Umbau des Hansa Carré schreitet voran
- Top-Meldungen
- Studium & Lehre
- Campus & Kultur

Für Rektor Manfred Bayer ist die Präsenz in der Innenstadt ein Herzensprojekt: „Hier finden unsere Studierenden zukünftig Lernplätze, die sie gerade am Wochenende und in den Abendstunden besser erreichen als den Campus“, sagte er vor Ort. „Zugleich wird die Universität sichtbarer für die Stadtgesellschaft, denn hier können Vorträge, Dialogveranstaltungen und sogar Konzerte stattfinden. Dies wird auch dem Ruhr Innovation Lab zugutekommen, unserem Exzellenzverbund mit der Ruhr-Universität Bochum.“ Im Zuge des Umbaus entstehen rund 350 Lernplätze für studentisches Arbeiten, zwei multifunktionale Seminarräume mit Fensterfront sowie zwei große innenliegende Veranstaltungssäle. Zudem werden Räume hergerichtet, in denen die TU Dortmund zukünftig in speziellen Formaten mit Dortmunder Schüler*innen und Bürger*innen in den Dialog treten will.
Zwei Etagen mit großzügigen Panoramafenstern
Die TU Dortmund bezieht zwei volle Etagen im zweiten und dritten Obergeschoss; da drunter wird SportScheck weiterhin seine Ladenflächen betreiben. Die Universität erhält einen eigenen Zugang über ein Foyer im Erdgeschoss, das an der Ecke Hansaplatz / Brauhausstraße liegt. Von hier aus führt eine neu errichtete Treppe gradlinig nach oben, zu den Dialogflächen im ersten Stock und weiter zum zentralen Hochschulbereich da drüber. Insgesamt summiert sich die Fläche auf rund 5.000 m2. Damit die Etagen mehr Tageslicht erhalten, wurden in den beiden oberen Geschossen großformatige Fenster in die vormals geschlossene Kaufhausfassade an der Brauhausstraße eingefügt. Auffällig sind zudem die großzügigen Panoramafenster, die freien Blick auf den Hansaplatz und den Alten Markt bieten. Die Universität will mit der Umnutzung der vormaligen Kaufhausetagen auch einen Beitrag dazu leisten, die Innenstadt samt Gastronomie neu zu beleben und verzichtet daher auf ein eigenes Café auf ihren Mietflächen.
Das Hansa Carré wurde 2001 dort errichtet, wo einst das mittelalterliche Dortmunder Rathaus stand. Es gehört dem familiengeführten Unternehmen DIAG Immobilien aus Dortmund. Als sich vor rund zwei Jahren abzeichnete, dass der Hauptmieter sich verkleinern wollte, ergab sich für die TU Dortmund die Gelegenheit, hier langfristig passend zugeschnittene Flächen in zentraler Lage anzumieten. Der Vertragsunterzeichnung ging ein hochschulweiter Beteiligungsprozess voraus: Rektorat, Hochschulrat und Senat hatten sich nachdrücklich für dieses Vorhaben ausgesprochen. Bei der Unterzeichnung des Mietvertrags im Dezember 2024 war auch Wissenschaftsministerin Ina Brandes zugegen und hob hervor, dass dies die Verbundenheit zwischen TU und Stadt unterstreiche und die Attraktivität des Studienorts stärke.
Die Innenstadt-Depandance der TU Dortmund soll zukünftig als Lernort und für Veranstaltungen genutzt werden. Dafür wurde ein Nutzungskonzept erstellt, an dessen Erarbeitung der Senat mitgewirkt hat.
Den Lernort Hansa Carré können zukünftig Studierende der TU Dortmund, der Universitätsallianz Ruhr, der Fachhochschule Dortmund sowie der FernUniversität in Hagen besuchen. Die überwiegende Anzahl der Lernplätze wird täglich frei nutzbar zur Verfügung stehen; ein Teil soll gebucht werden können, darunter Co-Working-Räume oder auch Übezellen für Musiker*innen.
Sämtliche Flächen des Hansa Carré können ab sofort über das Team der zentralen Raumvergabe im Dezernat Bau- und Facilitymanagement für die Durchführung von Sonderveranstaltungen auf dem üblichen Weg angefragt und reserviert werden. Die beiden großen innenliegenden Veranstaltungsräume verfügen in der Standard-Bestuhlung über 235 bzw. 275 Sitzplätze. Das zweite und dritte Obergeschoss sind jeweils für die Nutzung von bis zu 800 Personen ausgelegt, auch dank hinreichender Flucht- und Rettungswege.























