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Publikation in Nairobi vor­ge­stellt

TU-Team er­ar­bei­tet UNESCO-Handbuch zur weltweiten Jour­na­lis­ten­aus­bil­dung

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Screenshot einer Videokonferenz mit mehreren Teilnehmerinnen und Teilnehmern © Cilene Victor
Digitale Buchpräsentation mit den drei Herausgeberinnen des Handbuchs „Reporting on Migrants and Refugees“: Prof. Susanne Fengler (oben rechts), Anna-Carina Zappe (2. von oben rechts) und Monika Lengauer (2. Reihe von oben links).

Drei For­sche­rin­nen des Erich-Brost-Instituts für inter­natio­nalen Jour­na­lis­mus (EBI) der TU Dort­mund haben für die UNESCO ein Handbuch zur Bericht­erstattung über Mi­gra­tion und Flucht er­ar­bei­tet. Damit wird erstmals ein UNESCO-Handbuch, das weltweit die Standards für die Jour­na­lis­ten­aus­bil­dung setzt, von ei­nem deut­schen Jour­na­lis­mus-Institut verfasst. Am 15. Juli hat die UNESCO das Handbuch der Dort­mun­der For­sche­rin­nen nun im Rah­men einer Me­di­en-Fachtagung der „International Association for Media and Communication Research (IAMCR)“ in Nairobi einer weltweiten Öf­fent­lich­keit prä­sen­tiert.

Das rund 300 Seiten star­ke Werk basiert auf sechs Jah­ren Vorarbeit, umfangreichen wis­sen­schaft­lichen Analysen des TU-Teams und zahl­rei­chen inter­natio­nalen Konferenzen und Work­shops zur Bericht­erstattung über Mi­gra­tion und Flucht – in den Zielländern von Mi­g­ranten und Flüchtlingen ebenso wie in den Herkunfts- und Transitländern. Dort fehlt es den Redaktionen vielfach an Wissen und Ressourcen:  Eine Studie des EBI hat gezeigt, dass afrikanische Me­di­en beim The­ma Mi­gra­tion vielfach nur die Agenda europäischer Me­di­en über­neh­men – eine eigene Perspektive, zumal auf die Ursachen von Flucht und Mi­gra­tion, fehlt.

Umfassendes Grundlagenwerk fehlte bisher

Guy Berger, der für Medienpolitik zuständige Di­rek­tor bei der UNESCO, lobte das Handbuch bei der Vorstellung des Projekts als „Mei­len­stein“. Prof. Susanne Fengler, wis­sen­schaft­liche Lei­te­rin des Erich-Brost-Instituts, sagt: „Obwohl das The­ma Mi­gra­tion weltweit immer wieder die Schlagzeilen dominiert, für erhitzte Dis­kus­si­o­nen sorgt und Wahlausgänge bestimmt, gab es bislang kein umfassendes Grundlagenwerk für Jour­na­lis­tin­nen und Jour­na­list­en. Gerade ihnen kommt jedoch eine Schlüsselrolle für die öffentliche Debatte zu.“ Susanne Fengler ist zu­sam­men mit Monika Lengauer und Anna-Carina Zappe Herausgeberin des Handbuchs. Mehr als 34 in­ter­na­ti­o­na­le Gastautorinnen und -autoren haben Beiträge zu dem Projekt geliefert. Finanziert wurde das Projekt aus Mitteln des Auswärtigen Amtes sowie der Robert-Bosch-Stiftung.

Traumasensible Bericht­erstattung

Das Handbuch „Reporting on Migrants and Refugees“ wendet sich an Jour­na­lis­mus-In­sti­tute, Lehrende und Stu­die­ren­de der Jour­na­lis­tik sowie Medienprofis in aller Welt und ist in­ter­dis­zi­pli­när angelegt. In 13 Kapiteln wird zum einen Grundlagenwissen über die Rah­men­be­ding­ung­en, Gründe und Aus­wir­kungen von Flucht und Mi­gra­tion vermittelt – zugeschnitten auf die Bedürfnisse von angehenden und praktizierenden Jour­na­lis­tin­nen und Jour­na­list­en. „Sie brauchen schnell Zugriff auf zuverlässige und aktuelle Zahlen und Fakten, sie müs­sen sich über korrekte Begriffe rückversichern kön­nen. Das Handbuch bietet beides und nennt praktische Lö­sun­gen für die Lehre, das jour­na­lis­tische Stu­di­um und den Redaktionsalltag“, so Monika Lengauer, Co-Autorin des Handbuchs. Zum anderen greift das Handbuch für Me­dien­macher und Redaktionen weltweit re­le­van­te professionelle Fragen auf:  Welche For­schungs­er­geb­nis­se zur Mi­gra­ti­ons­be­richt­er­stat­tung liegen vor, wie wirkt diese auf das Publikum? Und wie kön­nen Ge­schich­ten kreativ umgesetzt und vermarktet wer­den? „Zu­dem geht es da­rum, die Jour­na­lis­tin­nen und Jour­na­list­en in ihrer ethisch­en Ver­ant­wor­tung zu stär­ken. Das schließt die per­sön­li­che Betroffenheit mit ein. Es geht im Handbuch da­her auch um traumasensible Bericht­erstattung“, betont Anna-Carina Zappe, Co-Autorin des Handbuchs.

Das Handbuch liegt auf Englisch vor, Übersetzungen ins Französische und Arabische folgen in Kürze, wei­tere Sprachen sind geplant. „Dass das Erich-Brost-Institut diese politisch so sensible Publikation für die UNESCO verfassen durfte, ist auch ein Zei­chen für das Vertrauen und die Wertschätzung, die das Erich-Brost-Institut der TU Dort­mund weltweit genießt“, so Susanne Fengler anlässlich der inter­natio­nalen Präsentation des Handbuchs.

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Der Cam­pus der TU Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Cam­pus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Cam­pus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Uni­ver­si­tät ausgeschildert.
Für E-Autos gibt es eine Ladesäule am Cam­pus Nord, Vo­gel­pothsweg.

Direkt auf dem Cam­pus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dort­mund Uni­ver­si­tät“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 15- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dort­mund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duis­burg. Außerdem ist die Uni­ver­si­tät mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, au­ßer­dem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dort­mund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dort­mund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Cam­pus Süd und Dort­mund Uni­ver­si­tät S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Cam­pus Nord und Cam­pus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zu­rück.

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Die Ein­rich­tun­gen der TU Dort­mund verteilen sich auf den größeren Cam­pus Nord und den kleineren Cam­pus Süd. Zu­dem befinden sich einige Bereiche der Hoch­schu­le im angrenzenden Technologiepark. Genauere In­for­ma­ti­onen kön­nen Sie den Lageplänen entnehmen.