Workshop gibt Teilnehmenden mehr Sicherheit
Am 10. März 2026 fand der Workshop „Talentscouting inklusiv – Schüler*innen mit (nicht-) sichtbaren Beeinträchtigungen im Übergang Schule/Hochschule begleiten“ statt.
Neben Themen wie Sensibilisierung für die Vielfalt (nicht-) sichtbarer Beeinträchtigungen und Vermittlung von mehr Sicherheit im Umgang mit betroffenen Schüler*innen und Studierenden wurden auch Rahmenbedingungen wie Nachteilsausgleich, Härtefallanträgen oder Eingliederungshilfen behandelt. Viele Teilnehmende hoben hervor, wie hilfreich es war, diese oft komplexen Themen direkt mit der offiziellen Beratungsstelle besprechen und Rückfragen stellen zu können. Inhalte, die in schriftlicher Form häufig schwer verständlich sind, konnten so praxisnah erläutert werden.
Besonders wertvoll wurde auch der Austausch unter den Talentscouts wahrgenommen. Diskutiert wurde unter anderem, wie Beeinträchtigungen sensibel angesprochen werden können, ohne zu verletzen oder zu stigmatisieren.
Ein besonderer Höhepunkt des Workshops waren die Erfahrungsberichte zweier Studierender. Ein Informatikstudent der Fachhochschule Dortmund berichtete von seinem Weg vom begleiteten Schüler zum Studierenden. Besonders prägend sei für ihn die offene und vertrauensvolle Art seines Talentscouts gewesen: „Vor allem die offene Art des Talentscouts hat dazu geführt, dass ich immer mit allen Themen vorbeikommen konnte.“ Nach anfänglichen Schwierigkeiten im ersten Semester fasste er den Entschluss, aktiv auf Menschen zuzugehen – mit großem Erfolg: Unter anderem fand er schnell einen Werkstudentenjob bei einem Dozenten sowie eine studentische Wohnung; beides mit Unterstützung des Talentscoutings und des Studierendenwerks.
Auch ein Student des Wissenschaftsjournalismus an der TU schilderte seine Erfahrungen eindrucksvoll. Als autistischer und neurodivergenter Student habe er mehrfach darüber nachgedacht, sein Studium abzubrechen. Entscheidend für seinen weiteren Weg sei jedoch die verlässliche Begleitung durch eine Beraterin des DoBuS gewesen: „Ich wollte das Studium mehrfach hinschmeißen. Die Begleitung und Verlässlichkeit einer erwachsenen Ansprechpartnerin haben unter anderem dazu geführt, dass ich weitermachen konnte.“
Die persönlichen Berichte wurden von den Teilnehmenden als emotional bewegend und zugleich bestärkend für ihre eigene Arbeit wahrgenommen. Insgesamt stießen sowohl die Inhalte als auch der Aufbau des Workshops auf großes Interesse und wurden als sehr gewinnbringend bewertet.



















