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idw-Preis

Ausgezeichnete Wissen­schafts­kommunikation

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Neben einem Pokal steht geschrieben: idw-Preis Beste Pressemitteilung 2025, 2. Platz © khwanchai​/​stock.adobe.com​/​​/​idw
Der Informationsdienst Wissenschaft (idw) hat am 12. März im Rahmen seiner Mitgliederversammlung die drei besten Wissenschafts-Pressemitteilungen des Jahres 2025 gekürt: Die TU Dortmund erreichte mit einem Text zu KI-Wahlhilfen den zweiten Platz – und erhält dafür ein Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro. Platz eins ging an GEOMAR, das Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, und Platz drei an die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

Der idw verbreitet jährlich rund 20.000 Pressemitteilungen aus mehr als 1.000 wissenschaftlichen Einrichtungen. Um hochwertige Wissen­schafts­kommunikation zu fördern, schreibt er jährlich den idw-Preis aus. Die Auszeichnung würdigt Pressemitteilungen, die durch handwerkliche Qualität, hohen Nachrichtenwert und hilfreiche Vertiefungselemente überzeugen. Insgesamt hatten sich 98 Pressestellen an dem aktuellen Wettbewerb beteiligt. 

Platz 2 ging an das Team vom Referat Hochschulkommunikation der TU Dortmund für eine Pressemitteilung mit dem Titel „Vor der Bundestagswahl 2025: Team der TU Dortmund ermittelt Fehleranfälligkeit von KI-Wahlhilfen“. Wissen­schaft­ler*innen der TU Dortmund und des Research Center Trustworthy Data Science and Security der Universitätsallianz Ruhr hatten im Februar 2025 zwei neue KI-Wahlhilfe-Tools untersucht. Wenige Tage vor der vorgezogenen Bundestagswahl zeigte ihre Analyse: Wer KI-Wahlhilfen nach Standpunkten politischer Parteien fragt, erhält oft falsche Antworten.

„Den Fokus auf die Relevanz der Forschungsarbeit lenken“

Jurymitglied und Journalistin Korinna Hennig von NDR Info betonte in ihrer Laudatio: „Innerhalb der ersten Sätze Aufmerksamkeit wecken und den Fokus auf die Relevanz der Forschungsarbeit lenken: Das gelingt hier außerordentlich gut. Vorbildlich gelöst ist der Textaufbau. Hintergrundinformationen zur Funktionsweise der Tools kommen rechtzeitig, die Kernerkenntnis ist prägnant formuliert und anschauliche Details gut dosiert. Besonders gefallen hat mir handwerklich die Sprache: verständlich, ohne dabei an Niveau einzubüßen. Hervorzuheben ist außerdem der Anhang mit vertiefenden Beispielen – besonders wertvoll für die journalistische Verwertung der Pressemitteilung. Und: Die gesellschaftliche Bedeutung der Forschungsarbeit wird auf bemerkenswerte Weise greifbar, indem auf die vorgezogene Veröffentlichung der Grunderkenntnis im Angesicht der Bundestagswahl hingewiesen wird.“ 

Texte über schrumpfende Dorsche und Willkommensklassen geehrt

Platz 1 vergab die Jury an die Abteilung Kommunikation und Medien von GEOMAR, dem Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, für die Pressemitteilung „,Schrumpfende‘ Dorsche: Wie der Mensch das Erbgut der Fische verändert“. Platz 3 ging an die Stabsstelle Zentrale Kommunikation der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg mit der Pressemitteilung „Unklarer Nutzen: Willkommensklassen verbessern Deutschkenntnisse von Geflüchteten zu wenig“. Die Preisgelder von 3.000 Euro für den ersten, 2.000 Euro für den zweiten und 1.000 Euro für den dritten Platz können die jeweiligen Teams für die weitere Qualitätssicherung und -verbesserung in der Kommunikationsarbeit einsetzen. Ausgezeichnet wird stets die gesamte Pressestelle, da eine gute Pressemitteilung oft das Ergebnis erfolgreicher Teamarbeit ist.

Qualitätskriterien für die Wissen­schafts­kommunikation

An der TU Dortmund stehen Qualitätskriterien für die Wissen­schafts­kommunikation auch im Fokus der Wissenschaft. So erforscht und entwickelt das Projekt „Medien-Doktor“ am Institut für Journalistik seit über 15 Jahren Qualitätskriterien für journalistische Beiträge – sowie auch für Pressetexte. Zuletzt hat das Team um Prof. Holger Wormer und Marcus Anhäuser, der als „Scientist in Residence“ an der Schnittstelle zwischen Journalistik und Hochschulkommunikation tätig ist und auch an der ausgezeichneten Pressemitteilung beteiligt war, Qualitätskriterien für die Wissen­schafts­kommunikation insbesondere im Bereich Künstliche Intelligenz erarbeitet. 

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