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Fonds der Chemischen Industrie

Förderung für mehr Datenkompetenz im Chemiestudium

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Foto: Drei Personen arbeiten mit Reagenzgläsern und Laborgeräten an einem Labortisch. © Hesham Elsherif​/​TU Dortmund
Studierende der Fakultäten für Chemie und Chemische Biologie sowie Bio- und Chemieingenieurwesen profitieren von dem neuen Projekt.
Die Chemieindustrie wird immer digitaler – und das Studium hält mit: Um Datenkompetenz in der Lehre zu stärken, fördert der Fonds der Chemischen Industrie neue Projekte an insgesamt 23 deutschen Hochschulen. Auch ein Projekt der Fakultäten für Chemie und Chemische Biologie sowie Bio- und Chemieingenieurwesen der TU Dortmund wurde zur Förderung ausgewählt. In den kommenden drei Jahren fließen insgesamt 100.000 Euro in die weitere Digitalisierung und die Stärkung von Datenwissenschaft und Forschungsdatenmanagement der Bachelor- und Masterstudiengänge der beiden Fakultäten.

„Der versierte Umgang mit Daten ist eine wichtige Zukunftskompetenz“, betont Prof. Norbert Kockmann, Dekan der Fakultät Bio- und Chemieingenieurwesen. Er hat die Förderung gemeinsam mit Prof. Stefan M. Kast, Dekan der Fakultät für Chemie und Chemische Biologie, eingeworben. Auch das Forschungszentrum DoDaS – TU Dortmund Center for Data Science and Simulation – hatte den Antrag unterstützt und wird von dem Projekt profitieren. Im Rahmen der Förderung sollen Lehrmaterialien und Ressourcen aufgebaut werden, die die Fakultäten gemeinsam nutzen können, um datenwissenschaftliche Methoden und Konzepte sowie Aspekte des Forschungsdatenmanagements in der Lehre zu verankern.

Werkzeuge für den wissen­schaft­lichen Umgang mit Daten

Die Bachelor- und Masterstudierenden sollen Werkzeuge für den wissen­schaft­lichen Umgang mit Daten beherrschen, zum Beispiel elektronische Laborjournale und Repositorien zum Speichern und Austauschen von Daten, und so bestmöglich auf die Anforderungen des modernen Arbeitsmarktes vorbereitet werden. In der Forschung und Entwicklung fallen – sowohl in der Wissenschaft als auch in Unternehmen – viele Daten aus Experimenten und Simulationen an, die analysiert und mit unterschiedlichen Partnern ausgetauscht werden müssen. Außerdem müssen Studierende vorhandene Daten aus Literatur und Datenbanken mit den eigenen Daten vergleichen oder diese als Basis für eigene neue Experimente und Simulationen nutzen können. 

„Das Forschungsdatenmanagement muss schon früh in der Lehre, besonders in Übungen und Praktika verankert werden, weil der sinnvolle und fachgerechte Umgang mit Daten spätestens in der Abschlussarbeit wichtig wird“, sagt Prof. Stefan M. Kast. „Zudem sind gut gepflegte Daten eine wesentliche Grundlage für erfolgreiche KI-Anwendungen.“ Daher kommen im Rahmen des Projekts auch KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz, die weiterentwickelt werden. Die beiden Fakultäten werden ihre Lehr- und Lerninhalte sowie Konzepte aufeinander abstimmen und Kurse für die Studierenden der jeweils anderen Fakultät öffnen, um den interdisziplinären Austausch in der Lehre zu stärken. 

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