Eichmann und kein Ende
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Adolf Eichmann war im Range eines SS-Obersturmbannführers Leiter des Referats IV B 4 ("Judenangelegenheiten, Räumungsangelegenheiten") im "Reichssicherheitshauptamt". Er organisierte die Deportation von Millionen von Juden in die nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslager und war so für deren Ausbeutung und Ermordung verantwortlich.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa und der Flucht aus US-amerikanischer Kriegsgefangenschaft tauchte er zunächst in Deutschland unter und setzte sich 1950 nach Argentinien ab. Dort lebte er mit seiner Familie zehn Jahre unter dem Namen “Ricardo Klement”.
Aufgrund von Hinweisen wurde er am 11. Mai 1960 durch Agenten des israelischen Geheimdiensts Mossad entführt und vom 11. April 1961 bis zum 15. Dezember 1961 in Jerusalem vor Gericht gestellt und zum Tod verurteilt. Die Hinrichtung erfolgte in der Nacht zum 1. Juni 1962.
Die Ausstellung stellt den Eichmann-Prozess in eine Reihe von Verfahren, die sich mit der Ahndung von NS-Verbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit befassen: Von den Nürnberger Prozessen über den Eichmann-Prozess und die Auschwitz-Prozesse bis hin zu den letzten Holocaust-Prozessen in Deutschland. So ergibt sich das Bild eines Ringens um Gerechtigkeit durch die Schaffung neuen Rechts und neuer Institutionen (Internationaler Strafgerichtshof).
Begleitprogramm "Banalität des Bösen?"
Donnerstag, 5.11.2026, 18 Uhr
Gedenkstätten
Dr. Stefan Mühlhofer und Dr. Alexander Gurdon
Donnerstag, 19.11.2026, 18 Uhr
„Journalistische und technische Perspektiven digitaler Erinnerungskultur – die Arbeit hinter Holo-Voices“.
Ein moderiertes Gespräch zwischen Prof. Dr. Mario Botsch, Joshua Grodotzki, Prof. Dr. Wiebke Möhring, Felix Schuster und Dr. Susanne Wegner
Donnerstag, 10.12.2026, 18 Uhr
Adolf Eichmann und die Banalität des Bösen
PD Dr. Irmtrud Wojak
Donnerstag, 21.1.2027, 18 Uhr
Antisemitismuskritische Bildung
Dr. Elizaveta Firsova-Eckert
Donnerstag 28.1.2027, 18 Uhr
Finissage mit Vortrag von Dr. Christoph Rückel über die letzten Prozesse gegen KZ-Personal
Alle Veranstaltungen finden im Reinoldus-Raum auf dem Campus Stadt im Dortmunder U statt. Der Raum und die Ausstellung sind barrierefrei zugänglich und der Eintritt ist kostenlos.
Auf dem Campus Stadt gibt die Technische Universität Dortmund als Partner im Dortmunder U regelmäßig Einblicke in Forschung und Lehre. Ausstellungspräsentationen und der Raum als Forum des Dialogs bieten der Stadtgesellschaft durch verschiedene Veranstaltungsformate die Möglichkeit, Fragestellungen und Erkenntnisse der Wissenschaftsdisziplinen kennenzulernen und gemeinsam zu diskutieren.
Di, Mi 11 – 18 Uhr
Do, Fr 11 – 20 Uhr
Sa, So 11 – 18 Uhr
Eintritt frei.



















