen

Drei Fragen an Claudia Hannappel

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Portrait Claudia Hannapel © Martina Hengesbach​/​TU Dort­mund
Das Referat Ar­beits-, Umwelt- und Ge­sund­heits­schutz unter der Leitung von Claudia Hannappel hat ein umfassendes Hygienekonzept für den Präsenzbetrieb in der Krise erarbeitet.

Vorlesungen bleiben digital, doch im Verlauf des Monats wurden Vorbereitungen getroffen, um den Forschungsbetrieb vor Ort wieder aufzunehmen und auch Klausuren und Laborpraktika wieder anzubieten. Bedingung ist, dass die strengen Auflagen des Infektionsschutzes erfüllt werden können. Dafür hat das Referat Ar­beits-, Umwelt- und Ge­sund­heits­schutz unter seiner Lei­te­rin Claudia Hannappel ein Hygienekonzept entwickelt.

Frau Hannappel, können Sie schon absehen, wann die TU Dort­mund wieder in den Präsenzbetrieb geht?

Der Krisenstab hat dazu eine Grundsatzentscheidung getroffen: Der Vorlesungsbetrieb bleibt bis zum Ende des Sommer­se­mes­ters Mitte Juli digital. Im Lehrbetrieb sollen nur solche Veranstaltungen wieder in Präsenz stattfinden, deren Inhalte anderweitig nicht vermittelbar sind, etwa Laborpraktika oder sportpraktische Kurse. Dafür müssen die Fakultäten jedoch Hygienekonzepte erarbeiten, genau wie für den Forschungsbetrieb vor Ort. Im Referat Ar­beits-, Umwelt- und Ge­sund­heits­schutz entwickeln wir das Rahmenkonzept dafür stetig weiter, um die Beschäftigten und Studierenden zu schützen, wenn sie vor Ort tätig sind. Grundsätzlich hatten sich Bund und Länder Anfang des Monats darauf verständigt, dass im Sinne des Arbeitsschutzes weiterhin Homeoffice ermöglicht werden soll, wo immer es praktikabel ist.

Welche Regeln sind für das Arbeiten vor Ort zentral?

Am wichtigsten sind das regelmäßige Lüften der Arbeitsräume und das Abstandsgebot. Bei Klausuren etwa gilt die Faustregel, dass nur jeder zehnte Platz im Hörsaal besetzt sein darf, damit ein Abstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann. Beim Einlass darf es nicht zu Gedränge kommen, dafür muss ein Wegeleitsystem erarbeitet werden. Aufzüge dürfen nur bei Gehbeeinträchtigung genutzt werden. Kann der Abstand nicht eingehalten werden, ist eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Diese Tragepflicht gilt auch in der Zentralbibliothek, wo Begegnungen zwischen Regalen nicht sicher vermeidbar sind. Die Fakultäten haben wei­tere Regeln für ihre speziellen Anforderungen ausgearbeitet, etwa zur Reinigung von gemeinschaftlich genutzten Waagen in Laborpraktika. Dieser Aufwand zeigt, dass ein Regelbetrieb in Präsenz derzeit nicht vorstellbar ist.

Welche Schutzausrüstung gibt es für den Betrieb vor Ort?

Für eine Mund-Nasen-Bedeckung muss jeder selbst sorgen, aber die haben ja auch längst alle für ihre privaten Einkäufe und ähnliche Erledigungen. Für Bereiche an der Uni­ver­si­tät, wo ein geringer Pub­li­kums­verkehr unvermeidbar ist, stellen wir auf Antrag einen Aerosolschutz aus Plexiglas, also einen Tröpfchenschutz, zur Verfügung. Die Scheiben können in den Werkstätten der TU Dort­mund angefertigt werden. Sofern es notwendig ist, können wir auch zertifizierte Schutzmasken zur Verfügung stellen. Auf dem Markt sind derzeit Masken verfügbar, die den Standard für den Arbeitsschutz erfüllen, für den medizinischen Bereich jedoch nicht zertifiziert sind. Sie fehlen also nicht im Gesundheitssystem, wenn wir sie vor Ort für besondere Situationen bereitstellen.

 

Zur Person
Claudia Hannappel arbeitet seit 2007 an der TU Dort­mund. Sie leitet als Diplom-Chemieingenieurin das Referat Ar­beits-, Umwelt- und Ge­sund­heits­schutz.

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Anfahrt & Lageplan

Der Campus der TU Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Uni­ver­si­tät ausgeschildert.
Für E-Autos gibt es eine Ladesäule am Campus Nord, Vogelpothsweg.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dort­mund Uni­ver­si­tät“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dort­mund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Uni­ver­si­tät mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dort­mund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dort­mund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dort­mund Uni­ver­si­tät S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Uni­ver­si­tät. Ein größeres Angebot an inter­natio­nalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Uni­ver­si­tät zu erreichen ist.

Die Ein­rich­tun­gen der TU Dort­mund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hoch­schu­le im angrenzenden Technologiepark. Genauere Informationen können Sie den Lageplänen entnehmen.