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Son­der­for­schungs­be­reich/Trans­re­gio 142 geht erneut in die Ver­län­ge­rung

Fa­kul­tät Physik an großen DFG-Projekten be­tei­ligt

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Das Bild zeigt einen Lichtstrahl © Uni­ver­si­tät Pa­der­born​/​Besim Mazhiqi
Wis­sen­schaft­ler*innen der Uni Pa­der­born und der TU Dort­mund verfolgen im nun verlängerten SFB einen in­ter­dis­zi­pli­nä­ren Ansatz zur Realisierung neuartiger pho­to­ni­scher Sys­te­me.

Die Deut­sche Forschungs­gemein­schaft (DFG) hat am 25. No­vem­ber die erneute Ver­län­ge­rung des Son­der­for­schungs­be­reichs (SFB)/Transregios 142 „Maß­ge­schnei­der­te nichtlineare Pho­to­nik: Von grundlegenden Kon­zep­ten zu funk­ti­o­nel­len Strukturen“ be­kannt­ge­ge­ben. In dem Ver­bund­pro­jekt der Uni­ver­si­tät Pa­der­born mit der TU Dort­mund geht es um die Grund­la­gen der Pho­to­nik und Quantenoptik. Ziel ist es, im Be­reich nichtlinearer pho­to­ni­scher Sys­te­me, z. B. in der Informations- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­no­lo­gie, neue Wege durch die gezielte Manipulation von Licht zu beschreiten. TU-Physiker sind zudem an ei­nem neuen Son­der­for­schungs­be­reich der Ruhr-Uni­ver­si­tät Bo­chum be­tei­ligt.

Der SFB wurde 2013 – zu­nächst für vier Jahre – von der DFG bewilligt und mit rund zehn Mil­lio­nen Euro ge­för­dert. Die zweite Ver­län­ge­rung um wei­tere vier Jahre wurde 2018 be­kannt­ge­ge­ben. Nun geht der Trans­re­gio in die dritte Phase. Bei dem Vorhaben wer­den die Expertisen der Uni­ver­si­tät Pa­der­born in den Be­rei­chen der photonischen Ma­te­ri­alien und der Quantenoptik sowie der TU Dort­mund im Be­reich der nichtlinearen Spektroskopie kom­bi­niert.

„Mit der erneuten Ver­län­ge­rung kön­nen wir die Grund­la­gen­for­schung auf den Gebieten der Optoelektronik und Pho­to­nik weiter vorantreiben und so Konzepte und An­wen­dungen ent­wi­ckeln, die z. B. zu einer schnel­leren, effizienteren und vor allem sicheren Kom­mu­ni­ka­ti­on beitragen kön­nen“, sagt die SFB-Sprecherin Prof. Christine Silberhorn vom Pa­der­borner Department für Physik.

„Seit acht Jah­ren bauen wir die Ko­ope­ra­ti­on zwi­schen Pa­der­born und Dort­mund auf der Basis unserer komplementären Expertisen kontinuierlich aus. Es freut uns sehr, dass das von den Gut­ach­ten­den erneut gewürdigt wurde, ebenso wie unsere Pläne für die nächsten vier Jahre“, sagt Prof. Manfred Bayer, Stand­ort­spre­cher des SFB und Rektor der TU Dort­mund.

Photonen: Großes Potenzial

Porträtfoto von Prof. Manfred Bayer © Benito Barajas​/​TU Dort­mund
Prof. Manfred Bayer ist Stand­ort­spre­cher des SFB.

Dank ihrer speziellen Ei­gen­schaf­ten gelten Photonen – kleine Lichtteilchen, aus denen elektromagnetische Strahlung besteht – als Schlüssel für die Ent­wick­lung einer neue Ge­ne­ra­ti­on von IT-Systemen. Spezielle Me­tho­den zur Er­zeu­gung und Ge­stal­tung von Photonen haben bei­spiels­wei­se das Potenzial, zu­künf­tig neue Konzepte zur Codierung von In­for­ma­ti­onen zu liefern.

Die Wis­sen­schaft­ler*innen ar­bei­ten an maß­ge­schnei­derten photonischen Systemen mit neu­ar­ti­gen Funk­ti­o­na­li­tä­ten. Ziel ist es, die For­schungs­ak­ti­vi­tä­ten von den Grund­la­gen der Licht- und Ma­te­ri­al­phy­sik bis hin zur An­wen­dung zu treiben. Das SFB-Team verfolgt hierfür einen in­ter­dis­zi­pli­nä­ren Ansatz zur Realisierung neuartiger pho­to­ni­scher Sys­te­me. Kritische Tech­no­lo­gi­en, die der Ent­wick­lung zugrunde liegen, wer­den dabei sukzessive etabliert und von der Grund­la­gen­for­schung in die An­wen­dung gebracht.

Von der TU Dort­mund sind neben Prof. Manfred Bayer auch Dr. Ilya Akimov, Prof. Marc Aßmann, Prof. Mirko Cinchetti, Prof. Christoph Lange, Dr. Claudia Ruppert, Dr. Alexey Scherbakov und Prof. Dmitri Yakovlev am SFB 142 be­tei­ligt.

TU-Physiker auch an neuem SFB 1491 der RUB be­tei­ligt

Die DFG hat au­ßer­dem be­schlos­sen, den Son­der­for­schungs­be­reich 1491, bei dem die Ruhr-Uni­ver­si­tät Bo­chum Sprecherhochschule ist, neu ein­zu­rich­ten. Bei allen Fortschritten auf dem Gebiet der Astrophysik ist die In­ter­ak­ti­on von kosmischer Strahlung und Ma­te­rie noch lange nicht aus­rei­chend er­forscht. Der Son­der­for­schungs­be­reich „Das Wechselspiel der kos­misch­en Ma­te­rie – von der Quelle bis zum Signal“ will da­her das Zu­sam­men­spiel von Ma­te­rie und Energie mit besonderem Fokus auf den Ener­gie­trans­fer zwi­schen mag­ne­tischen Feldern, kosmischer Strahlung, thermischen Plasmen sowie Dunkler Ma­te­rie sys­te­ma­tisch un­ter­su­chen. Damit will er einen Bei­trag leisten, die grundlegenden Ei­gen­schaf­ten von Ma­te­rie im Universum zu ent­schlüs­seln. 16 For­schen­de wol­len ver­ste­hen, wie kleine Galaxien wie unsere Milch­straße funk­ti­o­nie­ren, aber auch große, in deren Kern sich ein aktives, su­per­mas­si­ves schwarzes Loch be­fin­det. Hierzu wer­den theoretische as­tro­phy­si­ka­li­sche Mo­del­le mit ex­pe­ri­men­tel­len Be­ob­ach­tun­gen aller Wel­len­län­gen und Teilchen verknüpft. Des Weiteren liefert der SFB Wissen über die fun­da­men­ta­len Ei­gen­schaf­ten der Ma­te­rie aus the­o­re­tisch­en Rechnungen, kosmologischen Be­ob­ach­tun­gen und irdischen Ex­pe­ri­men­ten zu Teil­chen­wech­sel­wir­kun­gen. Sprecherin ist Prof. Julia Tjus von der Ruhr-Uni­ver­si­tät Bo­chum.

In den neuen SFB 1491 bringen auch vier Physiker der TU Dort­mund ih­re Expertise aus der Teilchen- und As­tro­teil­chen­phy­sik ein: Prof. Johannes Albrecht, Dr. Dominik Elsässer, Prof. Wolfgang Rhode und Prof. Bernhard Spaan.

Film des Son­der­for­schungs­be­reichs 142

 

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Anfahrt & Lageplan

Der Cam­pus der TU Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Cam­pus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Cam­pus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Uni­ver­si­tät ausgeschildert.
Für E-Autos gibt es eine Ladesäule am Cam­pus Nord, Vo­gel­pothsweg.

Direkt auf dem Cam­pus Nord be­fin­det sich die S-Bahn-Station „Dort­mund Uni­ver­si­tät“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 15- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dort­mund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bo­chum, Essen und Duis­burg. Außerdem ist die Uni­ver­si­tät mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu er­rei­chen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, au­ßer­dem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dort­mund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwi­schen Dort­mund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Cam­pus Süd und Dort­mund Uni­ver­si­tät S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwi­schen Cam­pus Nord und Cam­pus Süd. Diese Stre­cke legt sie in zwei Minuten zu­rück.

Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Uni­ver­si­tät. Ein größeres Angebot an inter­natio­nalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Ki­lo­me­ter entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Uni­ver­si­tät zu er­rei­chen ist.

Die Ein­rich­tun­gen der TU Dort­mund verteilen sich auf den größeren Cam­pus Nord und den kleineren Cam­pus Süd. Zu­dem befinden sich einige Bereiche der Hoch­schu­le im angrenzenden Technologiepark. Genauere In­for­ma­ti­onen kön­nen Sie den Lageplänen entnehmen.