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Nachruf

Trauer um Professor Günter Rudolph

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Portrait © TU Dortmund
Prof. Günter Rudolph kam im Jahr 2005 an die TU Dortmund und prägte die Fakultät für Informatik mehr als 20 Jahre lang entscheidend mit.
Der plötzliche Tod von Prof. Günter Rudolph hat in der Fakultät für Informatik große Bestürzung und tiefe Trauer ausgelöst. Der langjährige Kollege ist am 25. Mai im Alter von 62 Jahren unerwartet verstorben. Er war ein international angesehener Wissenschaftler und ein engagierter sowie zugewandter Hochschullehrer, der im Kollegium sowie bei den Studierenden sehr geschätzt wurde. Sein Tod ist ein großer Verlust für die Fakultät und die Universität.

Günter Rudolph kam im Jahr 2005 als Professor für Computational Intelligence an die TU Dortmund. Mehr als 20 Jahre lang prägte er die Fakultät für Informatik entscheidend mit. Seine Forschungsgebiete waren unter anderem Deep Learning und Evolutionsalgorithmen. Durch seine Arbeiten trug er wesentlich dazu bei, evolutionäre Optimierungsverfahren wissenschaftlich fundiert und international sichtbar weiterzuentwickeln. Besonders bemerkenswert war darüber hinaus sein Interesse für interdisziplinäre Fragestellungen. Mit wissenschaftlicher Offenheit und intellektueller Neugier widmete er sich der Musikinformatik und verband dabei klassische informatische Perspektiven mit ästhetischen und kulturellen Fragestellungen.

Professor Rudolph förderte die fachübergreifende Zusammenarbeit unter Mitarbeitenden und Studierenden und war ihnen ein ambitionierter, zugleich stets hilfsbereiter und zugewandter Mentor. Auch über die Universität hinaus genoss er ein hohes Ansehen. Seine wissen­schaft­lichen Leistungen wurden national und international gewürdigt, zuletzt im Jahr 2025 mit dem „IEEE CIS Evolutionary Computation Pioneer Award“. 

Die Mitglieder der TU Dortmund sind tief betroffen und werden Günter Rudolph ein ehrendes Andenken bewahren.