TU-Azubis zählen zu den Besten in Bund und Land
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Wenn in der Werkstatt Glas erhitzt und unter präzisen Handbewegungen zu filigranen Apparaturen geformt wird, zeigt sich das handwerkliche Können von Lea Hering. Die Glasapparatebauerin gehört zu den besten Auszubildenden ihres Jahrgangs deutschlandweit. „Mir war wichtig, einen Beruf zu erlernen, bei dem man am Ende sieht, was man geschaffen hat“, sagt sie. An der TU Dortmund schätzt sie besonders die Vielfalt der Aufgaben: „Man macht nicht jeden Tag das Gleiche.“ Auch die Möglichkeit, als Auszubildende in ruhigeren Zeiten eigene Arbeiten umzusetzen, empfand sie als bereichernd.
Bei den Abschlussprüfungen der Industrie‑ und Handelskammer (IHK) gehörte Lea Hering zu den 211 besten Absolvent*innen unter rund 250.000 Prüflingen in ganz Deutschland und zählte zudem zu den Besten in Nordrhein-Westfalen. Für ihre herausragende Leistung wurde sie sowohl bei der Landesbestenehrung in Soest als auch bei der nationalen Bestenehrung in Berlin ausgezeichnet.
Handwerk mit Präzision und Kreativität
Während ihrer Ausbildung in den Werkstätten der Fakultät für Chemie und Chemische Biologie fertigte Lea Hering Spezialgeräte für Forschungslabore an und reparierte empfindliche Glaskomponenten – Arbeiten, die ein hohes Maß an Präzision erfordern. „Hier wird man von mehreren erfahrenen Kolleg*innen betreut. Jeder zeigt seine eigene Technik, sodass man nach und nach einen eigenen Stil entwickelt“, erklärt sie. Nach ihrem Abschluss wurde sie von der TU Dortmund unbefristet übernommen.
Technik für Forschungseinrichtungen
Zu den Besten seines Fachs zählt auch Geronimo Hüttermann, Elektroniker für Geräte und Systeme. Er ist NRW‑Landessieger in seinem Ausbildungsberuf und erreichte in der IHK‑Abschlussprüfung 99 von 100 Punkten. Damit gehört er genauso wie Lea Hering zu den insgesamt 124 Besten aus ganz Nordrhein-Westfalen – und zu den zehn Top-Azubis aus dem Bezirk der IHK zu Dortmund.
In seiner täglichen Arbeit übernimmt Geronimo Hüttermann Reparaturen und den Neubau elektronischer Geräte – vom Messinstrument bis zum komplexen Systembauteil. „Wir haben hier teilweise noch Geräte aus den 1960er-Jahren“, berichtet er. Viele der alten Maschinen seien sehr robust und ließen sich gut instandsetzen. Nachhaltigkeit spielt dabei eine wichtige Rolle: Die Geräte werden weiterverwendet oder umgebaut, statt ersetzt zu werden. Geronimo Hüttermann bleibt auch nach seiner Ausbildung zunächst an der TU Dortmund tätig. Langfristig möchte er seinen Techniker machen.

Ausbildung an der TU Dortmund
Die TU Dortmund beschäftigt derzeit rund 130 Auszubildende in vielen verschiedenen Berufen und zählt damit zu den größten Ausbildungsbetrieben in Dortmund. Zu den Ausbildungsberufen an der TU Dortmund gehören neben Glasapparatebauer*innen und Elektroniker*innen für Geräte und Systeme auch Mediengestalter*innen für Bild und Ton, Fachangestellte*r für Medien- und Informationsdienste, Zerspanungsmechaniker*innen, Chemielaborant*innen, Fachinformatiker*innen für Systemintegration, Industriemechaniker*innen, Technische Produktdesigner*innen, Werkstoffprüfer*innen, Kaufleute für Büromanagement, Kaufleute für Sport- und Fitness sowie dual Studierende für Software- und Systemtechnik.
Interessierte können sich für Ausbildungsplätze ab August 2026 bewerben.



















