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Neue Holzpelletanlage

Wichtiger Schritt auf dem Weg zur nachhaltigen Wärmeerzeugung

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Foto: Ein großes technisches Bauteil wird mit einem Kran durch eine Öffnung in einem Betongebäude gehoben. © BLB NRW
Die Elemente des riesigen Kessels wurden mit einem Kran in das Heizwerk an der Emil-Figge-Straße 71 eingesetzt, wo sie künftig zur nachhaltigen Wärmeerzeugung beitragen werden.
Die TU Dortmund möchte zukünftig mehr Strom und Wärme aus regenerativen Energiequellen selbst produzieren. Als erste von drei geplanten Maßnahmen wurde Mitte Februar ein neuer 33 Tonnen schwerer Pelletkessel geliefert. Dieser soll spätestens zum Start der nächsten Heizperiode bis zu zwei Megawatt Feuerwärmeleistung liefern. Als Brennstoff werden dabei ausschließlich Holzreste aus der Industrie verwendet.

Ein 150-Tonnen-Kran hievte den Stahlkoloss am 10. Februar in den neuen Anbau des Gebäudes, den der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB NRW) eigens dafür im Heizwerk an der Emil-Figge-Straße 71 errichtet hatte. Zu einem späteren Zeitpunkt werden noch zwei 13 Meter hohe Silos für die Pellets geliefert, mit denen der Kessel befeuert wird, sowie ein ähnlich großer Wärmespeicher, um über Nacht Wärme für den Tagesbetrieb vorproduzieren zu können. Die zertifizierten Holzpellets bestehen aus getrockneten, naturbelassenen Sägeabfällen, vor allem aus Sägemehl und Hobelspänen. 

Die neue Holzpelletanlage kann mit einer Feuerungswärmeleistung von 2 MW einen wesentlichen Teil der Grundlast des Wärmbedarfs auf dem Campus für Heizung und Warmwasser decken. An einem Drittel der Tage im Jahr reicht dies für den Gesamtbedarf, an den kälteren Tagen muss zugeheizt werden: Dazu betreibt die TU Dortmund drei Gaskessel, die herkömmlich aus Erdgas Wärme bereitstellen, sowie drei Blockheizkraftwerke, die aus Erdgas hocheffizient Wärme und Strom erzeugen. Im Vergleich zur herkömmlichen Gasverbrennung verbessert die neue Pelletfeuerung die Bilanzwerte für CO2-Emissionen sowie den Primärenergieeinsatz erheblich, sodass die Universität künftig auch die Zielwerte des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) für Neubauten erreicht. Die Inbetriebnahme der neuen Anlage ist für den Spätsommer geplant, damit sie pünktlich zur neuen Heizperiode im Herbst 2026 läuft.

Strom aus Photovoltaik und Windkraft

Die neue Holzpelletanlage ist der erste Schritt, um regenerative Quellen stärker zu nutzen und Energie nachhaltig zu erzeugen. Noch im Jahr 2026 soll außerdem eine Freiflächen-Photovoltaikanlage an der Emil-Figge-Straße neben dem HGÜ-Testzentrum errichtet werden. Mit einer Leistung von rund 1,65 MWp wird sie etwa fünf Prozent des Eigenbedarfs der Universität an Strom decken. Wenn temporär mehr Strom erzeugt als verbraucht wird, kann ein Batteriespeicher die überschüssige Energie aufnehmen. Nachdem bereits die archäologischen Voruntersuchungen auf der 14.000 Quadratmeter großen Freifläche abgeschlossen und kleinere Funde gesichert wurden, kann im Sommer mit dem Aufbau der Anlage begonnen werden.

Auch für die Errichtung einer Windkraftanlage auf einem Feld am Campus Süd haben die Vorplanungen mit dem BLB NRW und einem potenziellen Betreiber begonnen. Ein etwa 110 Meter hohes Windrad – vom Boden bis zur Nabe – könnte voraussichtlich 10.000 MWh im Jahr erzeugen und damit rechnerisch bis zu 25 Prozent des Eigenbedarfs an Strom für die TU Dortmund decken.