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Verbundprojekt der Sozialforschungsstelle der TU Dortmund

Innovationslabore bringen Kommunen „echten Mehrwert“

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Eine Podiumsdiskussion in der Sozialforschungsstelle. © Christian Teichmann, Sozialforschungsstelle​/​TU Dortmund
KoSI-Lab Stadtdialog: Wie erfolgreiche Kooperation in Innovationslaboren gestaltet werden sollte, hat ein Forschungsverbund unter der Leitung der Sozialforschungsstelle der TU Dortmund untersucht.

Kommunale Labore sozialer Innovation (KoSI-Labs) sollen Orte sein, an denen neue Konzepte für Kommunen entwickelt werden, um strukturelle Herausforderungen zu bewältigen und um den Weg zu einer nachhaltigen Stadtgesellschaft zu gestalten. Wie erfolgreiche Kooperation in diesen Innovationslaboren gestaltet werden sollte und verstetigt werden kann, hat ein Forschungsverbund unter der Leitung der Sozialforschungsstelle der TU Dortmund (sfs) untersucht. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Projekt im Rahmen von „Kommunen innovativ“. Diese Fördermaßnahme unterstützt Kommunen, die im Verbund mit der Wissenschaft nachhaltige Strategien für Ortsentwicklung, Infrastruktur und öffentliche Dienstleistungen erforschen und anwenden.

Die Kernkompetenz der KoSI-Labs liegt in der Entwicklung und Gestaltung von gemeinschaftlichen Arbeitsprozessen. Gemeinschaftlich meint, dass Akteure mit unterschiedlichen fachlichen Hintergründen zum Beispiel aus der öffentlichen Verwaltung, aus Unternehmen, aus zivilgesellschaftlichen Initiativen und aus der Wissenschaft gemeinsam an einer konkreten Fragestellung arbeiten. So können KoSI-Labs als ein spezifisches Beteiligungsformat im Sinne einer unterstützenden Infrastruktur zur Entwicklung neuer sozialer Praktiken beitragen, indem sie passende Räume, Ressourcen und Methoden liefern.

In einem Labor wurde beispielsweise ein Geschäftsmodell für Fahrradgaragen in der Stadt entwickelt, die das sichere Abstellen von Fahrrädern und Pedelecs ermöglichen. Dies steigert wiederum den Anteil klimafreundlicher Mobilität in einer Stadt. In einem weiteren Prozess wurde das Social Innovation Center Dortmund entwickelt, welches innerhalb der städtischen Wirtschaftsförderung die Projektansätze aus KoSI-Lab verstetigen wird.

Neben der TU Dortmund sind das Wuppertal Institut, das Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung (ILS), die Wirtschaftsförderung Dortmund, die Stadt Wuppertal (Stabsstelle Bürgerbeteiligung und Bürgerengagement) und die Wuppertaler Freiwilligenagentur „Zentrum für gute Taten e.V.“ am Verbundprojekt beteiligt. „Ziel des Projekts war die modellhafte Entwicklung zweier Labore sozialer Innovation als organisatorische Neuentwicklung in Dortmund und als organisatorische Weiterentwicklung in Wuppertal“, berichtete Jürgen Schultze, Verbundkoordinator an der Sozialforschungsstelle der TU Dortmund. „Wir haben gezeigt, dass diese Innovationszentren den Kommunen einen echten Mehrwert bringen. Es lohnt sich, in diese neue soziale Infrastruktur dauerhaft zu investieren – wie früher in Technologiezentren.“

Förderung sozial innovativer Ansätze für die Stadtgesellschaft und den Wirtschaftsstandort Dortmund

„Die Entwicklung des KoSI-Lab Wuppertal innerhalb des ‚Zentrums für gute Taten e.V.‘ fokussiert in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Wuppertal die bürgerschaftliche Innovation“, erläuterte Oscar Reutter vom Wuppertal Institut. Dies ziele auf die Stärkung verschiedener Formen von Bürgerbeteiligung und Bürgerengagement ab. „In Dortmund wird das KoSI-Lab als neue Struktur entwickelt. So wollen wir sozial innovative Ansätze für die Stadtgesellschaft und den Wirtschaftsstandort fördern“, sagte Dr. Arne Elias von der Wirtschaftsförderung Dortmund. Schwerpunkt des Teilprojekts, das in Dortmund durchgeführt wurde, ist die Auslotung der Integration verschiedener Lab-Ansätze in einem Zentrum sozialer Innovation – zunächst während einer Initiierungsphase in möglicher kommunaler Trägerschaft durch die Wirtschaftsförderung Dortmund. Das neu gegründete Social Innovation Center wird diese Ansätze fortführen.

Neben der Entwicklung der KoSI-Labs fanden im Rahmen des Projekts vier Werkstätten zur Vernetzung und zum inhaltlichen Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis sowie eine Fortbildungsveranstaltung in Berlin für Beschäftigte von Kommunen statt. „Die sehr gute Resonanz auf diese Veranstaltungen zeigt, wie groß das Interesse bei den Kommunen nach diesen neuen Kooperationsformaten ist“, sagte Ralf Zimmer-Hegmann vom ILS. Darüber hinaus wurden im Projekt 14 europäische und internationale Fallstudien zu „Social Innovation Labs“ durchgeführt. „Die Erkenntnisse aus der Fallstudienarbeit wurden kontinuierlich mit den Projektverläufen in Dortmund und Wuppertal abgeglichen und haben damit die Entwicklung der beiden KoSI-Labs vielfach unterstützt“, erläuterte Eva Wascher, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der sfs.

Die Abschlusspublikation des Projekts bietet vor allem kommunalen Akteuren einen Orientierungsrahmen zur Entwicklung dieser Art von Innovationsinfrastruktur und ermutigt zum Nachmachen. Zum „Drehbuch für den Aufbau kommunaler Labore sozialer Innovation“.

Neben der Abschlusspublikation hat die Sozialforschungsstelle im Rahmen des Projekts zwei Kurzvideos über Labore sozialer Innovation erstellt, die über folgende Links abrufbar sind:
Video 1
Video 2

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Anfahrt & Lageplan

Der Campus der TU Dortmund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dortmund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dortmund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dortmund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Universität ausgeschildert.
Für E-Autos gibt es eine Ladesäule am Campus Nord, Vogelpothsweg.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dortmund Universität“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 15- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dortmund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Universität mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dortmund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dortmund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dortmund Universität S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dortmund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dortmunder Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Universität. Ein größeres Angebot an internationalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Universität zu erreichen ist.

Die Einrichtungen der TU Dortmund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hochschule im angrenzenden Technologiepark. Genauere Informationen können Sie den Lageplänen entnehmen.