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Land NRW un­ter­stützt Projekt mit rund 1,9 Millionen Euro

„InnaMoRuhr“ erforscht Pendelverkehr zwischen den Ruhr-Universitäten

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Ein grün-gelbes Haltestellenschild vor dem Mathetower. © Roland Baege​/​TU Dort­mund
Durch das For­schungs­pro­jekt soll das Pendeln zwischen den Standorten der UA-Ruhr erleichtert werden.

Noch dauert es mindestens eine Stunde, wenn ein Studierender der TU Dort­mund mit öf­fent­lichen Verkehrsmitteln zu einem Seminar an die Ruhr-Uni­ver­si­tät Bochum (RUB) pendeln will. Prof. Johannes Weyer von der TU Dort­mund koordiniert jetzt das Projekt „InnaMoRuhr“, das das Pendeln der Stu­die­ren­den, aber auch von Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mitarbeitern zwischen den drei UA Ruhr-Universitäten mit ihren vier Standorten erleichtern soll. Neben der RUB ist die Uni­ver­si­tät Duisburg-Essen als dritter Partner mit „an Bord“.

„Insgesamt hat das Projekt ein Gesamtvolumen von 2,359 Mio. Euro“, be­rich­tet Prof. Weyer von der neugegründeten Fakultät Sozial­wissen­schaften der TU Dort­mund. 80 Prozent der Summe stellt das NRW-Ministerium für Verkehr bereit. Auf die TU Dort­mund entfallen rund 530.000 Euro. Das Projekt besteht aus mehreren Bausteinen: Im ersten Schritt sollen mithilfe von Befragungen Mo­bi­li­täts­be­dar­fe erhoben und Lücken im Öffentlichen Nahverkehrsangebot identifiziert werden. Daraus wollen die Forscherinnen und Forscher Szenarien einer nachhaltigen Mo­bi­li­tät der Zukunft entwickeln. 

Portraitfoto von Prof. Johannes Weyer © Felix Schmale​/​TU Dort­mund
Prof. Johannes Weyer ist Fachgebietsinhaber an der neugegründeten Fakultät Sozial­wissen­schaften der TU Dort­mund.

Die Szenarien, die am meisten Erfolg versprechen, sollen im Verkehrs-Simulator modelliert und in Simulationsexperimenten auf ihre Machbarkeit hin überprüft werden. Was könnte das konkret heißen? Ein elektrisch angetriebener Shuttlebus mit bei­spiels­weise zwölf Sitzplätzen pendelt zu bestimmten Zeitpunkten oder aber nach einem festen Fahrplan zwischen der TU Dort­mund und der RUB. Am Ende der Strecke steht jeweils eine Ladestation, die den Shuttlebus mit Energie versorgt. „Dann könnte bei­spiels­weise ein Studierender, dessen Seminar um 9.45 Uhr an der TU Dort­mund endet, mit dem Shuttle zu einer Vorlesung an die RUB pendeln, die um 10.15 Uhr beginnt“, sagt Techniksoziologe Prof. Weyer.  

Neue Ansätze könnten dauerhaft umgesetzt werden

Diese und andere neue, lokal emissionsfreie Technologien sowie in­no­va­ti­ve Moblitätsservices – wie etwa Ridesharing per App, also eine Mitfahrgelegenheit – würden die Projektbeteiligten im Reallabor testen. Örtliche Verkehrsanbieter wie DSW21, Bogestra und VRR wollen die Forscherinnen und Forscher ein­be­zie­hen. Angehörige der drei UA Ruhr-Universitäten würden für einen Zeitraum von sechs Monaten die Möglichkeit erhalten, die neuen Pendeloptionen zu einem günstigen Tarif zu testen und deren Umsetzbarkeit im Realbetrieb zu erproben. „Wenn alles gut läuft, werden die Neuansätze, die am meisten Erfolg versprechen, von den etablierten Verkehrsanbietern, aber auch von neuen Anbietern, dauerhaft umgesetzt“, hofft Prof. Weyer.  

Neben dem „Pendel-Projekt“ fördert das Land NRW 18 Konzepte für digitale Lehr- und Lernformate an Hoch­schu­len des Landes mit mehr als zehn Millionen Euro. Dreimal sind Wis­sen­schaft­ler­in­nen und Wissen­schaft­ler der TU Dort­mund bei den Konzepten mit dabei, zweimal sogar als Konsortialführer.  

Hintergrund der Konzepte ist, dass die Hoch­schu­len in NRW in der Co­ro­na-Krise in kürzester Zeit ein Online-Sommer­semester mit einem umfassenden digitalen Lehrangebot auf die Beine gestellt haben. Um die Hoch­schu­len dabei zu unterstützen, fördert das Ministerium für Kultur und Wis­sen­schaft gemeinsam mit der Digitalen Hoch­schu­le NRW (DH.NRW) in der Förderlinie „OERContent.nrw“ (Open Education Resources) die Konzepte für digitale Lehr- und Lernformate mit insgesamt 10,5 Millionen Euro. Die aus­ge­wähl­ten Anträge, bei denen mindestens drei Hoch­schu­len an E-Learning-Formaten zu­sam­men­ar­bei­ten, erhalten bis zu 1,5 Millionen Euro. E-Learning-Formate können zum Beispiel Online-Kurse, Lern-Videos oder virtuelle Labore sein. Die Konzepte können ab sofort umgesetzt werden, damit die Lehr- und Lerninhalte zeitnah in das neue Online-Landesportal ORCA.nrw (Open Resources Campus NRW) eingestellt werden können und damit allen Stu­die­ren­den und Lehrenden in NRW zur Verfügung stehen. 

Weitere In­for­ma­ti­onen zum For­schungs­pro­jekt

 

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Anfahrt & Lageplan

Der Campus der TU Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Uni­ver­si­tät ausgeschildert.
Für E-Autos gibt es eine Ladesäule am Campus Nord, Vogelpothsweg.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dort­mund Uni­ver­si­tät“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dort­mund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Uni­ver­si­tät mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dort­mund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dort­mund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dort­mund Uni­ver­si­tät S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Uni­ver­si­tät. Ein größeres Angebot an inter­natio­nalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Uni­ver­si­tät zu erreichen ist.

Die Ein­rich­tun­gen der TU Dort­mund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hoch­schu­le im angrenzenden Technologiepark. Genauere In­for­ma­ti­onen können Sie den Lageplänen entnehmen.