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© Martina Hengesbach​/​TU Dort­mund

War dir schon vor deinem Studium bewusst, dass du alle Voraus­setz­ungen für ein Sti­pen­dium mitbringst? Wie bist du auf das The­ma aufmerksam geworden?

Auf keinen Fall! Mir ging es wie den meisten meiner Mitstipendiat*Innen: Die meiste Zeit habe ich mir nur gedacht: „Das bekomme ich doch sowieso nicht. Es gibt viel erfolgreichere und bessere Student*Innen um dich herum.“  Man neigt schnell dazu, sich selbst kleiner zu reden, als man ist. Das habe ich ehrlich gesagt auch erst bei der Bewerbung gelernt: Stolz auf das zu sein, was man bereits geschafft hat, und dies auch selbstbewusst zu prä­sen­tie­ren. Während meines ersten Seminars von der Stiftung ist im Gespräch mit meinen Mitstipendiat*Innen herausgekommen, dass jede*r dieses Gefühl zum Zeitpunkt der Bewerbung hatte. Ich würde behaupten, dass diese Selbstunterschätzung auch häufig der Grund dafür ist, dass sich Student*Innen gegen eine Bewerbung ent­schei­den. Es ist also sehr wich­tig, über die Voraus­setz­ungen und den Bewerbungsablauf von un­ter­schied­lichen Stipendien noch mehr aufzuklären, damit sich mehr Student*Innen selbstbewusst bei der jeweils passenden Stiftung bewerben.

Ich bin durch eine Kommilitonin auf die Friedrich-Ebert-Stiftung aufmerksam geworden, die dort bereits Stipendiatin gewesen ist.

Neben guten bis sehr guten Schul-/Studienleistungen kann auch Engagement eine Voraussetzung für ein Sti­pen­dium sein. Mit welchem Engagement hast du überzeugt?

Ich habe vor allem mit meinem Ehrenamt beim Kinder- und Jugendhospiz überzeugt. Dort begleite ich wöchentlich eine Familie mit zwei lebensverkürzend erkrankten Kindern. Während meines Bewerbungsprozesses konnte ich viel darüber erzählen und habe auch interessierte Fragen seitens der Stiftung dazu gestellt bekommen.

Außerdem habe ich mich zum Zeitpunkt der Bewerbung in der Fachschaft für Mathe­matik engagiert und bin Mitglied bei den Jusos.

Jedes gesellschaftspolitische Engagement zählt! Im Mit­tel­punkt steht hierbei, dass man ein engagierter Mensch ist, In­te­res­se­ daran hat, seine Umwelt und das gesellschaftliche Miteinander mitzugestalten.

Was hat sich durch das Sti­pen­dium in deinem Leben / in deinem Studium verändert?

Das Sti­pen­dium hat sehr viel Einfluss auf mein Leben. Ich habe in den drei Jahren meines Stipendiums sehr viele spannende Men­schen mit unterschiedlichsten Professionen kennenlernen dürfen. Durch das breite Angebot an Se­mi­na­ren zu sehr vielfältigen Themen haben sich viele Diskussionen entwickelt, die meinen Horizont definitiv erweitert und meinen Blick auf viele Dinge verändert haben. Vor allem das Ruhrgebiet bietet zum Netzwerken sehr viele Mög­lich­keiten: Wir als HSG Dort­mund haben bereits mehrere Aktivitäten mit den HSGs der anderen Ruhrgebietsstädte organisiert und haben auch eine städteübergreifende „HSG Ruhrgebiet“, innerhalb welcher wir uns regelmäßig treffen und austauschen. Hier werden Arbeitsgruppentreffen und gemeinsame Aktivitäten geplant und organisiert oder wir sitzen nur zu­sam­men und tauschen uns über aktuelle Themen aus.

Darüber hinaus bietet ein Sti­pen­dium auch viele Mög­lich­keiten für Auslandaufenthalte. Neben der finanziellen Förderung eines Aus­lands­semes­ters gibt es immer wieder spannende Angebote zu Praktikumsstellen, die von der Stiftung zur Verfügung gestellt und finanziell un­ter­stützt werden.

Das Sti­pen­dium hat mein Leben auf jeden Fall sehr bereichert. Ich sammle durch die Stiftung Erfahrungen, die mich in meinem beruflichen und sozialen Denken prägen, und lerne Men­schen kennen, die ich ohne das Sti­pen­dium wahrscheinlich nie kennengelernt hätte. 

Welche Tipps würdest du Studieninteressierten und Stu­die­ren­den geben, die sich für ein Sti­pen­dium interessieren / sich für ein Sti­pen­dium bewerben möchten?

Traut euch! Ein Sti­pen­dium bietet so viele Unter­stützungs­möglich­keiten und Chancen, sich über sein Studium hinaus zu bilden und die Welt besser ken­nen­zu­ler­nen. Der Aufwand der Bewerbung lohnt sich auf jeden Fall! Auch wenn man denkt, man bringt die Voraussetzung für ein Sti­pen­dium nicht mit, sollte man es dennoch versuchen! Manchmal führt eine Selbstunterschätzung zu verlorenen Chancen. Man sollte sich immer wieder vor Augen führen: Man hat nichts zu verlieren. Wenn es nicht funktioniert, dann verändert sich nichts. Wenn es jedoch funktioniert, dann eröffnen sich einem viele Mög­lich­keiten!

Informiert euch über ver­schie­de­ne Portale über ein passendes Sti­pen­dium. Es gibt so viele Stipendien, sodass eigentlich für jede*n etwas Passendes dabei ist. Sprecht die Leute an, informiert euch über den Bewerbungsprozess und traut euch, die wichtigen Fragen zu stellen. Geht auf Infoveranstaltungen zu Stipendien und sprecht eure Lehrer auf Mög­lich­keiten eines Stipendiums an.

Und das Wichtigste: Haltet euch vor Augen, was ihr bereits geschafft habt und warum ihr es verdient habt, ein Sti­pen­dium zu bekommen. 

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Anfahrt & Lageplan

Der Campus der TU Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Uni­ver­si­tät ausgeschildert.
Für E-Autos gibt es eine Ladesäule am Campus Nord, Vogelpothsweg.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dort­mund Uni­ver­si­tät“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dort­mund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Uni­ver­si­tät mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dort­mund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dort­mund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dort­mund Uni­ver­si­tät S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Uni­ver­si­tät. Ein größeres Angebot an inter­natio­nalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Uni­ver­si­tät zu erreichen ist.

Die Ein­rich­tun­gen der TU Dort­mund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hoch­schu­le im angrenzenden Technologiepark. Genauere In­for­ma­ti­onen können Sie den Lageplänen entnehmen.