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Expertise für die Kinder- und Jugendpolitik

Prof. Nele McElvany in Bundesjugendkuratorium berufen

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Gruppenbild mit Dr. Petra Bahr und den 15 Mitgliedern des Bundesjugendkuratorium vor blauem Hintergrund: Prof. Nele McElvany ist die dritte Person von Links. © Jordis Schlößer​/​DJI
Staatssekretärin Dr. Petra Bahr (Mitte) mit den Mitgliedern des Bundesjugendkuratoriums, unter anderem Prof. Nele McElvany (3.v.l.).
Am 5. Mai hat Staatssekretärin Dr. Petra Bahr im Namen der Bundesjugendministerin Karin Prien die Mitglieder des Bundesjugendkuratoriums für die 21. Legislaturperiode berufen. Prof. Nele McElvany, Professorin für Empirische Bildungsforschung und Direktorin des Instituts für Schulentwicklungsforschung (IFS) an der TU Dortmund, ist Teil des Kuratoriums. Als eine von 15 Sachverständigen wird sie die Bundesregierung künftig zu Fragen der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Kinder- und Jugendpolitik beraten.

Bei der konstituierenden Sitzung des Bundesjungendkuratoriums berief Staatssekretärin Dr. Petra Bahr vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) die 15 Mitglieder offiziell in das Gremium. „Die Bundesregierung ist auf fundierte Expertise aus Wissenschaft und Praxis angewiesen, um ihre Politik für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zielgenau und wirksam weiterzuentwickeln. Das Bundesjugendkuratorium ist dabei ein zentraler Impulsgeber und Berater über Ressortgrenzen hinweg“, erklärte Bahr. „Wir freuen uns auf pointierte Empfehlungen – etwa zur Stärkung der Frühen Bildung und der Verbesserung der Bildungsübergänge.“

Dem Bundesjugendkuratorium gehören neben Prof. McElvany 14 weitere Expert*innen aus Wissenschaft, Politik, Verwaltung und Praxis an. Im Mittelpunkt der Beratung stehen gesellschaftliche Veränderungsprozesse und die Frage, wie sich diese auf die Lebensrealitäten von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen auswirken. Als Vertreterin der Wissenschaft wird Prof. McElvany ihren inhaltlichen Fokus in dem Gremium auf Fragen zur Bildung von Kindern und Jugendlichen von sechs bis 18 Jahren richten. Neben der Frage der sinnvollen Verzahnung von Kinder- und Jugendhilfe mit Bildungsfragen wird es dabei auch um Impulse zu Themen wie Bildungsgerechtigkeit, Bildungsübergänge, Demokratiebildung und Medienkompetenzerwerb gehen. Dabei legt das Sachverständigengremium besonderen Wert darauf, die Perspektive junger Menschen in die Beratungen einzubeziehen.

Das Bundesjugendkuratorium wird in jeder Legislaturperiode neu berufen. Unterstützt wird das Gremium von der Arbeitsstelle Kinder- und Jugendpolitik am Deutschen Jugendinstitut, mit dem die TU Dortmund in einem Forschungsverbund zusammenarbeitet.

  • Prof. Dr. Yvonne Anders, Goethe-Universität Frankfurt
  • Enrico Birkner, Landesjugendamt des Freistaates Sachsen (stellvertretender Vorsitzender)
  • Peggy Eckert, Deutsche Kinder- und Jugendstiftung Sachsen
  • Prof. Dr. Fabian Hofmann, Fliedner Fachhochschule Düsseldorf University of Applied Sciences in der Kaiserswerther Diakonie
  • Prof. Dr. Nina Kolleck, Universität Potsdam
  • Prof. Dr. Nele McElvany, Technische Universität Dortmund
  • Christian Patzelt, Deutsche Jugendfeuerwehr
  • Daniel Poli, IJAB - Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V.
  • Prof. Dr. Elisabeth Richter, Medical School Hamburg
  • Matthias Selle, Kreisrat für Bildung und Soziales Osnabrück
  • Petra Spoo-Ludwig, Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit, Saarland
  • Daniel Thomsen, Fachbereich Jugend, Familie und Bildung, Kreis Nordfriesland
  • Prof. Dr. Haci-Halil Uslucan, Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung, Universität Duisburg-Essen
  • Claudia Völcker, Kinder- und Jugendhilfe der Diakonissen Speyer (stellvertretende Vorsitzende)
  • Prof. Dr. Ivo Züchner, Philipps-Universität Marburg (Vorsitzender)

Zur Person

Prof. Nele McElvany wurde 2009 auf die Professur für Empirische Bildungsforschung an der Fakultät Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bildungsforschung berufen. Zuvor war die Psychologin sieben Jahre lang wissenschaftliche Mitarbeiterin am Max-Planck-lnstitut für Bildungsforschung in Berlin. Seit 2014 ist Prof. McElvany Geschäftsführende Direktorin des Instituts für Schulentwicklungsforschung und seit 2020 hat sie darüber hinaus das Amt der Prorektorin für Forschung inne. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt unter anderem auf der Lesekompetenz von Kindern und Jugendlichen. So leitet sie in Deutschland die internationale Bildungsstudie PIRLS/IGLU.

Porträtfoto von Prof. Nele McElvany: Prof. McElvany trägt einen dunklen Blazer und eine Brille. Sie steht vor einem grauen Hintergrund und lächelt in die Kamera. © Simon Bierwald​​/​​TU Dortmund