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Bachelor (1 Fach)

Technomathematik

Zusammen­fassung

Abschluss Bachelor of Science (B.Sc.)
Fachbereich Naturwissenschaften und Technik
Regel­studienzeit 6 Semester
Zulassungs­beschränkung keine
Studienbeginn Win­ter­semester
Sprache deutsch

Kurzportrait

Viele technische Prozesse werden zunächst nicht konkret realisiert, sondern modelliert und mit Computern simuliert. Um beispielsweise herauszufinden, wie lange ein Bauteil mechanische Belastungen aushält und wann es die ersten Risse bekommt, werden nicht echte Bauteile oder Maschinen bei Tests zerstört, stattdessen werden die gesuchten Antworten durch Simulationen ermittelt. Technomathematikerinnen und -mathematiker entwickeln und optimieren solche Simulationen und wirken so an der intelligenten Produktentwicklung mit.

Das Bachelorstudium führt zu einem ersten berufsqualifizierenden Abschluss; außerdem bereitet es auf ein Masterstudium in (Techno-)Mathe­matik vor. Die Anfangsphase des Studiums besteht aus der Vermittlung grundlegender mathematischer Inhalte und Methoden in den Bereichen Analysis und Lineare Algebra und verläuft parallel zum Mathematikstudiengang, zudem werden Grundlagen der Informatik studiert. Einführende Softwarekurse finden als Blockveranstaltungen (1-2 Wochen) in den vorlesungsfreien Zeiten ab dem zweiten Studienjahr statt. Später kommen insbesondere Elemente aus Numerik und Optimierung hinzu, um auf Themen der ma­the­ma­ti­schen Modellbildung und des wis­sen­schaft­lichen Rechnens vorzubereiten. Einen weiteren Kern der Berufsqualifizierung bildet das Studienprojekt "Modellierung und Simulation". Hierin werden die Kompetenzen des selbständigen wis­sen­schaft­lichen Arbeitens wie auch der Projektarbeit, der programmtechnischen Umsetzung in Arbeitsgruppen und der Präsentation zusammengefasst. Die Projekte sollen eng an natur- oder ingenieurwissenschaftliche Fragestellungen angelehnt sein. Ziele des Projekts sind die Ausarbeitung eines Themas der Technomathematik, das Erstellen von Software in einer Arbeitsgruppe sowie die schriftliche und mündliche Präsentation.

Neben Mathe­matik wird ein Nebenfach mit Bezug zur Technomathematik studiert. Hier lernen die Studierenden dessen Grundlagen sowie exemplarisch die mathematische Behandlung von Problemen eines anderen Faches kennen. Als Nebenfächer (Anwendungsfächer) werden derzeit angeboten:

  • Baumechanik & Statik
  • Chemie
  • Elektro- und Infor­mations­technik
  • Physik
  • Technische Mechanik.

Weitere naturwissenschaftlich-technische Anwendungsfächer sind auf Antrag als Nebenfach möglich.

Fähigkeiten und Kenntnisse

Der Studiengang Technomathematik richtet sich an Abiturientinnen und Abiturienten, die mathematisch talentiert sind und besonderes In­te­res­se­ an Anwendungen der Mathe­matik in den Natur- und Ingenieurwissenschaften haben.


Um vor dem Studienbeginn die eigenen Kenntnisse in Mathe­matik besser einschätzen zu können, bietet sich die Teilnahme an einem Online-Einstufungstest an, beispielsweise beim Wissenstest Mathe­matik des Studiports
 
Wer frühzeitig einen solchen Test durchführt und damit auch frühzeitig eine Einschätzung zum eigenen Kenntnisstandes vornimmt, kann aufgedeckte Probleme und Lücken noch bis zum eigentlichen Studienbeginn aufarbeiten, Themen wiederholen oder das mathematische Handwerkszeug weiter trainieren.


Empfohlen wird die Teilnahme am Vorkurs Mathe­matik, in dem der Schulstoff der Mathe­matik wiederholt wird und erste Erfahrungen mit dem Arbeiten und Leben an der Universität (Vorlesung im Hörsaal, begleitende Übungen in Kleingruppen) gemacht werden. Die Fakultät für Mathe­matik bietet einen solchen dreiwöchigen Vorkurs in der Regel jeweils im September an.

Der Studiengang ist nicht zulassungsbeschränkt.
 

Berufs- und Tätigkeitsfelder

Technomathematikerinnen und Technomathematiker werden in Industrie- und Forschungszweigen eingesetzt, in denen Entwicklungsarbeiten mittels computergestützter Simulation durchgeführt werden. Hierdurch können z.B. kostenaufwendigere experimentelle Untersuchungen ersetzt werden. Hierzu gehören nahezu alle Produktionszweige (Maschinenbau, Autoindustrie, Elektrotechnik), die Logistik ebenso wie die Software-Entwicklung. Wie andere Mathe­matik-Fachleute arbeiten sie ebenfalls häufig in Unternehmensberatungen, im öffentlichen Dienst, an Hochschulen und Forschungsinstituten. Die Nachfrage nach Technomathematikerinnen und Technomathematikern kann als expansiv und die Berufsaussicht können daher als sehr gut eingeschätzt werden.

Weiterführende Informationen

Webseite der Fakultät Mathe­matik

Kalender

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Mensapläne

Anfahrt & Lageplan

Der Campus der TU Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Universität ausgeschildert.
Für E-Autos gibt es eine Ladesäule am Campus Nord, Vogelpothsweg.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dort­mund Universität“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dort­mund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Universität mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dort­mund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dort­mund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dort­mund Universität S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Universität. Ein größeres Angebot an inter­natio­nalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Universität zu erreichen ist.

Die Ein­rich­tun­gen der TU Dort­mund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hochschule im angrenzenden Technologiepark. Genauere Informationen können Sie den Lageplänen entnehmen.