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ELLIS – European Laboratory for Learning and Intelligent Systems

Europäisches KI-Netzwerk gründet neue Einheit in NRW

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ellis-Logo und Schriftzug © ellis
Das European Laboratory for Learning and Intelligent Systems (ELLIS) ist eines der führenden europäischen Netzwerke für Forschung im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI). Es wurde mit dem Ziel gegründet, exzellente KI-Forschung zu stärken und international wettbewerbsfähige Zentren in ganz Europa zu schaffen. Nun baut ELLIS sein Netzwerk weiter aus und genehmigt eine neue Einheit in Nordrhein-Westfalen. Diese bringt führende KI-Forscher*innen und Recheninfrastrukturen aus der Region zusammen, um Open-Source-Grundlagenmodelle, vertrauenswürdiges maschinelles Lernen und reale KI-Anwendungen voranzutreiben.

Zu den acht Gründungsinstitutionen der ELLIS-Einheit NRW gehören neben der TU Dortmund und der Ruhr-Universität Bochum auch die RWTH Aachen, die Universität Bielefeld, die Universität Bonn, die Universität zu Köln, das Forschungszentrum Jülich sowie die Universität Paderborn. Die neue Einheit baut auf bestehenden Infrastrukturen in der Region auf, darunter das Lamarr-Institut für Maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz in Dortmund und Bonn, das KI-Zentrum der RWTH Aachen und die KI-Fabrik JAIF um Europas ersten Exascale-Supercomputer JUPITER am Forschungszentrum Jülich. Die Koordination übernimmt Prof. Jürgen Gall von der Universität Bonn, gemeinsam mit einem Vorstand aus Co-Direktor*innen der beteiligten Institutionen. Für die TU Dortmund ist Prof. Katharina Eggensperger von der Fakultät für Informatik und vom Lamarr-Institut Mitglied des Vorstands.

Offene Modelle und angewandte KI-Forschung

Das NRW-Team wird sogenannte „Open-Source Generalist Foundation Models“ entwickeln und erforschen. Diese dienen als zentrale Bausteine für die Forschung im Bereich des maschinellen Lernens. Die Wissen­schaft­ler*innen werden untersuchen, wie solche Modelle offen trainiert, zuverlässiger gestaltet und sicher an verschiedene Anwendungsbereiche angepasst werden können. Zudem hat sich die Gruppe zum Ziel gesetzt, die Forschung zu vertrauenswürdiger KI zu stärken, insbesondere in Bereichen wie dem Gesundheitswesen, autonomen Systemen oder kritischen Infrastrukturen. In diesen Bereichen müssen KI-Systeme unter Unsicherheit, mit seltenen Ereignissen oder unter sensiblen realen Bedingungen arbeiten. Außerdem sollen Methoden des maschinellen Lernens auf Anwendungsbereiche wie nachhaltige Landwirtschaft oder autonome Roboter übertragen werden. Dazu kombinieren die Forschenden ihre Expertisen in den Bereichen Robotik, Computer Vision, Verarbeitung natürlicher Sprache, KI im Gesundheitswesen und neurosymbolische Systeme.

Internationale Sichtbarkeit der Region erhöhen

Die ELLIS-Einheit NRW wird über 40 führende Forscher*innen und mehr als 300 Doktorand*innen und Postdocs in ganz NRW umfassen sowie über die bedeutende Recheninfrastruktur des Forschungszentrums Jülich verfügen. Zudem wird sie die Verbindungen zu internationalen Open-Source-Initiativen wie LAION ausbauen. Damit soll sie einen Rahmen für gemeinsame Aktivitäten bieten und die internationale Sichtbarkeit der Region erhöhen. Zu den geplanten Aktivitäten gehören gemeinsame Forschungsinitiativen, Doktorandenausbildung, Sommerschulen sowie Kooperationen mit Partnern aus Industrie und dem öffentlichen Sektor.

Ruhr Innovation Lab: Forschung für resiliente digitale Infrastrukturen

Schon jetzt setzen die Ruhr-Universität Bochum und die TU Dortmund in der Erforschung sicherer, vertrauenswürdiger und souveräner digitaler Systeme europäische Maßstäbe. In einem von insgesamt vier Forschungsschwerpunkten des Ruhr Innovation Lab, zu dem sie sich im Zuge der Exzellenzstrategie zusammengeschlossen haben, bringen die beiden Universitäten Deutschlands einzigen Exzellenzcluster für Cybersicherheit CASA, das Max-Planck-Institut für Sicherheit und Privatsphäre in Bochum und das Lamarr-Institut zusammen. Im Forschungsschwerpunkt „Building a Resilient Digital Society“ verbinden die Wissen­schaft­ler*innen aus Bochum und Dortmund die Themen Kryptographie, Statistik, KI sowie menschenzentrierte Vertrauens- und Usability-Forschung. So adressieren sie systemische Risiken, die in 6G, dem Internet der Dinge (IoT) und datengetriebenen Gesellschaften entstehen.

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