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Aktualisierte Handreichung

Umgang mit Künstlicher Intelligenz im Fokus

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Besucher der Veranstaltung im Rudolf-Chaudoire-Pavillon. © Benedikt T. Müller​/​TU Dortmund
Rund 100 Lehrende und weitere Interessierte der TU Dortmund kamen im Rudolf-Chaudoire-Pavillon zu einem hochschulweiten Austausch zusammen.
Künstliche Intelligenz verändert die Rahmenbedingungen von Studium und Lehre grundlegend. Wie Hochschulen auf diese Entwicklungen reagieren können und welche Konsequenzen sich insbesondere für Lehre und Prüfungen ergeben, diskutierten rund 100 Lehrende und weitere Interessierte der TU Dortmund bei der Veranstaltung „Lernen, Lehren und Prüfen mit KI“ am 6. Juli. Im Rudolf-Chaudoire-Pavillon wurde zudem die aktualisierte Handreichung „Zum Umgang mit generativer KI in Studium, Lehre und Prüfungen“ vorgestellt.

Generative KI verändert nicht nur Lehr- und Lernprozesse, sondern auch die Anforderungen an zukünftige Absolvent*innen. Neben fachlichen Kompetenzen gewinnen der kritische und reflektierte Umgang mit KI-Systemen, die Einordnung KI-generierter Inhalte sowie die Berücksichtigung ethischer, rechtlicher und gesellschaftlicher Fragestellungen zunehmend an Bedeutung. Die TU Dortmund verfolgt das Ziel, Studierende auf einen verantwortungsvollen und reflektierten Umgang mit KI vorzubereiten und sie zu befähigen, entsprechende Werkzeuge sachkundig einzusetzen.

Hochschulweiter Austausch 

Wie diese Entwicklungen die Hochschullehre konkret verändern, stand im Mittelpunkt der Veranstaltung im Rudolf-Chaudoire-Pavillon. Rund 100 Lehrende und weitere Interessierte aus allen 17 Fakultäten sowie den zentralen Einrichtungen kamen zusammen, um aktuelle Entwicklungen einzuordnen, Erfahrungen auszutauschen und Praxisbeispiele kennenzulernen.

Prof. Wiebke Möhring, Prorektorin Studium, freute sich über die große Resonanz: „Dies zeigt, dass sich die Lehrenden an der TU Dortmund darüber bewusst sind, dass Künstliche Intelligenz Herausforderungen für Studium und Lehre mit sich bringt, und dass sie sich ihnen mit dem Ziel, gute Lehre und ein hochwertiges Studium zu ermöglichen, gerne stellen.“

In seiner Keynote sprach Prof. Malte Persike, Wissenschaftlicher Leiter des Centers für Lehr- und Lernservices (CLS) der RWTH Aachen, über KI in Prüfungen, aktuelle Regelungen sowie neue Formen des Lehrens, Lernens und Prüfens. Ergänzend beleuchteten Kurzvorträge technische, organisatorische und didaktische Fragen des KI-Einsatzes an der TU Dortmund.

Ausgezeichnete Praxisbeispiele 

In einer Poster-Galerie präsentierten TU-Lehrende verschiedene Ideen, Konzepte und Praxisbeispiele zum Einsatz von KI in der Lehre. Diese reichten von der Unterstützung individueller Lernprozesse über die Weiterentwicklung von Aufgabenformaten bis hin zur Reflexion bestehender Prüfungsformen.

Die Besucher*innen konnten in einem Live-Voting die besten Beiträge auswählen. Die Gewinner*innen wurden von der Gesellschaft der Freunde der TU Dortmund mit Preisgeldern ausgezeichnet. Den ersten Platz belegten die „KI-Guidelines für Lehre und Studium“ des Instituts für Journalistik. Den zweiten Platz teilen sich Dr. Inga Püster mit dem Projekt „Entwicklung und Erprobung eines KI-basierten Assistenten zur Planung kooperativen Englischunterrichts“ sowie Tanja Nebel mit dem Beitrag „‚Das frag ich Jonas!‘ – Custom GPTs als dialogische Lernbegleitung im Serious Slow Game Jam“. 

Prof. Wiebke Möhring, Prorektorin Studium, eröffnete die Veranstaltung und begrüßte die rund 100 Teilnehmer*innen im Rudolf-Chaudoire-Pavillon.
Prof. Wiebke Möhring, Prorektorin Studium, eröffnete die Veranstaltung und begrüßte die rund 100 Teilnehmer*innen im Rudolf-Chaudoire-Pavillon.
Prof. Wiebke Möhring, Prorektorin Studium, eröffnete die Veranstaltung und begrüßte die rund 100 Teilnehmer*innen im Rudolf-Chaudoire-Pavillon.

Aktualisierte Handreichung 

Bereits im Jahr 2023 veröffentlichte die TU Dortmund eine erste Orientierungshilfe zum Umgang mit generativer KI in der Hochschullehre. Die nun vorliegende, umfassend überarbeitete Fassung berücksichtigt die zahlreichen Entwicklungen der vergangenen Jahre und ergänzt die bisherigen Empfehlungen unter anderem um konkrete Anwendungsszenarien sowie Hinweise zu didaktischen und prüfungsbezogenen Fragestellungen.

Die Handreichung richtet sich an Lehrende, Studierende und Mitarbeitende und versteht sich zugleich als Grundlage für den weiteren universitätsweiten Austausch zum verantwortungsvollen Einsatz generativer KI. Rektor Prof. Manfred Bayer betont: „Weiterhin gilt die Prämisse, dass wir an der TU Dortmund pauschale KI-Verbote in Studium und Lehre für nicht zielführend und nicht zeitgemäß halten. Die Kompetenzentwicklung unserer Studierenden zur kritisch-reflektierten Wissensanwendung und -generierung umfasst auch AI Literacy.“

Bereits mit ihrer Strategie zur Digitalisierung in Studium und Lehre hat die TU Dortmund Ende 2024 die Bedeutung von Künstlicher Intelligenz hervorgehoben und hierfür ein eigenes Handlungsfeld definiert. Die Einrichtung der Professur „AI in Higher Education“, deren Besetzung derzeit läuft, stellt einen weiteren wichtigen Schritt dar, um dieses Themenfeld auch in Forschung und Lehre nachhaltig zu verankern.

Zur aktualisierten Handreichung

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