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TU Dortmund und IHK zu Dortmund gewähren beim AutoTag Einblicke in die Zukunft der Mobilität

Seit 2006 widmet sich der DortmunderAutoTag neuen wissenschaftlichen und technischen Einblicken im Bereich der Automobilindustrie und hat sich seitdem als Diskussionsplattform für Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Produktion fest etabliert. Am Donnerstag, den 13. September, fand die Tagung, die die Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der TU Dortmund gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer zu Dortmund veranstaltet, zum dreizehnten Mal statt.

Während der Fachtagung in den Räumen der IHK standen die wichtigen automobilen Schwerpunktthemen Elektromobilität und automatisiertes Fahren im Mittelpunkt. Namhafte Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft diskutierten die technische Ausgestaltung der individuellen Verkehrsmittel in den Verkehrskonzepten der Zukunft, um die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen und um den mit der Mobilität verbundenen Ressourcenverbrauch zu reduzieren. Die fachlichen Vorträge zeigten innovative Entwicklungen und boten die Basis für konstruktive Fachgespräche.


Autonomes Fahren

„Autonome Fahrzeuge werden die individuelle Mobilität in der Zukunft prägen. Autonome Fahrzeuge sind aus heutiger Sicht aber keine Zukunftsmusik mehr, die nur in Testprojekten fahren“, sagte Prof. Torsten Bertram von der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der TU Dortmund. „Robobusse und Robotaxis sind bereits an vielen Orten auf der Welt im täglichen Einsatz und liefern Ergebnisse und Erfahrungen für das automatisierte Fahrzeug für den Otto Normalverbraucher. Die alltäglichen Probleme ergeben sich beispielsweise aus großen Regentropfen oder Tüten, die im Fahrweg liegen, da die Sensoren mit der nachgeschalteten Informationsverarbeitung gerne darin einmal Objekte als Hindernisse erkennen und das Robomobil zum Stoppen bringen. Die ersten erfolgreichen Schritte zeigen, dass der Weg zum autonomen Fahrzeug für die individuelle Mobilität noch lang und steinig ist.“ Automatisiertes und am Ende der Entwicklung autonomes Fahren kann nicht nur der Logistikbranche, sondern allen Unternehmen spürbare Vorteile bringen. Das zeigt eine vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) beauftragte Studie. „Der Straßenverkehr wird kostengünstiger, zuverlässiger, sicherer und umweltfreundlicher", erläuterte Wulf-Christian Ehrich, stellv. IHK-Hauptgeschäftsführer. Der Analyse zufolge lassen sich die Nutzungskapazitäten auf deutschen Autobahnen durch automatisiertes beziehungsweise autonomes Fahren um zehn Prozent steigern, an Verkehrsknoten sogar verdoppeln. „Das trägt – zusammen mit dem Ausbau des Verkehrsnetzes – dazu bei, Staus zu vermeiden", so Ehrich.

Die jüngsten Ankündigungen der Automobilhersteller und Zulieferer zeigen, wohin die Reise im Automobilgeschäft geht. Die Automatisierung der Fahraufgabe, also die Unterstützung der Fahrerin und des Fahrers durch mechatronische Systeme, wird mit großem Engagement verfolgt. Diese Entwicklung wird bestimmt durch eine Evolution von den bisherigen Fahrerassistenzsystemen hin zum automatisierten Fahren. Die Basistechnologien für das automatisierte Fahren sind bereits verfügbar beziehungsweise haben einen guten Entwicklungsstand erreicht. Mehr als vormals bei anderen Innovationen im Kraftfahrzeug spielen gesellschaftliche, ethische und rechtliche Aspekte eine zunehmende Rolle bei der Entwicklung, Realisierung und Einführung der Systeme. Der 13. DortmunderAutoTag legte einen Schwerpunkt auf das automatisierte Fahren.


Elektromobilität

Die Elektromobilität als zweites Schwerpunktthema hat sowohl Einfluss auf die technische Gestaltung der Fahrzeuge als auch auf die Erzeugung und Speicherung der elektrischen Energie, neue Materialien und Komponenten für Leichtbaukonstruktionen, Information und Kommunikation oder auch die Integration in den Verkehrsfluss unter Berücksichtigung der individuellen Mobilitätskonzepte. Vorangetrieben wird die Elektrifizierung wesentlich durch neue Klimaschutzziele, da die Innovationen zur Verbrauchsreduzierung und Ressourceneinsparung konventioneller Antriebe kaum noch wirtschaftlich darstellbar sind. Dem gegenüber steht der Kunde, der sich mit den Fragen der geringeren Reichweite und den längeren Ladevorgängen sowie den damit verbundenen Abrechnungsmodalitäten verschiedener Stromerzeuger auseinandersetzen darf. In der Folge kommt das Elektroauto trotz vieler Investitionen bisher kaum in Fahrt, es fehlt an echten Anreizen für den Endverbraucher.


DortmunderAutoTag

Als etabliertes Diskussionsforum zu den Fachgebieten automatisiertes Fahren und Elektromobilität lud der DortmunderAutoTag auch in diesem Jahr dazu ein, die Trends der individuellen Mobilität zu diskutieren. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der TU Dortmund sind im Rahmen zahlreicher Kooperationsprojekte mit Automobilherstellern sowie Zulieferern und öffentlich geförderten Projekten an wesentlichen Fragestellungen der zukünftigen Mobilität durch grundlagenorientierte und anwendungsausgerichtete Forschung beteiligt.

In der begleitenden Fachausstellung konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des DortmunderAutoTages über folgende Unternehmen im Umfeld des automatisierten Fahrens und der Elektromobilität informieren: AMETEK CTS Europe GmbH (Kamen), BMW Niederlassung Dortmund, EMC Test NRW GmbH (Dortmund), eShare.one GmbH (Dortmund), HELLA GmbH & Co. KGaA (Lippstadt), Mercedes-Benz Niederlassung Dortmund, Smart Mechatronics GmbH (Dortmund) und Toellner Electronic Instrumente GmbH (Herdecke).

Das Forum wird jährlich in Dortmund vom Bereich für Regelungssystemtechnik der TU Dortmund in Zusammenarbeit mit der IHK zu Dortmund veranstaltet.


Weitere Informationen:


Autotag-Panorama2 kl Autotag-Panorama1 kl

Fotos: Dorothe Lunte/ TU Dortmund



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