Zum Inhalt
EXIST-Gründerstipendium

Neue Software für angenehme Raumakustik

-
in
  • Top-Meldungen
  • Menschen
  • Medieninformationen
Das Bild zeigt drei nebeneinanderstehende Frauen vor einem weißen Hintergrund © Cynthia Ruf​/​TU Dortmund
Karolina Jagiello, Sarah Kosmann und Johanna Weiland wollen das Start-up „kasaira“ gründen, um Räume besser klingen zu lassen. Auf dem Weg in die Selbstständigkeit werden sie mit einem EXIST-Gründerstipendium gefördert.

Das Team „kasaira“ der TU Dortmund wird mit einem EXIST-Gründerstipendium gefördert. Ein Jahr lang haben Karolina Jagiello, Sarah Kosmann und Johanna Weiland nun Zeit, ihre Geschäftsidee auszuarbeiten und im Idealfall ein eigenes Start-up zu gründen. Die Wissenschaftlerinnen entwickeln einen innovativen Raumakustikplaner für Architekt*innen. Unterstützt werden sie auf dem Weg in die Selbstständigkeit von Prof. Wolfgang Willems und dem Centrum für Entrepreneurship & Transfer (CET) der TU Dortmund.

Das Problem, das die Wissenschaftlerinnen mit ihrer Geschäftsidee angehen, ist ein altbekanntes: In einem Raum mit schlechter Akustik ist kein Aufenthalt angenehm – weder im eigenen Wohnzimmer, noch im Geschäft oder im Büro. „Um eine angenehme Akustik zu schaffen, braucht es allerdings mehr als Teppiche und Vorhänge“, weiß Karolina Jagiello (41). Die Bauphysikerin kennt die aufwendigen Berechnungen, die einem Plan für optimale Raumakustik zugrunde liegen und die derzeit noch von Fachplaner*innen durchgeführt werden müssen. Hier setzt das Team mit seiner Idee an: Es entwickelt eine innovative Software, die die professionelle Raumakustikplanung für Architekt*innen und Handwerker*innen automatisiert und vollumfänglich berechnet.

TU-Professor Wolfgang Willems steht dem Gründungsteam zur Seite

Mit Berechnungen kennt Karolina Jagiello sich aus. Mehrere Jahre hat sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Bauphysik und Technische Gebäudeausrüstung der TU Dortmund gearbeitet und vor allem zum Wärmeschutz geforscht. Dieses Wissen kann sie nun auf die Raumakustik anwenden. TU-Professor Wolfgang Willems steht dem Team weiterhin als Berater zu Seite. Mitgründerin ist Sarah Kosmann (36). Die Bauingenieurin hat bereits am Fraunhofer-Institut für Bauphysik gearbeitet und 2018 ihr eigenes Ingenieurbüro gegründet. Kennengelernt haben sich die beiden Gründerinnen über die sozialen Medien – in einer Facebook-Gruppe namens „Frau liebt Bau“. Die dritte im Team ist Johanna Weiland (28). Sie studiert Umweltingenieurwesen in Münster und schreibt im Rahmen des Gründungsjahres ihre Masterarbeit.

„Es stehen so viele innovative Lösungen für eine gute Raumakustik zur Verfügung – zum Beispiel absorbierende Wandmaterialien und Bilder oder raumakustisch wirksame Möbel“, erklärt Sarah Kosmann. „Jetzt gilt es, diese auch effizient einzusetzen. Dabei wird unsere Software helfen.“ Künftig müssen Nutzer*innen nur noch Geometriedaten, Raumausstattung und spezielle Anforderungen eingeben. Dann werden sie Schritt für Schritt durch die Software geleitet und erhalten am Ende einen exakt berechneten Plan für die optimale Raumakustik. Zusätzlich zur Berechnung möchte das Team auch auf akustisch wirksame Materialien verweisen, die sich für den jeweiligen Raum eignen.

Über das EXIST-Gründerstipendium

Um Gründungsvorhaben aus Hochschulen optimal zu unterstützen, haben der Bund und das Land NRW diverse Förderprogramme aufgelegt. Mit dem EXIST-Gründerstipendium unterstützt der Bund Gründungsinteressierte mit einem monatlichen Zuschuss von bis zu 3.000 Euro plus Sachausgaben über ein Jahr. Ziel ist es, innerhalb von 12 Monaten einen Businessplan auszuarbeiten und sich mit Unterstützung der eigenen Hochschule auf die Unternehmensgründung vorzubereiten.

Weitere Informationen zum Start-up kasaira

Zur CET-Gründungsberatung

Kalender

Zur Veranstaltungsübersicht

Mensapläne

Anfahrt & Lageplan

Der Campus der TU Dortmund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dortmund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dortmund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dortmund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Universität ausgeschildert.
Für E-Autos gibt es eine Ladesäule am Campus Nord, Vogelpothsweg.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dortmund Universität“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 15- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dortmund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Universität mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dortmund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dortmund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dortmund Universität S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dortmund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dortmunder Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Universität. Ein größeres Angebot an internationalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Universität zu erreichen ist.

Die Einrichtungen der TU Dortmund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hochschule im angrenzenden Technologiepark. Genauere Informationen können Sie den Lageplänen entnehmen.