Ungleichheit als Gewalt ─ Wie Scham politisch wirksam wird
- Diskussion
Soziale Ungleichheit prägt Lebensrealitäten, Selbstbilder und gesellschaftliche Beziehungen. In der Diskussionsveranstaltung nähern sich die Autorin Daniela Dröscher und der Philosoph Christian Neuhäuser diesem Thema aus unterschiedlichen Perspektiven. Während Dröscher in ihren Texten Klassenerfahrungen, Scham und familiären Dynamiken verarbeitet, betrachtet Neuhäuser soziale Ungleichheit aus philosophischer Sicht als moralisches Problem und als mögliche Verletzung menschlicher Würde.
Im Gespräch mit JProf. Florian Fastenrath und Philippa Everz vom College für Social Sciences and Humanities geht es unter anderem um Fragen von Herkunft, sozialem Aufstieg, Sichtbarkeit und Ausgrenzung sowie um die Rolle persönlicher Erfahrungen im öffentlichen Diskurs. Diskutiert wird auch, inwiefern literarische Formen wie die Autosoziobiografie dazu beitragen können, übersehene Perspektiven sichtbar zu machen und epistemische Ungerechtigkeiten zu hinterfragen.
Darüber hinaus steht die Frage im Raum, welche Rolle Erfahrungen von Abwertung und Kontrollverlust für den aktuellen politischen „Rechtsruck“ spielen und wie soziale Ungleichheit mit politischen Entwicklungen zusammenhängen kann. Die Veranstaltung verbindet damit philosophische Reflexion, literarische Perspektiven und gesellschaftspolitische Debatten.



















