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Zwei Erfindungen der TU Dortmund für die NRW-Patent-Validierung empfohlen

Um die Entwicklungslücke zwischen Patentanmeldung und Nutzung einer Erfindung durch Wirtschaft und Gesellschaft zu schließen, fördert das Land NRW mit dem Programm „NRW-Patent-Validierung“ vielversprechende, zum Patent angemeldete Hochschulerfindungen. Gleich zwei Projekte der TU Dortmund hat die Jury dafür empfohlen: Die Erfindung eines flexiblen Werkzeuges zum Biegen von Profilen von Prof. A. Erman Tekkaya und Rickmer Meya von der Fakultät Maschinenbau sowie die Entwicklung eines Plug’n’Control-Systems zur Gerätekopplung mittels strommodulierter Nachrichten von Prof. Christian Rehtanz, Christoph Aldejohann, Thomas Wohlfahrt und Jonas Maasmann von der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik.

Kombiniertes Walzen und Profilbiegen

Prof. A. Erman Tekkaya und Rickmer Meya haben eine Technik entwickelt, die Walzen und Profilbiegen kombiniert. Hierbei wird Druckspannung überlagert, wodurch ein Profil bei geringerer Kraft zwei- oder dreidimensional gebogen werden kann. Das Verfahren erhöht die Genauigkeit beim Biegen und kann bei unterschiedlichen Werkstoffen sowie hochfesten Stählen angewendet werden. Gleichzeitig können komplexe Leichtbaustrukturen, beispielsweise für die Bereiche Automotive und Flugzeugbau, gefertigt werden. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass der Profilquerschnitt lokal reduziert und somit ein belastungsangepasstes Bauteil hergestellt werden kann. Das zum Patent angemeldete Verfahren wurde bereits durch numerische Methoden untersucht, um nachzuweisen, dass sich die Biegekraft verringert. Derzeit wird eine detaillierte experimentelle Studie vorbereitet, die das kombinierte Walzen und Profilbiegen grundlegend weiterentwickelt.

 
Plug'n'Control

Prof. Christian Rehtanz und sein Team haben mit Plug’n’Control eine Technologie entwickelt, bei der Elektrofahrzeuge oder Elektrogeräte automatisch und systemübergreifend mit Steuerungssystemen in Smart Grids und Smart Homes gekoppelt werden können. Plug’n’Control nutzt hierzu die spezifischen Eigenschaften eines Niederspannungsnetzes und bietet eine Alternative zu anderen Anmeldeverfahren wie QR-Codes. Die Technologie ermöglicht eine Lokalisierung und Steuerung leistungsintensiver Verbraucher über mehrere Ebenen. Eingesetzt werden kann sie insbesondere im Netz-Engpass-Management und in Abrechnungssystemen für mobile Verbraucher wie beispielsweise Elektrofahrzeuge. Das Verfahren zeichnet aus, dass es Plug’n’Play-fähig ist, ohne aufwändige IT-Infrastruktur-Erweiterung auskommt und an bestehende Netzanschlüsse angeschlossen werden kann. Zudem ist das Verfahren kostengünstig realisierbar. Die Technologie wurde zum Patent angemeldet und erfolgreich durch Simulationen und Experimente getestet.

 

Das Projekt Plug’n‘Control umfasst zudem eine Erfindung, die Schaltnetzteile zur Leistungskorrektur als Kommunikationsschnittstellen nutzt. Die Netzteile sind in sämtlichen Geräten mit einer Leistungsaufnahme ab 75 Watt integriert. Mithilfe des neuen Verfahrens werden die Schaltungen zu intelligenten Kommunikationsschnittstellen erweitert. Kombiniert mit Plug’n’Control lassen sich dadurch intelligente Abrechnungs- und Steuerungssysteme für mobile Verbraucher aufbauen. Die weitere Validierung wird im Smart Grid Technology Lab der TU Dortmund erfolgen.

 
Centrum für Entrepreneurship & Transfer

An der TU Dortmund betreut das Centrum für Entrepreneurship & Transfer (CET) Erfinderinnen und Erfinder bei der Anmeldung, Weiterentwicklung und Verwertung von Hochschulerfindungen und Patenten. Dazu gehören die Antragstellung in Drittmittelprogrammen wie „NRW-Patent-Validierung“ und die Koordinierung der Patentanmeldung. So steigen die Chancen auf Lizenzierung oder Verkauf der Erfindung. Bei der technischen und wirtschaftlichen Bewertung der Erfindungen und der Suche nach späteren Lizenz- und Verwertungspartnern wird das CET von der Patentverwertungsagentur PROvendis der NRW-Hochschulen unterstützt. Aktuell läuft die dritte Runde des Förderprogramms „NRW-Patent-Validierung“. Neben den beiden Projekten der TU Dortmund hat die Jury zwölf weitere schutzrechtlich gesicherte Erfindungen von NRW-Hochschulen zur Förderung empfohlen.



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