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TU Dortmund startet Studie zur digitalen Förderung von Kindern mit Lernstörungen

An der TU Dortmund beginnt eine Studie zu onlinebasierten Trainings bei Lernstörungen. Es werden Grundschulen aus der Region gesucht, die nach den Sommerferien an der Studie teilnehmen und die bei der Evaluation der Förderprogramme unterstützen. Die Studie ist Teil eines vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekts. Ziel ist es, Kindern mit Schwierigkeiten im Lesen, Schreiben oder Rechnen eine spielerische, leicht zugängliche Förderung zu ermöglichen.

Rechnen, lesen und schreiben zu lernen ist für viele Grundschulkinder herausfordernd. Bei einigen Kindern sind diese Schwierigkeiten trotz durchschnittlicher Intelligenz so stark ausgeprägt, dass eine Lernstörung vorliegt. „Eine Lernstörung im Bereich schriftsprachlicher Fertigkeiten oder des Rechnens verschwindet nicht von selbst, sondern erfordert systematische Förderung“, sagt Prof. Jörg-Tobias Kuhn von der Fakultät Rehabilitationswissenschaften. Kuhn forscht schon seit vielen Jahren im Bereich der Lernstörungen.

 

„Typisch für Kinder mit einer Rechenstörung ist das zählende Rechnen unter Zuhilfenahme der Finger. Kindern mit einer Lese-Rechtschreibstörung fällt es schwer, auch einfache Wörter zu lesen oder zu schreiben, und sie lesen viel langsamer als Gleichaltrige“, ergänzt Kuhn. Die Folgen von unbehandelten Lernstörungen sind gravierend: geringere Bildungschancen und schließlich Einschränkungen bei der Berufswahl und der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Daher sind eine frühzeitige genaue Diagnostik und die dazu passende Förderung essentiell.

 
Trainings-Apps zur Förderung bei Lernstörungen

An dieser Stelle setzt die Studie „Digitale Fördermaßnahmen bei kombinierten Störungen schulischer Fertigkeiten“ an, an der Kuhn und sein Team an der TU Dortmund arbeiten. Ziel ist die Evaluation und Weiterentwicklung von wissenschaftlich fundierten Trainings-Apps zur Förderung bei Lernstörungen. Grundschulkinder mit Lernstörungen, die an der Studie teilnehmen, absolvieren ein Online-Training im Bereich Lesen oder Mathematik. Das Training ist in die magische Phantasiewelt „Talasia“ eingebettet und wird von dem Zauberer Meister Cody begleitet. „Um zuhause oder in der Schule mit den Trainings-Apps arbeiten zu können, werden bei Bedarf Leihtablets zur Verfügung gestellt“, sagt Kuhn. Auch die langfristige Wirkung der Förderprogramme wird untersucht.

 

Die Studie an der TU Dortmund ist Teil des bundesweiten Verbundprojekts „Entwicklung und Implementation einer Online-Plattform zur Diagnostik und Förderung von Kindern mit einer umschriebenen Entwicklungsstörung schulischer Fertigkeiten“ (OnDiFoe), das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit rund fünf Millionen Euro gefördert wird. Die aus dem Projekt hervorgehende evidenzbasierte Online-Plattform soll langfristig Eltern und Lehrkräften sowie Fachkräften aus Schulpsychologie, Therapieeinrichtungen und Jugendhilfe zur Verfügung stehen. So soll den Kindern, die von einer Lernstörung betroffen sind, frühzeitig und systematisch geholfen werden.

 
Grundschulen können sich an Studie beteiligen

Es werden Grundschulen gesucht, die an dieser Studie teilnehmen möchten und somit die Entwicklung frei zugänglicher Diagnose- und Förderprogramme unterstützen. Interessierte Schulen im Raum Dortmund können sich ab sofort melden. Ansprechpartnerinnen sind Christin Schwenk und Ann-Katrin Schulz. Die beteiligten Schulen erhalten nach Abschluss des Projektes für ein Jahr kostenfrei Zugang zu den digitalen Trainingsprogrammen.





Ansprechpartnerinnen für Rückfragen:

Christin Schwenk und Ann-Katrin Schulz

Fakultät Rehabilitationswissenschaften

Telefon: 0231-755  7129 bzw. 0231 – 755 7177

 



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