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Energiewende

Solarmodule an der Emil-Figge-Straße installiert

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Foto: Eine große Fläche mit Solarpaneelen liegt neben einem Gebäude. © HeimWatt
Vor dem HGÜ‑Testzentrum der TU Dortmund entsteht eine Photovoltaik‑Freiflächenanlage mit 3.650 Solarmodulen, die künftig rund fünf Prozent des Strombedarfs der Universität decken soll.
Die TU Dortmund macht erkennbar Fortschritte auf dem Weg zur Energiewende: Seit Anfang Juni werden die Module der großen Photovoltaik-Freiflächenanlage vor dem HGÜ-Testzentrum an der Emil-Figge-Straße installiert. Die Anlage soll gegen Ende des Jahres in Betrieb gehen und kann rund fünf Prozent des Strombedarfs der Universität decken. Insgesamt werden 3.650 Solarmodule aufgebaut. Zusammen erzielen sie eine Leistung von rund 1,7 MWp, sodass die Universität ihren selbst produzierten Solarstrom verzehnfachen kann.

Die Vorbereitungen für das Großprojekt laufen seit rund drei Jahren, koordiniert vom Dezernat Bau- und Facilitymanagement der TU Dortmund. „Für Bauprojekte braucht man einen langen Atem“, sagt Projektkoordinator Jonas Giehler. „Umso mehr freuen wir uns, dass der Erfolg nun sichtbar wird.“ Vom Bauantrag über Einmessung und Bodengutachten des Geländes bis hin zur Beschaffung der technischen Komponenten waren viele Schritte nötig. Im Februar dieses Jahres nahm die städtische Denkmalbehörde das Bauvorhaben zudem zum Anlass, archäologische Grabungen auf der Fläche vorzunehmen und dokumentierte dort aufschlussreiche vorgeschichtliche Siedlungsspuren. 

Meilenstein geschafft

Mit der Installation der Module ist nun ein weiterer Meilenstein geschafft. Im nächsten Schritt müssen noch ein Batteriespeicher sowie ein Stationsgebäude samt Trafos, Nieder- und Mittelspannungsanlage hinzugefügt werden, bevor die Anlage in den Betrieb gehen kann. Gemäß einer Machbarkeitsstudie werden sich die Kosten für das Projekt in rund sechs Jahren amortisieren. Die Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik kann die Anlage zukünftig auch für wissenschaftliche Studien nutzen.

Mit der Errichtung der Photovoltaik-Freiflächenanlage leistet die TU Dortmund einen Beitrag, um klimaschädliche Emissionen zu vermeiden: Verglichen mit dem deutschen Strommix, können die Solarmodule der Umwelt knapp 600 Tonnen CO2 pro Jahr ersparen. Diese Menge entspricht den Emissionen, die ein Fluggast verursacht, der 200-mal die Strecke Frankfurt-New York und zurück fliegt. Um zukünftig noch mehr regenerative Energie selbst zu erzeugen, wird die Universität den Ausbau von PV-Anlagen auf geeigneten Dachflächen weiter vorantreiben und bis zur nächsten Heizperiode eine Holzpelletanlage in Betrieb nehmen. Mit DEW21 hat die TU Dortmund zudem kürzlich einen Letter of Intent unterzeichnet, um gemeinsam die Errichtung einer Windkraftanlage am Campus Süd in Angriff zu nehmen. 

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