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Modellbauer der TU Dortmund wird Landessieger

Mit seinem Gesellenstück ist Felix Florian, Modellbauer der TU Dortmund, beim Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks gegen eine starke Konkurrenz angetreten und hat gewonnen: Der 25-Jährige ist Landessieger im Technischen Modellbau, Fachrichtung Anschauung. Am 12. Dezember wird die Handwerkskammer Dortmund ihn und seinen Ausbilder Dirk von Kölln in einer Feierstunde ehren.

An einem Freitag erhielt die Modellbauwerkstatt der TU Dortmund einen Brief von der Handwerkskammer, am folgenden Montag wurde das Schreiben geöffnet und dann hatte Felix Florian 40 Stunden Zeit, sein Gesellenstück zu bauen: Aus Kunststoff-Block-Material und Plexiglas entstand eine überdimensionierte LED, etwa 45 Zentimeter lang und verschiedenfarbig lackiert. Mit diesem Gesellenstück trat Felix Florian auf Landesebene an und überzeugte eine Jury aus Fachleuten. Die rief den TU-Azubi gegen eine starke Konkurrenz zum Landessieger aus.

„Ein großartiger Erfolg unserer Ausbildung“, würdigt Albrecht Ehlers, Kanzler der TU Dortmund, die Leistung von Felix Florian.  Der hatte, nachdem in der Modellbauwerkstatt länger nicht mehr ausgebildet worden war, dort 2014 seine Ausbildung aufgenommen. Beim Modellbau mit so verschiedenen Materialien wie Holz, Kunststoffe, Metall oder Styrodur hat er seine Berufung gefunden, die Ausbildung vorzeitig abgeschlossen. Dann folgten der Wettbewerb und der Sieg auf Landesebene. „Dies zeigt, dass die Ausbildung im Berufsbild Technischer Modellbau bei der TU Dortmund auf einem sehr hohen Niveau erfolgt“, sagt Albrecht Ehlers. Er dankte ausdrücklich Ausbildungsleiter Dirk von Kölln, der sich wiederum begeistert von der Arbeit seines Schützlings zeigt.

Neues Projekt: Reinoldikirche für Blinde

Felix Florian hat sich derweil längst an ein neues aufwändiges Projekt gemacht: Er fertigt aus Birkenholz das Modell der Dortmunder Stadtkirche St. Reinoldi. Es soll in der Kirche seinen Platz finden und blinden Menschen die Möglichkeit eröffnen, das Gotteshaus  zu erfühlen. Die besondere Herausforderung dabei ist, das Modell der Kirche einerseits exakt auszuführen, gleichzeitig aber Details zu vereinfachen. Die Erfahrung zeigt nämlich, dass Menschen, die erst im Laufe ihres Lebens erblinden, ein Tastgefühl entwickeln, das nicht so ausgeprägt ist wie das von Menschen, die blind geboren werden. Ist das Modell zu detailliert, überfordert das die Gruppe der Spät-Erblindeten. Dirk von Kölln könnte sich vorstellen, die Reinoldi-Kirche auch in einem größeren Maßstab beispielsweise als Opferstock nachzubilden. Den Turm der Kirche hatte er bereits einmal gebaut: Er überragte den 1,93-Meter-Mann von Kölln noch um ein Stück.

Interessenten an der Ausbildung zur Technischen Modellbauerin oder zum Technischen Modellbauer an der TU Dortmund haben übrigens die Chance, in die Fußstapfen von Felix Florian zu treten: Ein Ausbildungsplatz in der Modellbauwerkstatt für das Ausbildungsjahr 2018 ist noch offen, Bewerbungen sind noch möglich.



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