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Bei Mathe fehlen vie­len Lernenden die Ba­sis­kom­pe­ten­zen

„divomath“ bringt Schü­ler­in­nen und Schülern Mathe­matik näher

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Zwei Porträts © Roland Baege​/​TU Dort­mund
Prof. Christoph Selter und Prof. Susanne Prediger lehren und forschen am Institut für Ent­wick­lung und Er­for­schung des Mathe­ma­tik­un­ter­richts (IEEM) der TU Dort­mund.

Viele Schü­ler­in­nen und Schüler haben erhebliche Probleme im Fach Mathe­matik. Damit dies in den Klassen 3 bis 6 anders wird, star­tet zum 1. April an der TU Dort­mund das Projekt divomath. Prof. Susanne Prediger, Prof. Christoph Selter und ihr Team wol­len mit Hilfe von di­gi­ta­len Lern­um­ge­bung­en sowie me­di­en­di­dak­tisch­en und tech­nisch­en Innovationen den Lernenden Mathe­matik nä­her­brin­gen. Das Projekt, das vom Schulministerium NRW ge­för­dert wird, läuft über zwei Jahre.

Der Projektname divomath ist dabei Pro­gramm: Die Silbe di steht für di­gi­ta­le Lern­um­ge­bung­en, die Silbe vo ist von dem Begriff ver­ste­hens­o­ri­en­tier­ter Erwerb von ma­the­ma­ti­schen Ba­sis­kom­pe­ten­zen ab­ge­lei­tet. „Eine zu große Zahl von Lernenden erreicht die Mindest- oder Regelstandards in Mathe­matik und die darin geforderten Ba­sis­kom­pe­ten­zen nicht“, sagt Prof. Selter. Daran zeige sich ein erheblicher Bedarf an weiterer Unterrichtsentwicklung. Das soll das Projekt divomath leisten.

Untersuchungen für den IQB-Bildungstrend haben ergeben, dass 2018 am Ende der Se­kun­dar­stu­fe I bundesweit 24,3 Pro­zent der Schü­ler­in­nen und Schüler, in NRW so­gar 27,7 Pro­zent, ma­the­ma­ti­sche Ba­sis­kom­pe­ten­zen nicht erreichten. Die Regelstandards in Mathe­matik schaffte eine Mehrheit der Jugend­lichen nicht – bundesweit 55,2 Pro­zent, in NRW 58,4 Pro­zent.

Digitale Lern­um­ge­bung­en einsetzen

Wo sieht das Projektteam Ver­bes­se­rungs­mög­lich­kei­ten? Digitale Me­di­en müssen ver­stärkt für Diagnose und För­de­rung eingesetzt wer­den. Und die vorhandenen Me­di­en sollen stärker auf die Schwer­punkt­set­zun­gen der Lehrpläne und Bildungsstandards ab­ge­stimmt wer­den. Zwar besitzen 95 Pro­zent der Zwölfjährigen ein Smartphone, nut­zen es aber für den Un­ter­richt kaum, auch weil dort Angebote fehlen. „Lehrkräfte alleine kön­nen fachdidaktisch treffsichere Lern­um­ge­bung­en nicht mal eben nebenher entwickeln“, sagt Prof. Prediger.

Im Projekt divomath wird ein Lernraum mit di­gi­ta­len Lern­um­ge­bung­en ent­wi­ckelt und er­forscht, der das Mathe­matik-Ver­ständ­nis der Schü­ler­in­nen und Schüler anspricht. Im Vordergrund stehen also nicht Ein­zel­auf­ga­ben, sondern ein System von Modulen, die die Lehrperson für die individuell festzustellenden Lernstände und Lern­mög­lich­keit­en ihrer Lernenden einsetzen kann.

Verschiedene ma­the­ma­ti­schen Kennt­nisse vermitteln

Ein Beispiel: Divomath fragt nicht allein Kennt­nisse ab, ob die Schü­ler­in­nen und Schüler bei­spiels­weise 4 mal 5 gleich 20 auswendig kön­nen. Oder ob sie über pro­ze­du­ra­le Fer­tig­keit­en verfügen, also etwa Zentimeter in Meter um­rech­nen kön­nen. Es wird auch konzeptuelles Ver­ständ­nis trainiert, also zum Beispiel die Be­deu­tung der Multiplikation als das Zählen in Bündeln vermittelt, um das Umrechnen von Größen zu verstehen. Schließlich geht es um pro­zess­be­zo­ge­ne Kom­pe­ten­zen: Lernende sollen etwa begründen kön­nen, warum in ei­nem Re­chen­päck­chen das Ergebnis gleichbleibt, wenn der erste Summand um 1 erhöht und der zweite Summand um 1 vermindert wird.

Es sind Module geplant, die die Lehrperson für die individuell festzustellenden Lernstände und Lern­mög­lich­keit­en ihrer Lernenden adaptiv einsetzen kann. Im Projekt sollen un­mit­tel­bar un­ter­richts­re­le­van­te themenbezogene Di­a­gno­se­werk­zeuge ent­wi­ckelt wer­den, die eine in­di­vi­du­elle tiefenscharfe Analyse der Fähigkeiten und der Schwie­rig­keit­en der Lernenden ermöglichen. Damit wer­den sowohl den Lehr­per­so­nen als auch den Lernenden Rück­mel­dung­en über die themenbezogenen Lernstände gegeben – und zwar in einer verständlichen Form. Daran an­schlie­ßend wer­den För­der­mög­lich­kei­ten an­ge­bo­ten.

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