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Vielfältiges Jahresprogramm

250 Jahre USA: Dortmund richtet den Blick auf Demokratie

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Foto: Dortmunder Skyline mit Mathetower, Signal Iduna Park und Florianturm © Uwe Grützner​/​TU Dortmund
Im Jubiläumsjahr der amerikanischen Unabhängigkeit bieten Stadt und Universität gemeinsam ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm.
Am 4. Juli 2026 feiern die USA 250 Jahre Unabhängigkeit. Aus diesem Anlass setzen die Stadt Dortmund und die TU Dortmund gemeinsam mit einem Netzwerk aus rund 40 Partnern aus Kultur, Bildung, Freizeit, Wissenschaft und Verwaltung ein Zeichen für die transatlantische Freundschaft. Mit mehr als 80 Veranstaltungen – darunter Konzerte, Ausstellungen und Fachdebatten – beleuchten sie im Jubiläumsjahr 2026 die vielfältigen Bezüge zwischen Dortmund und den USA. Ein Jahr lang setzt sich das Programm auch mit der Krise einer der ältesten Demokratien der Welt auseinander.

Vonseiten der TU Dortmund ist der Amerikanist Prof. Walter Grünzweig für das gemeinsame Programm verantwortlich – zusammen mit Angela Märtin, der Wissenschaftsreferentin der Stadt. Grünzweig forscht an der Fakultät Kulturwissenschaften seit Jahrzehnten zu dem amerikanischen Lyriker Walt Whitman, nach dessen Worten Demokratie sich als Experiment erweist, das nie abgeschlossen ist und permanent erneuert werden muss – worauf auch der Titel „Experiment Demokratie“ des Veranstaltungsprogramms beruht.

Am 4. Juli 1776 verabschiedeten dreizehn englische Kolonien die amerikanische Unabhängigkeitserklärung, die auch die Grundlage unseres Verständnisses von Demokratie und Menschenrechten enthält. „Die Vereinigten Staaten haben Deutschland nach 1945 die Demokratie nicht geschenkt, sondern uns eingeladen, sie gemeinsam weiterzuentwickeln“, sagt TU-Rektor Prof. Manfred Bayer. „Sie inspirierten und halfen uns beim Aufbau einer neuen Gesellschaft in Deutschland und ganz Europa und überdauerten auch Rückschläge und Krisen.“

Daran wollen die Universität und die Stadt 2026 mit ihrem umfangreichen Programm erinnern. Dazu gehören beispielsweise ein gemeinsames Fest am 4. Juli in der Innenstadt, Vorträge und Diskussionen in der Parkakademie im Westfalenpark sowie in der Stadt- und Landesbibliothek, große amerikanische Stimmen und gefeierte Orchester sowie indigene Musik auf der Bühne des Konzerthauses oder aber Produktionen von „Grease“ und das „Stummfilmkonzert Charlie Chaplin: The Kid“ im Theater Dortmund sowie Ausstellungen zum Comic-Cowboy Lucky Luke im Dortmunder schauraum.

USA-Schwerpunkt an der TU Dortmund

Die TU Dortmund pflegt hervorragende Beziehungen zu Universitäten in den USA und hat in dem Bereich eine führende Stellung in NRW. Seit mehr als 20 Jahren ist die TU Dortmund als Teil der Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) mit einem gemeinsamen Verbindungsbüro in New York präsent, das internationale Kooperationen in Forschung und Lehre fördert. „Unser studentisches Austauschprogramm mit den USA, für dessen Gestaltung die TU Dortmund mit einem nationalen Lehrpreis ausgezeichnet wurde, ist eines der größten Deutschlands und ermöglicht gemeinsames Lernen von deutschen und US-amerikanischen Studierenden“, sagt Prof. Bayer. 

Regelmäßig sind Forschende und Lehrende U.S.-amerikanischer Hochschulen an der TU Dortmund zu Gast – zum Beispiel der „Fußballprofessor“ Andy Markovits von der University of Michigan. Durch Kooperationen mit jüdisch-amerikanischen Wissen­schaft­ler*innen und Schriftsteller*innen, darunter Angehörige der Zweiten Generation deutsch-jüdischer Holocaust-Überlebender, drückt die Universität ihre Verantwortung für die deutsche Vergangenheit aus.

Zu den Programm-Highlights der TU Dortmund gehören:

  • Projektseminar The Power of Stories – Images of “the Others“ von Dr. Sibylle Klemm aus der Amerikanistik
  • Lesungen mit deutschen und amerikanischen Autor*innen, deren Bücher zum Verständnis der USA und ihrer vielfältigen, multi-ethnischen Kultur beitragen, im Mai und Juni im Literaturhaus Dortmund – vorbereitet von Studierenden der Fakultät Kulturwissenschaften
  • Präsentation des Lyrikbands „Beyond This Forest / Jenseits dieses Waldes“ der US-amerikanischen Lyrikerin Elizabeth Rosner mit studentischen Übersetzer*innen am 10. Juni im Internationalen Begegnungszentrum
  • Lesung US-amerikanischer Klassiker im Rahmen der Vorstellung der George McGovern-Bibliothek gemeinsam mit dem Dortmunder Schauspiel-Ensemble am 18. Juni in der Emil-Figge-Bibliothek
  • Vorführungen amerikanischer Kino-Klassiker und aktueller Hollywood-Highlights des Uni-Film-Clubs: 06.04.26 – West Side Story (OmU); 04.05.26 – Apocalypse Now (OmU); 01.06.26 – Little Women (OmU); 29.06.26 – La Cocina (OmU)

Darüber hinaus bietet das Studierendenwerk im April ein Kneipenquiz zum Thema Amerika und ein Wine Tasting an. 

Zum gesamten Programm

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