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75 Millionen für Spitzenforschung

UA Ruhr beginnt mit Aufbau der Research Alliance

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Die drei Rektoren der UA Ruhr-Unis sitzen an einem Tisch, hinter ihnen steht Ministerpräsident Hendrik Wüst und Wissenschaftsministeriin Isabel Pfeiffer-Poensgen © Land NRW ​/​ Ralph Sondermann
Die drei Rektoren unterschreiben den Vertrag (von links): Manfred Bayer (TU Dortmund), Martin Paul (Ruhr-Uni Bochum) und Ulrich Radtke (Uni Duisburg-Essen); dahinter stehen NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst und NRW-Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen.

Der Startschuss ist gefallen: In der NRW-Staatskanzlei haben die Rektoren der Technischen Universität Dortmund, der Ruhr-Universität Bochum und der Universität Duisburg-Essen den erweiterten Kooperationsvertrag zum Aufbau der „Research Alliance Ruhr“ unterzeichnet. Ministerpräsident Hendrik Wüst und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen übergaben zudem das Zuweisungsschreiben über Mittel in Höhe von 75 Millionen Euro für die Aufbauphase. Die neue Forschungsallianz war im Rahmen der von der Landesregierung initiierten Ruhr-Konferenz entwickelt worden.

Die drei Hochschulen richten nun unter dem Dach der Universitätsallianz Ruhr vier neue Research Center und ein College ein. In den Centern bündeln die Universitäten ihre Forschung in Feldern wie Gesundheit, Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Energie. Das College wird Gastwissenschaftler*innen aus dem Ausland in die Metropole Ruhr einladen. Der Vollausbau von Research Centern und College soll bis 2025 erreicht sein. Ziel ist, eine Forschungsallianz der internationalen Spitzenklasse zu etablieren.

„Nordrhein-Westfalen ist der dichteste Hochschul- und Wissenschaftsstandort Europas, unsere Wissenschaft ist exzellent“, sagt Ministerpräsident Hendrik Wüst. „Die Innovationen, die hier geschaffen werden, sind die Chancen von morgen. Mit der Research Alliance Ruhr geben wir dem Wissenschaftsstandort Nordrhein-Westfalen einen weiteren kräftigen Schub auf dem Weg zur internationalen Spitzenforschung. Damit setzen wir der Universitätsallianz Ruhr den Turbo ein.“ Der Ministerpräsident weiter: „Mit der Förderung der Research Alliance Ruhr treiben wir jetzt die Kooperation der Universitäten im Ruhrgebiet weiter voran. Wir wollen, dass noch mehr kluge Köpfe aus aller Welt bei uns an den großen Fragen der Zukunft arbeiten. Wie wichtig die Kooperation von Universitäten ist, zeigt die University of California. Sie ist seit 30 Jahren weltweit der Treiber digitaler Innovationen.“

„Exzellente Forschung auf ein neues Level heben“

„Mit der heutigen Unterzeichnung des Kooperationsvertrags und der Übergabe des Zuweisungsschreibens in Höhe von 75 Millionen Euro ergreifen wir die Chance, die exzellente Forschung der Ruhr-Universität Bochum, der Technischen Universität Dortmund und der Universität Duisburg-Essen auf ein neues Level zu heben“, sagt Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen. „Gemeinsam mit den drei Hochschulen ist es unser Ziel, mit der Research Alliance Ruhr einen hoch innovativen Universitätsverbund im Ruhrgebiet zu schaffen, der Lösungsoptionen für wichtige Fragen unserer Gesellschaft entwickelt und dabei höchsten wissenschaftlichen Exzellenzkriterien genügt – gerade auch im internationalen Vergleich. Als Landesregierung wollen wir damit dazu beitragen, dass die Research Alliance zu weiteren aussichtsreichen Forschungskooperation anregt und unser Land mit zukunftsweisenden Forschungsimpulsen und Innovationschancen voranbringt.“

„Mit der Research Alliance erreicht die Zusammenarbeit der drei Universitäten eine neue Qualität. Gemeinsam können wir unsere Stärken jetzt gezielt ausbauen“, betont Prof. Ulrich Radtke, Rektor der Universität Duisburg-Essen. „Wir schaffen attraktive Forschungsbedingungen, die es uns ermöglichen, noch mehr Top-Leute aus der internationalen Wissenschaft ins Ruhrgebiet zu holen“, fügt sein Bochumer Kollege Prof. Martin Paul hinzu. TU-Rektor Prof. Manfred Bayer ergänzt: „Von der Stärkung des Wissenschaftsstandorts wird die ganze Region profitieren, denn wir wollen unsere Forschungsergebnisse auch in die Praxis bringen.“ Alle drei begrüßen die Unterstützung der Landesregierung: „Mit der Zuweisung ist nun auch die Finanzierung für die ersten drei Jahre gesichert und wir können gemeinsam durchstarten.“

Verschiedene Fakultäten der TU Dortmund beteiligt

Die Research Alliance Ruhr wurde im Rahmen der Ruhr-Konferenz der Landesregierung NRW initiiert. Die vier Research Center befassen sich mit den Themen „One Health“, „Chemical Sciences and Sustainability“, „Trustworthy Data Science and Security“ sowie „Future Energy Materials and Systems“. Zudem entsteht ein „College for Social Sciences and Humanities“.

Durch die interdisziplinäre Ausrichtung der Center und des Colleges werden jeweils verschiedene Fakultäten der TU Dortmund involviert sein. Das Research Center „Trustworthy Data Science and Security“ wird eng an die Dortmunder Informatik und Statistik angebunden sein. Der neue Forschungsbau CALEDO, der derzeit an der Otto-Hahn-Straße errichtet wird, wird ein wichtiger Standort für das Research Center „Chemical Sciences and Sustainability“ werden. Aus den Materialwissenschaften kommen Impulse für das Research Center „Future Energy Materials and Systems“ und die Dortmunder Wirkstoffforschung ergänzt das Profil des Research Centers „One Health“. Das „College for Social Sciences and Humanities“ wird vor allem den internationalen Austausch mit Gastwissenschaftler*innen aus aller Welt fördern. Hier gestaltet die neu gegründete Fakultät Sozialwissenschaften das Programm maßgeblich mit.

50 neue Pro­fes­su­ren

Insgesamt werden bis zu 50 neue Professuren sowie zahlreiche Stellen für den wissenschaftlichen Mittelbau geschaffen. Die Vorbereitungen für die ersten Berufungsverfahren sind bereits angelaufen. Auch wenn der Schwerpunkt auf Forschung und Transfer liegt, werden Studierende ebenfalls vom Aufbau der Research Alliance Ruhr profitieren. Alle Professuren werden sich mit vier Semesterwochenstunden in die Lehre einbringen, dabei werden internationale Wissenschaftler*innen vor allem englischsprachige Lehrangebote für Masterstudiengänge beisteuern.

Seit dem 1. Februar leitet Jürgen Hein als Managing Director das Coordination Office der Research Alliance Ruhr.

Weitere Informationen zur Research Alliance Ruhr

Ansprechpartner für Rückfragen:
Jürgen Hein
Managing Director der Research Alliance Ruhr
E-Mail: juergen.heinuaruhrde
Tel.: +49 234 3223387

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Der Campus der TU Dortmund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dortmund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dortmund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dortmund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Universität ausgeschildert.
Für E-Autos gibt es eine Ladesäule am Campus Nord, Vogelpothsweg.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dortmund Universität“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 15- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dortmund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Universität mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

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Die Einrichtungen der TU Dortmund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hochschule im angrenzenden Technologiepark. Genauere Informationen können Sie den Lageplänen entnehmen.