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Exzellenzstrategie

Ruhr Innovation Lab begutachtet

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Foto: Zwei Frauen stehen mit dem Rücken zur Kamera und haben die Arme umeinander gelegt. Auf dem Rücken ihrer blauen T-Shirts steht "Together for a future-proof society". © Kramer​/​RUB
„Together for a future-proof society“ – so lautet das Motto des Ruhr Innovation Lab.
Vom 19. bis 21. Mai war ein Gremium aus internationalen Wissen­schaft­ler*innen vor Ort, um das „Ruhr Innovation Lab“ zu begutachten. Mit dem Konzept haben sich die TU Dortmund und die Ruhr-Universität Bochum zusammen in der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder beworben. Ihr gemeinsames Ziel ist es, hochschulübergreifend Forschungsfreiräume zu eröffnen und Netzwerke zu knüpfen, um zu einer zukunftsfähigen und resilienten Gesellschaft beizutragen. Die gemeinsamen Forschungsschwerpunkte verbindet der Auftrag, Wohlstand für alle Generationen zu erhalten, Vertrauenswürdigkeit im digitalen Zeitalter zu sichern und die Werte unserer Demokratie zu bewahren.

Der schriftliche Antrag war bereits im November eingereicht worden. Bei dem dreitägigen Besuch vor Ort hatten die Gutachtenden nun Gelegenheit, umfassend Fragen zu stellen. Dabei trafen sie nicht nur Rektorate, Forschende und Studierende der beiden Universitäten, sondern auch Partner aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Mehr als 300 Beteiligte waren in die Vorbereitung des Programms eingebunden, das der Wissenschaftsrat allen Standorten gleichermaßen für die Begutachtung vorgibt. Touren zu den Forschungsbereichen gehörten ebenso dazu wie Gespräche mit den Hochschulräten oder Interviews mit Studierenden. 

Beim Ortsbesuch präsentierten die Rektoren Prof. Martin Paul (l.) und Prof. Manfred Bayer das Ruhr Innovation Lab. Hier ein Foto der Generalprobe.

„Die Verbindung zwischen unseren beiden Unis ist in den vergangenen Monaten noch enger geworden“, sagt Prof. Manfred Bayer, Rektor der TU Dortmund. „Das Ruhr Innovation Lab ist nicht nur ein Antrag auf dem Papier, sondern die Verzahnung ist bereits gelebte Realität. Diesen Weg wollen wir fortsetzen.“ Prof. Martin Paul, Rektor der Ruhr-Universität Bochum ergänzt: „Wir danken allen Mitgliedern und Partnern, die an der intensiven Vorbereitung mitgewirkt haben. Der Teamgeist und der Elan waren deutlich spürbar, dies wird unsere Zusammenarbeit auch für die Zukunft prägen.“

In der Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) mit der Universität Duisburg-Essen kooperieren beide Hochschulen schon seit fast zwanzig Jahren. Im Ruhr Innovation Lab soll die Zusammenarbeit auf eine neue Stufe gehoben werden: So werden etwa gemeinsame Forschungsschwerpunkte gezielt weiterentwickelt, Pilotfakultäten stimmen Berufungen sowie Studienangebote ab und über ein Buchungssystem können Forschungsgeräte geteilt werden. Maßnahmen, die sich in diesem Experimentierraum bewähren, können später auf die Kooperation mit der Universität Duisburg-Essen übertragen werden. 

Über die Exzellenzstrategie

Um den Titel Exzellenzuniversität oder Exzellenzverbund konnten sich Hochschulen bewerben, die im Frühjahr 2025 eine hinreichende Zahl an Exzellenzclustern eingeworben hatten. Gefragt ist ein Strategiekonzept, um die strukturelle Erneuerungsfähigkeit zu stärken. Dabei geht es sowohl um Spitzenforschung als auch um Aspekte wie Transfer, Diversität oder internationale Verbindungen. Für die Maßnahmen können bis zu 28 Millionen Euro pro Jahr beantragt werden. Mit dem „Ruhr Innovation Lab“ treten die Ruhr-Universität Bochum und die TU Dortmund gegen zehn weitere Neuanträge an. Bis zu fünf davon können gefördert können, nachdem bereits zehn Titelverteidiger erfolgreich waren. Die Entscheidung wird am 2. Oktober bekannt gegeben. Die Förderung beginnt im Januar 2027 für zunächst sieben Jahre. 

Über das Ruhr Innovation Lab

Podcast „Think.Try.Transform.“

Der Podcast „Think. Try. Transform.“ stellt die großen Ideen hinter der gemeinsamen Bewerbung von der Ruhr-Universität Bochum und der TU Dortmund als Exzellenzverbund vor. Im Juni wird es eine Folge mit Publikumsfragen an die beiden Rektoren Prof. Manfred Bayer und Prof. Martin Paul geben. Einreichungen sind bis zum 31. Mai möglich per E-Mail an: hochschulkommunikation@ruhr-uni-bochum.de