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Künstliche Intelligenz in Kunst und Kultur

Landesweites KI-Kompetenznetzwerk in Dortmund gestartet

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Foto: Personen in einem blau beleuchteten Raum. © lustre art group​/​stock.adobe.com
„K3 KI.Kunst.Kultur“ fördert die Anwendung von Künstlicher Intelligenz in Kunst und Kultur in Nordrhein-Westfalen.
Künstliche Intelligenz (KI) eröffnet neue kreative Möglichkeiten für Kunst und Kultur. Gleichzeitig kann sie die Art und Weise, wie Werke entstehen, präsentiert und entlohnt werden, jedoch auch grundlegend verändern. Um Künstler*innen bei der Nutzung dieser Chancen und der Bewältigung der damit verbundenen Herausforderungen zu unterstützen, hat das Land Nordrhein-Westfalen das Kompetenznetzwerk „K3 KI.Kunst.Kultur – NRW Kompetenznetzwerk“ eingerichtet. Es verbindet 23 Institutionen aus den Bereichen Kultur, Hochschulen und Kulturpolitik, darunter auch die TU Dortmund. Die Geschäftsstelle des Netzwerks ist seit dem 1. März am Theater Dortmund angesiedelt und wird bis Ende 2028 mit rund zwei Millionen Euro gefördert.

„Künstliche Intelligenz bedeutet für Künstlerinnen und Künstler eine große Chance – und ist gleichzeitig in manchen Bereichen auch eine riesige Herausforderung:  Viele Künstlerinnen und Künstler fragen sich, was die Entwicklungen für ihren Beruf und ihr Handeln bedeuten. Wir unterstützen unsere kreativen Köpfe, indem wir das großartige Wissen über KI in Kunst und Kultur in unserem Land besser vernetzen, vergrößern und nutzbarer machen. Mit dem K3-Netzwerk sind wir bundesweit Vorreiter. Davon profitieren unsere Kulturhäuser und ihre Angebote, die nirgendwo in Europa so vielfältig sind wie in Nordrhein-Westfalen“, sagte Ina Brandes, NRW-Ministerin für Kultur und Wissenschaft, bei der Vorstellung des neuen Kompetenznetzwerks. 

Ministerin Ina Brandes (4.v.r. vorne), Dortmunds Oberbürgermeister Alexander Kalouti (3.v.r. vorne), FH-Rektorin Prof. Tamara Appel (3.v.r. hinten) und TU-Rektor Prof. Manfred Bayer (2.v.l. hinten) bei der Eröffnung von „K3 KI.Kunst.Kultur“.

In einem europaweiten Vergabeverfahren hatte sich das Konsortium unter der Leitung des Theaters Dortmund durchgesetzt. Die dort ansässige Akademie für Theater und Digitalität übernimmt nun die Einrichtung der Geschäftsstelle. Ziel ist es, Fort- und Weiterbildungen, mehrmonatige Schulungen sowie künstlerische Residenzen anzubieten. Die TU Dortmund bringt ihre Expertise aus dem Seminar für Kunst und Kunstwissenschaft, in dem Künstler*innen und Wissen­schaft­ler*innen künstlerisch arbeiten und forschen, sowie aus dem Lamarr-Institut für Maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz in das Konsortium ein. 

Kernelemente des Netzwerkes sind:

  • Ein Weiterbildungsangebot für Kulturschaffende in NRW rund um das Thema KI in Kunst und Kultur. Dabei werden bestehende Angebote vernetzt und sichtbar gemacht sowie neue Angebote entwickelt. Themen werden beispielsweise die Nutzung und Arbeitsweise von digitalen Tools, Fragen des Urheberrechts oder Auswirkungen der KI auf Kunst und Gesellschaft sein.
  • Eine KI-Akademie als mehrmonatiges Programm für ausgewählte Künstler*innen. Hier können sie ihre Kompetenzen im Umgang mit KI verbessern, die Arbeitsweise der KI verstehen und künstlerische Erfahrungen sammeln.
  • KI-Fellows: Ergänzend zum Weiterbildungsangebot sollen Residenzen für Künstler*innen ermöglicht werden, die eine vertiefte Auseinandersetzung mit künstlerischen Fragestellungen rund um KI ermöglichen. 

Das Netzwerk

Die 23 beteiligten Institutionen aus Wissenschaft und künstlerischer Praxis sind:  Akademie für Theater und Digitalität (Theater Dortmund), Burg Hülshoff - Center for Literature, Cologne Game Lab (TH Köln), DLR Projektträger, Dortmunder U (Digitale Kultur), FH Dortmund, Folkwang Universität der Künste, Hochschule für Musik Detmold, Hochschule für Musik und Tanz Köln, KI-Campus (Stifterverband), KISD (TH Köln), KoproduktionsLabor (Dortmunder U), Kulturforum Witten, Kulturpolitische Gesellschaft e.V., Kulturrat NRW e.V., Kunstakademie Düsseldorf, Kunstakademie Münster, Kunsthochschule für Medien Köln, MiR.LAB, Robert Schumann Hochschule Düsseldorf, storyLab kiU (FH Dortmund), TU Dortmund, WittenLab an der Universität Witten/Herdecke. Die Geschäftsführung des Kompetenznetzwerks übernimmt Dr. Philipp Bojahr.

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