TU Dortmund und DEW21 unterzeichnen Absichtserklärung
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Repowering-Projekte wie dieses ermöglichen es, bestehende Standorte effizient weiterzuentwickeln: Moderne Anlagen erzeugen ein Vielfaches an Strom, arbeiten leiser und fügen sich besser in Umwelt- und Raumordnungsbelange ein. Zudem profitieren solche Projekte von vereinfachten Genehmigungsverfahren.
„Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist ein zentraler Baustein für eine sichere, bezahlbare und klimafreundliche Energieversorgung in Dortmund. Dafür müssen wir jede geeignete Fläche intelligent und verantwortungsvoll nutzen“, sagt Peter Flosbach, Technischer Geschäftsführer von DEW21. „Mit dem Repowering wollen wir die Windenergie an dem bewährten Standort in unmittelbarer Nähe zum Campus der TU Dortmund auf ein neues Leistungsniveau heben. Das Projekt steht beispielhaft für unseren Anspruch, die Energiewende in der Region konsequent mit Partnern auf Augenhöhe umzusetzen.“
Erneuerbare Energie für einen nachhaltigen Campus
Die TU Dortmund verfolgt das Ziel, künftig mehr Strom und Wärme aus regenerativen Energien selbst zu erzeugen und zu nutzen, und so ihre Abhängigkeit von nicht-nachhaltigen Energiequellen zu reduzieren. Dafür installiert sie derzeit eine Holzpelletanlage und errichtet eine Freiflächen-Photovoltaikanlage auf dem Campus Nord. Zudem treibt die Universität den Ausbau von Solaranlagen auf geeigneten Dächern der Hochschulgebäude voran. Die geplante Windenergieanlage hat das Potenzial, den Strom, den die TU Dortmund derzeit im campuseigenen Blockheizkraftwerk aus fossilem Erdgas erzeugt, perspektivisch komplett durch ortsnah gewonnenen regenerativen Strom zu ersetzen.
Prof. Manfred Bayer, Rektor der TU Dortmund, sagt: „Unsere Universität unterstützt die klimapolitischen Ziele der Landesregierung und beteiligt sich an der Initiative ‚Klimaneutrale Landesverwaltung‘. Die geplante Windenergieanlage ist ein wichtiger Baustein, damit wir vermehrt klimaneutralen Strom produzieren und so zur Energiewende beitragen können. Ich freue mich, dass wir mit DEW21 einen regionalen Partner zur gemeinsamen Umsetzung dieses Vorhabens gefunden haben.“
Enge Kooperation aller Beteiligten
Die Absichtserklärung (Letter of Intent, LOI) sieht zunächst vor, gemeinsam Voruntersuchungen durchzuführen. Unter anderem zu technischen, wirtschaftlichen und organisatorischen Fragen. Perspektivisch prüfen DEW21 und die TU Dortmund auch die Gründung einer gemeinsamen Finanzierungs- und Betreibergesellschaft. Eigentümer der betroffenen Flächen ist das Land Nordrhein-Westfalen, vertreten durch den Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW, der in das Projekt eingebunden ist. Beide Partner betonen den kooperativen Ansatz: Der LOI ist rechtlich unverbindlich, unterstreicht aber den gemeinsamen Willen, das Projekt zügig und im engen Schulterschluss aller Beteiligten voranzubringen.
„AirWin“ gehört zu den ersten Windenergieprojekten in Dortmund. Seit 1997 speist die Anlage erneuerbaren Strom ins Netz ein und steht beispielhaft für den frühen Einstieg der Stadt in die Windenergienutzung. Mit dem geplanten Repowering soll diese Geschichte fortgeschrieben und an die Anforderungen der heutigen Energiewende angepasst werden. Die aktuelle Anlage produziert jährlich 650 Megawattstunden (MWh) Strom. Durch das Repowering wird eine jährliche Stromproduktion von rund 10.000 MWh erwartet. Damit können rechnerisch 3.000 statt zuvor 200 Haushalte mit Strom versorgt werden.
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