Transparente Kennzeichnung von KI im Journalismus
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Ziel des Projekts VITraDes ist es, die Transparenz beim Einsatz von KI im Journalismus zu stärken und damit zu einer vertrauenswürdigen öffentlichen Kommunikation beizutragen. Dazu entwickelt das Projektteam praxisorientierte Leitlinien für die Kennzeichnung KI-generierter Inhalte sowie Bildungsangebote für Medienschaffende. Das interdisziplinäre Vorhaben bringt Expertise aus Ethik, Recht und Journalistik zusammen. Im Projekt werden bestehende gesetzliche Regelungen und journalistische Selbstverpflichtungen analysiert, Workshops mit Journalist*innen sowie weiteren relevanten Akteur*innen durchgeführt und darauf aufbauend Bildungsangebote entwickelt und evaluiert.
Darüber hinaus untersuchen die Forscherinnen, wie solche Selbstregulierungsansätze für Medien auch von Online-Plattformen aufgegriffen werden können. Ziel ist die Entwicklung eines Standards, der sowohl rechtlich tragfähig als auch in der journalistischen Praxis umsetzbar ist. Die Ergebnisse sollen nicht nur die Medienbranche unterstützen, sondern auch eine Grundlage für mediale Selbstregulierung und staatliche Regulierungsansätze bieten. Auf diese Weise soll schließlich auch das Vertrauen in den Journalismus gestärkt und die Öffentlichkeit vor dem Einfluss von Desinformation geschützt werden.
Starke Expertise und Ergebnisse aus anderen Projekten
Vom Institut für Journalistik (IJ) sind Prof. Christina Elmer und die wissenschaftliche Mitarbeiterin Lisa-Marie Eckardt beteiligt. Sie bringen eine starke Expertise zum Einsatz von KI-Anwendungen im Journalismus und Ergebnisse aus Forschungsprojekten zum Problemfeld der Informationsmanipulation ein. „Dazu gehören vor allem zwei EU-Förderprojekte: Im ‚German-Austrian Digital Media Observatory‘ koordinieren wir den deutschsprachigen Hub des europäischen Faktencheck-Netzwerks EDMO, entwickeln Medienkompetenzangebote und untersuchen Maßnahmen von Plattformen gegen Desinformation. Bei ADAC.iO stehen Kampagnen ausländischer Akteure im Fokus, deren Strategien und Verbreitungsmechanismen wir analysieren“, sagt Prof. Christina Elmer. „Flankierend können wir auf Ergebnisse aus einem Projekt zu Algorithmic Accountability in Kooperation mit der Fakultät Statistik und interdisziplinären Lehrveranstaltungen mit Studierenden der Journalistik, Statistik und Informatik zurückgreifen“, ergänzt Lisa-Marie Eckardt. Weitere wertvolle Hinweise liefern zudem IJ-Projekte wie der ‚Medien-Doktor KI‘ (Prof. Holger Wormer) und die Studie ‚Journalismus und Demokratie‘ (Prof. Michael Steinbrecher).
Geleitet wird das Projekt VITraDes von Prof. Jessica Heesen vom Internationalen Zentrum für Ethik in den Wissenschaften der Universität Tübingen. Weitere Projektpartnerin ist Prof. Ruth Janal von der Universität Bayreuth. Zudem begleiten mehrere Organisationen das Projekt als assoziierte Partner, darunter der Bayerische Rundfunk (BR), das Faktenforum von CORRECTIV, der KI-Hub des Südwestdeutschen Rundfunks, Studio 47 und der Deutsche Journalisten-Verband (DJV).
Zur Förderkampagne des BMFTR
VITraDes ist Teil der neuen Förderkampagne des BMFTR „Desinformation – erkennen, verstehen, abwehren“. Im Rahmen der Kampagne werden bis 2029 zunächst elf Forschungsprojekte gefördert, die gesellschaftliche und technologische Resilienz gegenüber digitaler Desinformation stärken sollen. Die Initiative ist Teil des Forschungsrahmenprogramms „Digital. Sicher. Souverän.“ der Bundesregierung zur IT-Sicherheit.
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