TU Dortmund nimmt neuen Hochleistungsrechner in Betrieb
- Top-Meldungen
- Forschung
- Medieninformationen

Forschung und Erkenntnisgewinn ist heute in vielen Bereichen auf geeignete Infrastrukturen aus dem Bereich des wissenschaftlichen Rechnens, auch High-Performance-Computing (HPC) genannt, angewiesen. Die dafür notwendigen Ressourcen werden in Nordrhein-Westfalen bis dato zentral an 13 Standorten bereitgestellt – auch an der TU Dortmund. LiDO4 ist der vierte zentrale „Linux-HPC-Cluster“, der gemeinsam vom Center for Data Science and Simulation (DoDaS) und dem IT und Medien Centrum (ITMC) der TU Dortmund eingeworben wurde. An der TU Dortmund nutzen rund 400 Wissenschaftler*innen aus den MINT-Bereichen – Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik – die Rechenkapazitäten im Rahmen ihrer Forschung vor allem für Simulationsrechnungen.
Ina Brandes, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, sagte im Rahmen der feierlichen Einweihung: „Forschung und Wissenschaft sind der Rohstoff der Zukunft. Im digitalen Zeitalter brauchen wir Rechenleistung, um diesen Rohstoff zu heben. Das Land Nordrhein-Westfalen treibt die zentrale Versorgung unserer Hochschulen mit Rechenkapazität konsequent voran, die wir zur Weiterentwicklung von KI und anderen Zukunftstechnologien dringend benötigen. So schaffen wir die Voraussetzungen, mit präzisen wissenschaftlichen Daten schnell arbeiten zu können und die Erkenntnisse zügig praktisch anzuwenden. LiDO4 ist einer von zahlreichen Hochleistungsrechnern, die den Forschungs- und Wissenschaftsstandort noch attraktiver machen.“
Die Rechenressourcen von LiDO4 stehen, wie schon die der drei Vorgänger, auch der FH Dortmund zur Verfügung. „Zusätzlich zu den 4,5 Millionen Euro aus der Forschungsgroßgeräte-Förderung der DFG und vom Land NRW sind bereits weitere 900.000 Euro für Erweiterungen in LiDO4 investiert worden“, sagte Prof. Manfred Bayer, Rektor der TU Dortmund. „Diese Erweiterungen unterstützen die Research Center der Universitätsallianz Ruhr, in denen wir gemeinsam mit der Ruhr-Universität Bochum und der Universität Duisburg-Essen unsere internationale Spitzenforschung bündeln.“
Leistungsstark und energieeffizient
„LiDO4 ist fast neunmal so schnell wie sein Vorgänger LiDO3“, betonte Prof. Stefan Turek. Der Mathematiker und Dekan der Fakultät für Mathematik hatte LiDO4 gemeinsam mit einem Team aus Forschenden des DoDaS und Beschäftigten des ITMC beantragt. „LiDO4 zählt zu den 500 leistungsfähigsten HPC-Rechnern weltweit. Er setzt einen Schwerpunkt auf GPU-Rechenknoten und geht damit auf konkrete Bedarfe insbesondere in den MINT-Forschungsgebieten ein. Aufgrund seiner offen skalierbaren Architektur ist er flexibel erweiterbar für weitere Bedarfe aus eventuellen neuen Drittmittelprojekten.“
Um den neuen Rechner energieeffizient zu betreiben, hat die TU Dortmund im Vorfeld ihre Gebäudeinfrastruktur aus Eigenmitteln optimiert. LiDO4 ist mit einer hocheffizienten Warmwasserkühlung ausgestattet. Das etwa 40 Grad warme Wasser nimmt die Wärme direkt dort auf, wo sie im Hochleistungsrechner entsteht, und leitet sie ab. Künftig soll die Abwärme des Großrechners auch zum Heizen des Gebäudes an der Otto-Hahn-Straße 12 genutzt werden. Realisiert wurde LiDO4 in Zusammenarbeit mit den Firmen NEC sowie mit HPC-Hardware der Firma Lenovo und einem Hochleistungsspeichersystem der Firma DDN DataDirect Networks.
Zu den technischen Daten von LiDO4
Ansprechperson bei Rückfragen:























