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Spitzenforschung

Lamarr-Institut für Maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz eröffnet

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Eine Frau und sieben Männer stehen für ein Gruppenfoto draußen vor einem Gebäude nebeneinander. © Fraunhofer IAIS​/​Dirk Baumbach
Haben das Lamarr-Institut gemeinsam eröffnet (v.l.): Prof. Michael Hoch (Rektor der Universität Bonn), Prof. Raoul Klingner (Direktor Forschung der Fraunhofer-Gesellschaft), Prof. Manfred Bayer (Rektor der TU Dortmund), NRW-Wissenschaftsministerin Ina Brandes, NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst, Prof. Stefan Wrobel (Universität Bonn, Leiter Fraunhofer-Institut IAIS), Prof. Christian Bauckhage (Universität Bonn, Fraunhofer-Institut IAIS) und Prof. Michael ten Hompel (TU Dortmund, Leiter Fraunhofer-Institut IML).

Im Beisein von NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst und NRW-Wissen­schaftsministerin Ina Brandes sowie führenden Akteur*innen aus Wirtschaft und Wissenschaft ist das Lamarr-Institut für Maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz am 29. September feierlich eröffnet worden. Das Spitzenforschungsinstitut gestaltet eine neue Generation der Künstlichen Intelligenz (KI), die leistungsstark, nachhaltig, vertrauenswürdig und sicher zur Lösung zentraler Herausforderungen in Wirtschaft und Gesellschaft beiträgt. In dem Institut arbeiten die TU Dortmund, die Universität Bonn und die Fraunhofer-Institute für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS sowie für Materialfluss und Logistik IML zusammen. Das Lamarr-Institut ist eines von fünf universitären KI-Kompetenzzentren bundesweit, die seit dem Sommer als Teil der KI-Strategie der Bundesregierung dauerhaft gefördert werden.

Ministerpräsident Hendrik Wüst sagte bei der Eröffnung: „Nordrhein-Westfalen soll zu einem Hotspot der KI-Forschung werden. Mit dem Lamarr-Institut kommen wir diesem Ziel einen großen Schritt näher – hier wird an Antworten auf Fragen zur Mobilität von morgen, an innovativen Produktionsprozessen oder an smarter Energieversorgung gearbeitet.“ Der Ministerpräsident weiter: „Keine Generation vor uns konnte auf so viel Wissen und Know-how zurückgreifen wie wir heute. Und deshalb haben wir alle Chancen, gute Lösungen für die Fragen unserer Zeit zu finden. Gerade die Künstliche Intelligenz schafft hier neue Möglichkeiten.“ Aus Nordrhein-Westfalen heraus – mit Standorten in Dortmund, Bonn und Sankt Augustin – betreiben international anerkannte Wissenschaftler*innen KI-Spitzenforschung für Deutschland, Europa und die Welt. Dazu stellen der Bund und das Land Nordrhein-Westfalen gemeinsam zunächst bis 2028 rund 126 Millionen Euro zur Verfügung.

Ihre Mission und praktische Ergebnisse aus ihrer Forschung stellten die Forschenden anlässlich der Eröffnung des Lamarr-Instituts Ende September auf Schloss Birlinghoven in Sankt Augustin der Öffentlichkeit vor. Judith Pirscher, Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), betonte: „Ich freue mich sehr, dass wir heute einen echten Meilenstein für die KI-Forschung in Deutschland feiern können. Die aktuelle Situation hat gezeigt, wozu Abhängigkeiten von anderen führen können, unser Ziel ist deshalb technologische Souveränität bei KI. Und dafür brauchen wir vor allem Expertinnen und Experten wie Sie.“

Ressourcenschonend, vertrauenswürdig, leistungsstark

Ziel der Forschenden des Lamarr-Instituts ist es, neue Standards zu setzen bei der wertebasierten Erforschung und Entwicklung von extrem leistungsfähiger und gleichzeitig vertrauenswürdiger sowie ressourcenschonender KI. „Ein Schwerpunkt, der das Lamarr-Institut auszeichnet, ist das Ressourcen-gewahre Lernen. Wir arbeiten daran, gelernte Modelle für energiesparende Rechnerarchitekturen zu adaptieren und entwickeln Verfahren, deren Modelle extrem wenig Energie benötigen. Dies erfordert einerseits die Vertiefung der Teilgebiete des Maschinellen Lernens, andererseits die interdisziplinäre Zusammenarbeit. Deshalb haben wir jetzt schon zahlreiche international renommierte Kolleg*innen an Bord und zusätzliche werden kommen“, erläuterte Prof. Katharina Morik von der TU Dortmund, eine der vier Co-Direktor*innen des Lamarr-Instituts.

Das Lamarr-Institut wird getragen durch Pionierinstitutionen auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz: die TU Dortmund, das Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS, die Universität Bonn und das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML.

„Die Informatik-Forschung an der TU Dortmund ist seit jeher am Puls der Zeit, mit dem Lamarr-Institut gehen wir konsequent weiter. Hier werden Algorithmen entwickelt, um komplexe Probleme zu lösen. In der Anwendung zeigt sich der Erfolg, ob Mobilität oder Arbeitsprozesse, Wetterprognosen oder medizinische Bildauswertung, viele Fragestellungen lassen sich erst durch Künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen beantworten. Doch nicht irgendwie – im Lamarr-Institut werden ressourcenschonende, zuverlässige und vertrauenswürdige Lösungen erarbeitet,“ sagte Prof. Manfred Bayer, Rektor der TU Dortmund.

Die dauerhafte Förderung ermöglicht die Besetzung von bis zu elf neuen KI-Professuren an den beiden Partneruniversitäten und kommt 32 bereits bestehenden Professuren zugute, die als „Principal Investigators“ mit ihrer Forschung in das neue Lamarr-Institut eingebunden werden. Die Forschung der mehr als 40 KI-Professuren wird durch über 100 wissenschaftliche Mitarbeitende bereits in 2023 unterstützt, die im Rahmen des Lamarr-Instituts akademische Abschlüsse und fachliche Kenntnisse erwerben werden.

Wissenschaftliche Exzellenz, fundierte Ausbildung und vertrauenswürdige KI-Anwendungen

Die Ausbildung der nächsten Generation von KI-Expert*innen nimmt im Lamarr-Institut eine zentrale Rolle ein – von der Vermittlung erster KI-Kenntnisse in der Schule über die wissenschaftliche Ausbildung an den beiden Partner-Universitäten bis hin zur Weiterbildung von Fachkräften in Unternehmen durch die beteiligten Fraunhofer-Institute. Benannt nach der österreichisch-amerikanischen Erfinderin Hedy Lamarr, die für ihre Pionierarbeiten zu den Vorläufern von Bluetooth und WLAN bekannt ist, spielt für das neue Institut auch die Anwendung in der Praxis eine zentrale Rolle: „Neben der Forschung und der fundierten Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses wird der Transfer in die Industrie in Form von Wissen, Expertise und ethisch verantwortungsvollen Anwendungen im Vordergrund stehen. Schon jetzt werden unsere maschinellen Lernverfahren in mehr als 50 Krankenhäusern zur Diagnosecodierung eingesetzt, helfen Highspeed-Robotern in der Logistik oder sind Teil einer weltweit führenden KI-Analysesoftware“, sagte Co-Direktor Prof. Stefan Wrobel.

NRW-Wissenschaftsministerin Ina Brandes betonte: „Nachhaltigkeit und Ethik in der KI sind zentrale Themen des neuen Instituts. Sie sind entscheidend dafür, dass die Menschen der KI im Alltag vertrauen können. Wir erleben in allen Lebensbereichen eine rasante Entwicklung durch den Einsatz von KI. Dabei wollen wir sicherstellen, dass nicht nur bestimmte Geschäftsmodelle von KI profitieren, sondern auch hohe ethische Maßstäbe und Nachhaltigkeits-Ansprüche erfüllt werden.“

Das Lamarr-Institut geht aus dem bisherigen Kompetenzzentrum Maschinelles Lernen Rhein-Ruhr (ML2R) hervor und wird geleitet von Prof. Katharina Morik, Prof. Stefan Wrobel, Prof. Christian Bauckhage und Prof. Michael ten Hompel.

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Der Campus der TU Dortmund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dortmund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dortmund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dortmund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Universität ausgeschildert.
Für E-Autos gibt es eine Ladesäule am Campus Nord, Vogelpothsweg.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dortmund Universität“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 15- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dortmund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Universität mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dortmund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dortmund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dortmund Universität S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dortmund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dortmunder Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Universität. Ein größeres Angebot an internationalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Universität zu erreichen ist.

Die Einrichtungen der TU Dortmund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hochschule im angrenzenden Technologiepark. Genauere Informationen können Sie den Lageplänen entnehmen.