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Havva, Medizinphysik, Avicenna

© Martina Hengesbach​/​TU Dort­mund

War dir schon vor deinem Stu­di­um bewusst, dass du alle Vo­raus­set­zun­gen für ein Sti­pen­dium mitbringst? Wie bist du auf das The­ma aufmerksam geworden?

Nach der Schule und der allgemeinen Hochschulreife schwirren den meisten AbiturientInnen viele Fragen durch den Kopf. Was soll ich stu­die­ren? Entspricht diese Uni­ver­si­tät den auch meinen Vor­stel­lun­gen, Wünschen und Bedürfnissen? Wie soll ich meinen Lebensunterhalt und das Stu­di­um finanzieren? Macht es Sinn auszuziehen? So erging es mir eine sehr lange Zeit auch. Durch eine Freundin und mit Unter­stüt­zung meiner Lehrer bin ich auf das Avicenna Studienwerk aufmerksam geworden. Meine Freundin hatte sich be­wor­ben und hat sehr positiv über das Studienwerk, die StipendiatinInnen und vor allem über das ideelle För­der­pro­gramm be­rich­tet. Zum Zeitpunkt meiner Be­wer­bung konnte ich mir bei weitem nicht vorstellen, angenommen zu wer­den, hatte aber nichts zu verlieren und habe mich mit Unter­stüt­zung meiner Lehrer be­wor­ben.

Neben guten bis sehr guten Schul-/Stu­di­en­leis­tun­gen kann auch En­ga­ge­ment eine Voraussetzung für ein Sti­pen­dium sein. Mit welchem En­ga­ge­ment hast du überzeugt?

Das ehrenamtliche En­ga­ge­ment ist bei allen 13 staatlich an­er­kann­ten Begabtenförderwerken eine Voraussetzung für ein Sti­pen­dium. Dementsprechend wird darauf viel Wert gelegt bei einer Be­wer­bung. Dabei ist nicht be­son­ders wich­tig, wel­che Tätigkeit ausgeübt wird, sondern dass man der Gesell­schaft, in der man lebt, auch et­was zurückgibt und am Tagesgeschehen partizipiert. Während der Schulzeit habe ich Projekten, die an meiner Schule durch­ge­führt wurden, teil­ge­nom­men und habe diese organisatorisch oder mit meinem Wissen zu un­ter­stüt­zen. Gleichzeitig bin ich immer noch eh­ren­amt­lich in ei­nem Verein tätig und habe ein großes In­te­res­se­ und Freude an der Jugendarbeit im Verein. Mittlerweile bin ich dort seit vier Jah­ren aktiv und kann behaupten, dass die Ar­beit viel Zeit beansprucht. Ich habe dadurch sehr viele Freunde und Bekanntschaften in ganz Deutsch­land schließen kön­nen. Den größten Nut­zen sehe ich bei meinem Ehrenamt aber in meiner Selbstentwicklung und Selbstverwirklichung. Ich würde behaupten, dass ich ein kreativer Mensch bin, der offen für neue Er­fah­run­gen ist. Allerdings war dies nicht immer der Fall. Im Laufe meiner Ar­beit und meines Stu­di­ums durchlebte ich eine Ent­wick­lung, in der ich immer mehr Ver­ant­wor­tung übernahm und un­ab­hän­gig­er wurde.

Was bedeutet es für dich, Stipendiatin sein?

Stipendiatin zu sein, bedeutet für mich eine große Ver­ant­wor­tung gegenüber dem Studienwerk und meinem persönlichen Leben und Wer­de­gang. Es ist nicht selbst­ver­ständ­lich, über einen lan­gen Zeitraum fi­nan­zi­ell und in seinen In­teres­sen un­ter­stützt und ge­för­dert zu wer­den. Dementsprechend denke ich, dass es umso wich­ti­ger ist, dieser Ver­ant­wor­tung gerecht zu wer­den. Ich versuche, mein erlerntes Wissen und meine Kom­pe­ten­zen an meine Mitmenschen und Freunde durch mein ehren­amt­liches En­ga­ge­ment weiterzugeben. Auch übernehme ich gerne kleine Aufgabe im Studienwerk, um diesem et­was zurückzugeben und mitzugestalten.

Welche be­son­de­ren Angebote bietet dein Förderwerk, die du für dich nut­zen kannst?

Das Avicenna Studienwerk eV ist ein konfessionelles Studienwerk. Das bedeutet, dass es im ideellen För­der­pro­gramm neben der fach­li­chen Wei­ter­bil­dung auch Seminare im Be­reich Glauben an­ge­bo­ten wer­den. Für mich persönlich war dies der ausschlaggebende Grund. Ich kann von mir behaupten, dass ich sehr viel Kraft und Lebensfreude aus meiner Religion schöpfen kann. Ein weiterer Vorteil ist, dass ich mit meinen MitstipendiatinInnen au­to­ma­tisch mehr Gemeinsamkeiten habe als bei ei­nem anderen Förderwerk. Ich konnte dadurch leichter Freunde finden und Kontakte knüpfen.

Welche Tipps würdest du Stu­di­en­in­te­res­sier­ten und Stu­die­ren­den ge­ben, die sich für ein Sti­pen­dium interessieren / sich für ein Sti­pen­dium be­wer­ben möchten?

Du hast nicht zu verlieren! Als ich mich damals be­wor­ben habe, konnte ich mir nicht vorstellen, angenommen zu wer­den und bin heute seit fast drei Jah­ren in der För­de­rung. Wenn du ein potenzielles Studienwerk gefunden hast, was deinen Wünschen und Vor­stel­lun­gen entspricht, versuche dich mit jemandem aus der För­de­rung zu vernetzen, um konkretere Tipps zu ergattern. Wenn du mit deiner Be­wer­bung überzeugen konntest, steht dir nicht mehr viel im Wege.

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Anfahrt & Lageplan

Der Cam­pus der TU Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Cam­pus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Cam­pus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Uni­ver­si­tät ausgeschildert.
Für E-Autos gibt es eine Ladesäule am Cam­pus Nord, Vo­gel­pothsweg.

Direkt auf dem Cam­pus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dort­mund Uni­ver­si­tät“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 15- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dort­mund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duis­burg. Außerdem ist die Uni­ver­si­tät mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, au­ßer­dem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dort­mund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dort­mund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Cam­pus Süd und Dort­mund Uni­ver­si­tät S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Cam­pus Nord und Cam­pus Süd. Diese Stre­cke legt sie in zwei Minuten zu­rück.

Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Uni­ver­si­tät. Ein größeres Angebot an inter­natio­nalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Ki­lo­me­ter entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Uni­ver­si­tät zu erreichen ist.

Die Ein­rich­tun­gen der TU Dort­mund verteilen sich auf den größeren Cam­pus Nord und den kleineren Cam­pus Süd. Zu­dem befinden sich einige Bereiche der Hoch­schu­le im angrenzenden Technologiepark. Genauere In­for­ma­ti­onen kön­nen Sie den Lageplänen entnehmen.