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Olympische Spiele

TU-Studenten sind in Paris dabei

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Collage aus Porträtfotos von Jonas Wiesen, Hendrik Pfeiffer und Alexander Weihe © Lennart Heyduck (li.​/​r.), privat (Mitte)
Jonas Wiesen (links) steuert den Ruder-Achter. Hendrik Pfeiffer (Mitte) hofft auf seinen Einsatz im Marathon. Alexander Weihe (rechts) ist als Trainer des Männer-Zweiers ohne Steuermann (Rudern) in Paris dabei.
Bei den Olympischen Spielen sind wieder TU-Studierende dabei. Für Jonas Wiesen, Steuermann des Ruder-Achters, erfüllt sich mit seinem Start in Paris zum ersten Mal der olympische Traum. Der Marathon-Läufer Hendrik Pfeiffer ist bereits zum dritten Mal nominiert. Als Trainer mit dabei ist Alexander Weihe, der ebenfalls an der TU Dortmund studiert.

Vom 26. Juli bis 11. August treten rund 10.500 Athlet*innen aus 200 Ländern bei den Olympischen Spielen in Paris an. Ruderer Jonas Wiesen und Trainer Alexander Weihe sind sicher dabei, Marathon-Läufer Hendrik Pfeiffer muss als Ersatzläufer auf seinen Einsatz hoffen.  

Jonas Wiesen steuert den Deutschland-Achter

Jonas Wiesen studiert Angewandte Informatik und trainiert am Dortmunder Bundesleistungsstützpunkt Rudern. Der 28-Jährige ist Steuermann im deutschen Männer-Achter. Zwar rudert er selbst nicht mit, hat aber viele verantwortungsvolle Aufgaben: „Vor allem helfe ich der Mannschaft, das Boot noch schneller zu machen. Hinzu kommen rudertechnische Aufgaben, das Führen der Mannschaft, aber auch strategische Entscheidungen oder psychologische Aufgaben. Ich mag besonders die Herausforderung, acht Ruderer, die außergewöhnliche sportliche Leistungen liefern, zu synchronisieren und dadurch als Mannschaft eine noch bessere Leistung zu bringen.“

Seinen Master in Wirtschaftsmathematik hat Jonas Wiesen vor drei Jahren erfolgreich abgeschlossen und studiert seitdem Angewandte Informatik. Die kurzen Wege zwischen der Uni und dem Trainingsgelände am Dortmund-Ems-Kanal helfen ihm, Training und Studium miteinander zu verbinden. Dennoch verpasst er durch hohe Trainingsumfänge, Fahrten ins Trainingslager und Wettkämpfe häufig Veranstaltungen im Studium und muss den Stoff nacharbeiten. „Dabei bekomme ich viel Unterstützung von der TU Dortmund, sowohl von meinen Kommilitonen als auch Professoren“, berichtet Wiesen.

Teil der Delegation des Deutschen Ruderverbands ist auch Alexander Weihe, der an der TU Dortmund Sport und Deutsch auf Lehramt studiert und als Trainer mit zu den Olympischen Spielen reist. Er betreut dort den Zweier ohne Steuermann der Männer.  

Kurz vorher hat sich der Achter im Trainingslager in Ratzeburg den letzten Schliff geholt. In Paris möchte Jonas Wiesen mit seiner Mannschaft in die Medaillenränge fahren. Das Finale im Männer-Achter findet am 3. August im Wassersportstadion Vaires-sur-Marne statt.

Besondere Rolle für Hendrik Pfeiffer

Schon zum dritten Mal für die Olympischen Spiele nominiert ist Hendrik Pfeiffer, Marathon-Läufer und Journalistik-Student. Für Paris steht der 31-Jährige als Ersatzläufer parat, wenn einer der drei anderen deutschen Athleten aus gesundheitlichen Gründen nicht an den Start gehen kann. Diese Erfahrung musste Hendrik Pfeiffer selbst machen, als er 2016 in Rio de Janeiro wegen einer Verletzung nicht antreten konnte. Bei seinen zweiten Olympischen Spielen ging dann sein Traum vom Olympia-Start in Erfüllung, als er 2021 in Tokio in 2:20:43 den Marathon absolvierte.

Nun steht er vor der besonderen Herausforderung, sich für ein Rennen vorzubereiten, das er wahrscheinlich nicht laufen kann, und muss sich zu Hause in Hannover bis wenige Stunden vor Start des Marathons auf Abruf bereithalten. Obwohl es eher unwahrscheinlich ist, dass er am 10. August in Paris an der Startlinie steht, will er das Training für Olympia nutzen, um in Top-Form einen Herbst-Marathon und eine weitere neue Bestzeit in Angriff zu nehmen. In diesem Jahr hat er seine Bestleistung bereits deutlich auf 2:07:14 gesteigert.

Bis zum Ende seiner Leistungssportkarriere möchte Hendrik Pfeiffer alle sechs Major Marathons einmal gelaufen sein. In Berlin, Boston, London und New York überquerte er bereits die Ziellinie, Tokio und Chicago stehen noch auf seiner Liste.

TU Dortmund ist Partnerhochschule des Spitzensports

Auch an den vergangenen Olympischen Spielen nahmen regelmäßig Studierende der TU Dortmund teil, etwa der Ruderer Richard Schmidt, der 2012 Gold und 2016 Silber im Achter gewann. Als Partnerhochschule des Spitzensports unterstützt die TU Dortmund Leistungssportler*innen dabei, ihre akademische Ausbildung trotz der hohen zeitlichen Belastungen des Spitzensports erfolgreich zu absolvieren.

Rhine-Ruhr 2025 FISU World University Games

Leichtathletik und Rudern sind nur zwei von 18 Sportarten, die im nächsten Jahr auch bei den „Rhine-Ruhr 2025 FISU World University Games“ auf dem Programm stehen. Das Sportfestival findet vom 16. bis zum 27. Juli 2025 in Bochum, Duisburg, Hagen, Essen und Mülheim an der Ruhr statt. Rund 10.000 Athlet*innen und Offizielle aus 170 Ländern werden in der Rhein-Ruhr-Region erwartet.

Interessierte können sich noch bis zum 15. September 2024 als Volunteer bewerben.

Ansprechpartner für Rückfragen: