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Maßnahmenpaket

Senat begrüßt Klimaschutzkonzept der TU Dortmund

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Im Vordergrund steht das TU-Logo im Gras, im Hintergrund das Audimax. © Nikolas Golsch​/​TU Dortmund
Der Senat der TU Dortmund hat auf seiner Sitzung im Mai empfohlen, das TU-Klimaschutzkonzept umzusetzen und die darin beschriebenen Ziele zu verfolgen. Unter der Federführung von TU-Klimaschutzmanager Nils Krüger hatte das Nachhaltigkeitsbüro in den vergangenen zwei Jahren das umfassende Konzept erarbeitet. Ziel ist es, die Transformation hin zu einer bilanziell treibhausgasneutralen Hochschule voranzutreiben.

Auf Basis der Zahlen aus 2024 beschreibt das Konzept zunächst den aktuellen Stand der universitätseigenen Energie- und Treibhausgasbilanz. Demnach hat die TU Dortmund im Referenzjahr rund 46.000 Tonnen CO₂‑Äquivalente verursacht, von denen 36 Prozent auf den Pendelverkehr, 33 Prozent auf die Stromversorgung, 20 Prozent auf die Wärmeversorgung und 10 Prozent auf Dienstreisen entfallen. Ausgehend von diesen Zahlen werden zentrale Handlungsfelder identifiziert und mögliche Entwicklungspfade sowie Maßnahmen zur Minderung von Emissionen aufgezeigt. „Das Konzept soll als Grundlage für eine systematische, fundierte und langfristig angelegte Transformation des universitären Betriebs im Sinne des Klima- und Ressourcenschutzes dienen“, sagt Nils Krüger.

Der Senat hat sich für die Umsetzung des Szenarios „Klimaschutz Plus“ ausgesprochen, das erweiterte Maßnahmen vorsieht mit dem ambitionierten Ziel, die Treibhausgasemissionen bis 2045 um rund 75 Prozent im Vergleich zu 2024 zu reduzieren. Um dies zu erreichen, müssen vor allem die erneuerbaren Energien auf dem Campus weiter ausgebaut, die Wärmeversorgung umgestellt und die Mobilität der TU-Mitglieder nachhaltiger gestaltet werden. Konkret bedeutet dies eine Reihe an Maßnahmen, die teils bereits in Umsetzung, teils geplant oder bisher nur als Idee festgehalten sind.

Einige größere Maßnahmen bereits in Umsetzung

So wird derzeit etwa eine Holzpelletanlage installiert, die im Herbst dieses Jahres in Betrieb gehen und einen wesentlichen Teil der Grundlast des Wärmebedarfs auf dem Campus für Heizung und Warmwasser aus Holzabfällen decken soll. Zudem wird eine Freiflächen-Photovoltaikanlage auf dem Campus Nord errichtet und der Ausbau von Solaranlagen auf geeigneten Dächern der Hochschulgebäude vorangetrieben. Die sich im Bau befindliche neue Universitätsbibliothek wird dem Energieeffizienzstandard 40 entsprechen, also deutlich weniger verbrauchen als das ehemalige Gebäude. Zudem wird sie mit regenerativer Energie betrieben werden können. Vergangenen Monat haben die TU Dortmund und DEW21 außerdem eine Absichtserklärung zur gemeinsamen Errichtung einer leistungsstarken Windkraftanlage am Campus Süd unterzeichnet. Die Umstellung der Wärmeversorgung durch einen Anschluss an das Fernwärmenetz der DEW21 oder auch die Installation einer Großwärmepumpe sind indes bisher nur eine mittelfristig avisierte Maßnahme. Um die energetischen Aspekte zu managen, wurde gemeinsam im Dezernat Bau- und Facilitymanagement und im Nachhaltigkeitsbüro (Dezernat Hochschulentwicklung und Organisation) zu Beginn des Jahres das Projektbüro Energie- und Umweltmanagement unter der Leitung von Marvin Maikler eingerichtet. 

Neben verschiedenen Strategien für ein effizienteres Flächenmanagement und eine nachhaltigere Beschaffung umfasst der Maßnahmenkatalog auch Ideen für den Bereich Mobilität. Dazu gehören etwa die Elektrifizierung des Fuhrparks, eine Reduktion von Dienstreisen durch digitale Angebote, die Förderung von Fahrrad und ÖPNV sowie der Ausbau von Ladeinfrastruktur für E-Autos und E-Bikes. Um Nachhaltigkeit langfristig in Forschung und Lehre zu verankern, sollen unter anderem das studium oecologicum und die Ringvorlesung „Klima: Wandel, Werte, Wissenschaft“ fortgeführt sowie Qualifizierungsangebote für Lehrende im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) geschaffen werden.

Treibhausgasemissionen auf ein Minimum reduzieren

Ziel des Klimaschutzmanagements ist es, die Treibhausgasemissionen auf ein Minimum zu reduzieren, und nicht vermeidbare Emissionen zum Beispiel durch die Einspeisung von überschüssigem Strom rechnerisch zu kompensieren. Die TU Dortmund orientiert sich dabei an globalen und nationalen Zielen wie dem Pariser Klimaabkommen und den deutschen Klimaschutzgesetzen, die eine Treibhausgasneutralität bis 2045 anstreben. Zudem beteiligt sich die Universität an der Initiative „Klimaneutrale Landesverwaltung“ in NRW.

Das Klimaschutzkonzept der TU Dortmund

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