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Antonia, Lehramt für Sonderpädagogische Förderung, Friedrich-Ebert-Stiftung

© Martina Hengesbach​/​TU Dortmund

War dir schon vor deinem Studium bewusst, dass du alle Voraussetzungen für ein Stipendium mitbringst? Wie bist du auf das Thema aufmerksam geworden?

Auf keinen Fall! Mir ging es wie den meisten meiner Mitstipendiat*Innen: Die meiste Zeit habe ich mir nur gedacht: „Das bekomme ich doch sowieso nicht. Es gibt viel erfolgreichere und bessere Student*Innen um dich herum.“  Man neigt schnell dazu, sich selbst kleiner zu reden, als man ist. Das habe ich ehrlich gesagt auch erst bei der Bewerbung gelernt: Stolz auf das zu sein, was man bereits geschafft hat, und dies auch selbstbewusst zu präsentieren. Während meines ersten Seminars von der Stiftung ist im Gespräch mit meinen Mitstipendiat*Innen herausgekommen, dass jede*r dieses Gefühl zum Zeitpunkt der Bewerbung hatte. Ich würde behaupten, dass diese Selbstunterschätzung auch häufig der Grund dafür ist, dass sich Student*Innen gegen eine Bewerbung entscheiden. Es ist also sehr wichtig, über die Voraussetzungen und den Bewerbungsablauf von unterschiedlichen Stipendien noch mehr aufzuklären, damit sich mehr Student*Innen selbstbewusst bei der jeweils passenden Stiftung bewerben.

Ich bin durch eine Kommilitonin auf die Friedrich-Ebert-Stiftung aufmerksam geworden, die dort bereits Stipendiatin gewesen ist.

Neben guten bis sehr guten Schul-/Studienleistungen kann auch Engagement eine Voraussetzung für ein Stipendium sein. Mit welchem Engagement hast du überzeugt?

Ich habe vor allem mit meinem Ehrenamt beim Kinder- und Jugendhospiz überzeugt. Dort begleite ich wöchentlich eine Familie mit zwei lebensverkürzend erkrankten Kindern. Während meines Bewerbungsprozesses konnte ich viel darüber erzählen und habe auch interessierte Fragen seitens der Stiftung dazu gestellt bekommen.

Außerdem habe ich mich zum Zeitpunkt der Bewerbung in der Fachschaft für Mathematik engagiert und bin Mitglied bei den Jusos.

Jedes gesellschaftspolitische Engagement zählt! Im Mittelpunkt steht hierbei, dass man ein engagierter Mensch ist, Interesse daran hat, seine Umwelt und das gesellschaftliche Miteinander mitzugestalten.

Was hat sich durch das Stipendium in deinem Leben / in deinem Studium verändert?

Das Stipendium hat sehr viel Einfluss auf mein Leben. Ich habe in den drei Jahren meines Stipendiums sehr viele spannende Menschen mit unterschiedlichsten Professionen kennenlernen dürfen. Durch das breite Angebot an Seminaren zu sehr vielfältigen Themen haben sich viele Diskussionen entwickelt, die meinen Horizont definitiv erweitert und meinen Blick auf viele Dinge verändert haben. Vor allem das Ruhrgebiet bietet zum Netzwerken sehr viele Möglichkeiten: Wir als HSG Dortmund haben bereits mehrere Aktivitäten mit den HSGs der anderen Ruhrgebietsstädte organisiert und haben auch eine städteübergreifende „HSG Ruhrgebiet“, innerhalb welcher wir uns regelmäßig treffen und austauschen. Hier werden Arbeitsgruppentreffen und gemeinsame Aktivitäten geplant und organisiert oder wir sitzen nur zusammen und tauschen uns über aktuelle Themen aus.

Darüber hinaus bietet ein Stipendium auch viele Möglichkeiten für Auslandaufenthalte. Neben der finanziellen Förderung eines Auslandssemesters gibt es immer wieder spannende Angebote zu Praktikumsstellen, die von der Stiftung zur Verfügung gestellt und finanziell unterstützt werden.

Das Stipendium hat mein Leben auf jeden Fall sehr bereichert. Ich sammle durch die Stiftung Erfahrungen, die mich in meinem beruflichen und sozialen Denken prägen, und lerne Menschen kennen, die ich ohne das Stipendium wahrscheinlich nie kennengelernt hätte. 

Welche Tipps würdest du Studieninteressierten und Studierenden geben, die sich für ein Stipendium interessieren / sich für ein Stipendium bewerben möchten?

Traut euch! Ein Stipendium bietet so viele Unterstützungsmöglichkeiten und Chancen, sich über sein Studium hinaus zu bilden und die Welt besser kennenzulernen. Der Aufwand der Bewerbung lohnt sich auf jeden Fall! Auch wenn man denkt, man bringt die Voraussetzung für ein Stipendium nicht mit, sollte man es dennoch versuchen! Manchmal führt eine Selbstunterschätzung zu verlorenen Chancen. Man sollte sich immer wieder vor Augen führen: Man hat nichts zu verlieren. Wenn es nicht funktioniert, dann verändert sich nichts. Wenn es jedoch funktioniert, dann eröffnen sich einem viele Möglichkeiten!

Informiert euch über verschiedene Portale über ein passendes Stipendium. Es gibt so viele Stipendien, sodass eigentlich für jede*n etwas Passendes dabei ist. Sprecht die Leute an, informiert euch über den Bewerbungsprozess und traut euch, die wichtigen Fragen zu stellen. Geht auf Infoveranstaltungen zu Stipendien und sprecht eure Lehrer auf Möglichkeiten eines Stipendiums an.

Und das Wichtigste: Haltet euch vor Augen, was ihr bereits geschafft habt und warum ihr es verdient habt, ein Stipendium zu bekommen. 

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Anfahrt & Lageplan

Der Campus der TU Dortmund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dortmund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dortmund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dortmund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Universität ausgeschildert.
Für E-Autos gibt es eine Ladesäule am Campus Nord, Vogelpothsweg.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dortmund Universität“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 15- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dortmund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Universität mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dortmund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dortmund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dortmund Universität S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dortmund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dortmunder Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Universität. Ein größeres Angebot an internationalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Universität zu erreichen ist.

Die Einrichtungen der TU Dortmund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hochschule im angrenzenden Technologiepark. Genauere Informationen können Sie den Lageplänen entnehmen.