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Ein Interview mit Christoph Wehkamp, Lehrer und Koordinator für Berufs- und Studienorientierung am Paul-Ehrlich-Berufskolleg in Dort­mund

Christoph Wehkamp ist seit fast 20 Jahren Lehrer am Paul-Ehrlich-Berufskolleg in Dort­mund. Als einer von drei Koordinator*innen für Berufs- und Studienorientierung steht er in regelmäßigem Austausch mit Talentscout Katharina Schnetgöke von der TU Dort­mund. Nach der ersten Ausweitung des NRW-Ta­lent­scou­tings von Gelsenkirchen auf das gesamte Ruhrgebiet im Jahr 2015 war das Paul-Ehrlich-Berufskolleg eine der ersten Schulen in Dort­mund, die sich bewusst für eine Ko­ope­ra­ti­on mit dem Pro­gramm NRW-Ta­lent­scou­ting entschied. Durch einen kleinen Wink in Richtung Begabtenförderung freut sich die Schule inzwischen auch über erste Stipendiat*innen.

Was macht das Paul-Ehrlich-Berufskolleg aus?

Das Paul-Ehrlich-Berufskolleg macht aktuell knapp 2000 Schüler*innen das Angebot aller allgemeinbildenden Schulabschlüsse in Kombination mit beruflicher Bildung – vom Hauptschulabschluss bis hin zur Allgemeinen Hochschulreife. Als eines von acht Berufskollegs in Dort­mund mit den Vollzeitbildungsgängen im Bereich Gesundheit und Soziales haben wir ein überregionales Einzugsgebiet. Einige unserer Schüler*innen kom­men auch aus Witten, Schwerte oder Unna. Die überwiegende Zahl kommt aber aus Dort­mund, vor allem auch aus dem Dort­mun­der Norden. Einem Stadtteil, der sozioökonomisch weniger stark aufgestellt ist und vor vie­len He­raus­for­de­run­gen steht. Aus der Struk­tur ergibt sich, dass ein Teil unserer Ar­beit als Lehrer*innen zu­nächst einmal bei der Ermutigung von Schüler*innen ansetzt, sich et­was zuzutrauen. Dabei ist unser Talentscout eine große Unter­stütz­ung.

Ein- bis zweimal im Monat be­sucht Sie ein Talentscout an Ihrer Schule, um mit Schüler*innen über ih­re persönliche be­ruf­li­che Zukunft zu sprechen. Wieso kooperieren Sie im Pro­gramm NRW-Ta­lent­scou­ting?

Ich fand direkt, dass das Ta­lent­scou­ting eine super Chance ist zusätzlich zu der Studien- und Berufsorientierung, die wir an unserer Schule an­bie­ten. Parallel zu allen Maß­nahmen, die wir ge­stal­ten, kön­nen Schüler*innen eine ganz individualisierte Be­ra­tung durch einen Talentscout wahrnehmen. Das Angebot der externen Be­ra­tung, die aber wiederum in der Schule stattfindet, bereichert unser Portfolio stark. Unseren Talentscout Katharina Schnetgöke haben wir von Beginn an als sehr ge­winn­brin­gen­de Person für die Schüler*innen wahrgenommen. Anders als wenn Schüler*innen zu mir in die Be­ra­tung als StuBo kom­men, kann sie auf breite Netzwerkstrukturen zurückgreifen und interessierten Schüler*innen auch mal das Angebot eines Tandems mit jemandem aus ei­nem Berufszweig organisieren. Auch deshalb haben wir die Ko­ope­ra­ti­on mit einer Auf­takt­ver­an­stal­tung zum NRW-Ta­lent­scou­ting, zu der wir alle Schüler*innen eingeladen haben, die ein Fach- oder Vollabitur ma­chen möchten, gestartet. Frau Schnetgöke hat das Angebot dort damals vorgestellt. Das war ein Erfolg.

Wie ist das Feedback der Schüler*innen, die die Be­ra­tung im Ta­lent­scou­ting wahrnehmen?

Es gibt Schüler*innen, die kom­men einmal in die Be­ra­tung und denen genügt es, ein paar Fragen loszuwerden. Es gibt aber auch viele, die das Angebot wiederkehrend wahrnehmen und zu­sam­men mit ihrem Talentscout ihren Weg ge­stal­ten. Ich glaube, dass wir dadurch, dass Frau Schnetgöke Talente so eng und individuell begleitet, schon vie­len Schüler*innen bessere Chancen für ih­re be­ruf­li­che Zukunft bieten konn­ten. Da sich Ta­lent­scouts hauptberuflich der Orientierung und För­de­rung von jungen Men­schen widmen, kön­nen sie mit Schüler*innen auf eine ganz andere Art und Weise arbeiten und sie viel langfristiger über die Schule hinaus bis in die Aus­bil­dung oder das Stu­di­um fördern. Telefonisch über das Handy oder per WhatsApp sind Ta­lent­scouts sehr nah an den Schüler*innen. Die Beratungstermine bei Frau Schnetgöke sind immer voll und die Nachfrage ist groß. So groß, dass wir Mühe haben, alle Anfragen zu bedienen. Ich finde, dass macht sie echt super! Einige unserer Schüler*innen sind nun so­gar Stipendiat*innen.

Wie kam es dazu?

Unser Talentscout hat uns als Schule dazu angeregt, unser Vorschlagsrecht bei der Studienstiftung des deutschen Volkes wahrzunehmen. Als Berufskolleg ist es bisher tatsächlich so, dass man von den Begabtenförderungswerken nicht allzu sehr umworben wird und ohne Frau Schnetgöke wären wir auf die Mög­lich­keit wahrscheinlich nicht gekommen. Pro 40 Schüler*innen, die das Fach- oder Vollabitur ma­chen, haben wir Ge­le­gen­heit eine Person bei der Studienstiftung des deutschen Volkes zu empfehlen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Studienstiftung auch wirklich an jungen Men­schen von Berufskollegs interessiert ist und nicht allein der Notendurschnitt ein Kriterium für die Auswahl ist. Soziales Engagement oder das soziale Milieu, in dem einzelne Talente aufwachsen, wer­den ebenfalls berücksichtigt. Das eröffnet auch unseren Schüler*innen immense Chancen.

Was gefällt Ihnen persönlich an dem Beruf als Lehrer?

Das ist schwer zu sagen, weil es so Vieles ist. Die Momente, in denen ich beraten, coachen oder jungen Men­schen Unter­stütz­ung bieten kann auf dem Weg, den sie selbstbestimmt wählen, schätze ich be­son­ders. Bei­spiels­wei­se macht es mir sehr viel Spaß, im Informatikunterricht mit Schüler*innen Problemlösungsstrategien zu er­ar­bei­ten, die sie als Kom­pe­tenz auch später im beruflichen Leben selbst einsetzen kön­nen. Sie dabei Schritt für Schritt zu begeistern gibt mir ein gutes Gefühl.

© NRW-Zen­trum für Talentförderung

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Anfahrt & Lageplan

Der Campus der TU Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Uni­ver­si­tät ausgeschildert.
Für E-Autos gibt es eine Ladesäule am Campus Nord, Vo­gel­pothsweg.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dort­mund Uni­ver­si­tät“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dort­mund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Uni­ver­si­tät mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dort­mund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dort­mund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dort­mund Uni­ver­si­tät S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Uni­ver­si­tät. Ein größeres Angebot an inter­natio­nalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Ki­lo­me­ter entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Uni­ver­si­tät zu erreichen ist.

Die Ein­rich­tun­gen der TU Dort­mund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hoch­schu­le im angrenzenden Technologiepark. Genauere In­for­ma­ti­onen kön­nen Sie den Lageplänen entnehmen.