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Dortmunder Gambrinus Fellowships

Gambrinus-Forum

Die Dort­mun­der Gambrinus Fellowships wurden 1993 anlässlich des 700-jährigen Braurechts der Stadt Dort­mund vom Verband Dort­mun­der Bierbrauer ins Leben gerufen. Sie ermöglichen Forschungsaufenthalte ausländischer Wis­sen­schaft­ler­in­nen und Wissen­schaft­ler an der TU Dort­mund.

In den vergangenen 29 Jahren konnten aus Gambrinus-Mitteln mehr als 200 Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftler in Dortmund begrüßt werden, was zu zahlreichen internationalen Kooperationen im Bereich der Forschung geführt hat. Höhepunkt der jährlichen Gambrinus-Aktivitäten bildet das „Gambrinus-Forum“, traditionell im Westfälischen Industrieklub. Hier wenden sich international renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit Vorträgen an eine breite, auch außeruniversitäre Öffentlichkeit.

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Rückblick

29. Gambrinus-Forum im Westfälischen Industrieklub

Am 27. Oktober lud die TU Dortmund erneut Vertreter*innen der Stadtgesellschaft zu wissenschaftlichen Vorträgen in die Dortmunder Innenstadt ein. Beim 29. Gambrinus-Forum sprach der Ökonom Prof. Martin Ihrig von der New York University über nachhaltiges Wachstum in der Wissensgesellschaft. Prof. Martin Paul, Rektor der Ruhr-Universität Bochum, stellte das Ruhr Innovation Lab vor. Mit diesem Projekt bewerben sich die RUB und die TU Dortmund gemeinsam als Exzellenzverbund. Im Rahmen der Veranstaltung wurden zudem erneut die Internationalisierungspreise der TU Dortmund verliehen.

Prof. Manfred Bayer begrüßte zahlreiche Gäste aus Wissenschaft, Industrie und Stadtgesellschaft im Westfälischen Industrieklub. Der Rektor der TU Dortmund betonte, das Gambrinus-Forum habe zum Ziel, den Dialog zwischen Wissenschaft und Stadtgesellschaft zu stärken.

Wissensressourcen strategisch weiterentwickeln

Der Ökonom Prof. Martin Ihrig, der für das Gambrinus-Forum aus New York angereist war, sprach über nachhaltiges Wachstum in einer wissensbasierten Gesellschaft und einer gleichzeitig unsicheren Welt. Um das Wissen in Organisationen – seien es Unternehmen, Kommunen oder Universitäten – strategisch weiterzuentwickeln, sei zunächst eine Bestandsaufnahme notwendig. Dabei sollte das „proprietäre Wissen“ berücksichtigt werden, das sehr strukturiert und nicht diffundiert ist, wie etwa Schutzrechte und geistiges Eigentum. Außerdem müsse das „persönliche Wissen“ von Fachexpert*innen berücksichtigt werden, das meist unstrukturiert und nicht diffundiert ist. Hinzu kommen das „vorherrschende Verständnis“, etwa branchenweit verbreitete Überzeugungen, sowie das „öffentliche Wissen“, das beispielsweise in Unternehmenspublikationen festgehalten ist. In seinen Beratungen empfiehlt Prof. Ihrig, stets ein strategisches Portfolio all dieser Wissensressourcen und ihrer Beziehungen untereinander zu erarbeiten und zu visualisieren, um das Wissen dann strategisch weiterentwickeln zu können. So kann eine Organisation Innovationen hervorbringen und nachhaltig wachsen.

Prof. Martin Ihrig lebt und arbeitet seit rund 20 Jahren in den USA. Aktuell ist der Betriebswirtschaftler an der New York University (NYU) sowie an der Wharton School der University of Pennsylvania tätig. Zudem ist er Mitbegründer und Präsident des I-Space-Instituts, das Organisationen bei der Entwicklung von Innovations- und Wachstumsstrategien unterstützt.

Im Ruhr Innovation Lab neue Freiräume schaffen

Prof. Martin Paul, Rektor der Ruhr-Universität Bochum (RUB), hat das Ruhr Innovation Lab vorgestellt. Unter diesem Namen treten die TU Dortmund und die RUB zusammen in der zweiten Runde der Exzellenzstrategie an. Gemeinsam möchten die beiden Unis einen Experimentierraum schaffen, wo neue Freiräume für die Forschung entstehen und aus Grundlagenforschung innovative Lösungen erwachsen. Dafür solle auch die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Industrie und Zivilgesellschaft neu gedacht werden. Das Ruhrgebiet eigne sich hierfür besonders, da es bereits gezeigt hat, wie sich Wirtschaft und Gesellschaft positiv und nachhaltig verändern können. Mit 22 Hochschulen und zahlreichen außeruniversitären Forschungseinrichtungen hat es sich zu einer starken Wissensregion gewandelt.

Aufbauen können die RUB und die TU Dortmund auf der Universitätsallianz Ruhr, in der sie gemeinsam mit der Universität Duisburg-Essen (UDE) bereits seit 2007 strategisch eng zusammenarbeiten. In vier Profilschwerpunkten weisen die beiden Universitäten bereits exzellente Spitzenforschung auf, darunter nachhaltige Chemie, vertrauenswürdige IT-Systeme, neuartige Materialien sowie die Natur der Materie, so Prof. Paul. Auch im Bereich Transfer und Start-ups sind die TU Dortmund und die RUB sehr gut aufgestellt. So haben sie gemeinsam mit der UDE und weiteren Partnern im Sommer mit der BRYCK Startup Alliance eine Förderung als eine von zehn Startup Factories Deutschlands eingeworben. Die Vision des Ruhr Innovation Labs sei es, durch Forschung und Innovation dazu beizutragen, Wohlstand und Werte zu sichern und die Vertrauenswürdigkeit von Informationen zu stärken, erklärte Prof. Martin Paul. Nach der Einreichung des Antrags am 12. November und der Begutachtung im nächsten Frühjahr wird im Oktober 2026 bekanntgegeben, welche 15 Exzellenzuniversitäten und -verbünde gefördert werden.

Prof. Martin Paul ist seit 2021 Rektor der RUB. Davor war der Pharmakologe zehn Jahre lang Präsident der Universität Maastricht. Geforscht und gelehrt hat er zudem an der FU Berlin und der Charité. Ab 2016 gehörte er mehrere Jahre dem Expertengremium der Deutschen Exzellenzstrategie an.

Internationalisierungspreise in vier Kategorien verliehen

Im Rahmen des Gambrinus-Forums wurden wieder die Internationalisierungspreise der TU Dortmund verliehen. Prof. Tessa Flatten, Prorektorin Internationales, würdigte damit besonderes internationales Engagement in den Bereichen Lehre, Forschung, Transfer und Verwaltung.

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