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Neues Unterstützungsprogramm

TU Dortmund startet studium+ für Bachelorstudierende

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Auf dem Foto sieht man vier Studierende, die draußen auf einer Bank sitzen. Im Hintergrund sind Bäume und die Sonne scheint. © Christina Depping​/​TU Dortmund
Vier Pilotfakultäten erleichtern den Studienstart nun mit zusätzlichen Lernangeboten und entzerrten Stundenplänen.
Zum Wintersemester 2026/27 bietet die TU Dortmund mit studium+ ein neues Programm an, um Studienanfänger*innen stärker zu unterstützen. An der Pilotphase sind vier Fakultäten beteiligt: Mathematik, Physik, Bio- und Chemieingenieurwesen sowie Elektrotechnik und Informationstechnik. Teilnehmende Bachelorstudierende erhalten in ihrem Stundenplan mehr Zeit, um schwierigen Lernstoff einzuüben und Lerntechniken zu optimieren. Ziel ist es, den Studienerfolg in den MINT-Fächern zu steigern.

Zu Beginn des Studiums müssen sich Studierende an neue Lernformen, anspruchsvolle fachliche Inhalte und mehr Eigenverantwortung gewöhnen. Mit studium+ möchte die TU Dortmund den Studieneinstieg erleichtern und unterschiedliche Lernvoraussetzungen stärker berücksichtigen, insbesondere bei den mathematischen Vorkenntnissen. TU-Rektor Manfred Bayer betont, warum ihm dies seit Amtsantritt ein Anliegen ist: „Universitäten tragen Verantwortung dafür, Fachkräfte in den Natur- und Ingenieurwissenschaften auszubilden. Wir müssen diejenigen, die sich ein solches Studium zutrauen, bestmöglich auf dem Weg zum Abschluss unterstützen. Dafür haben wir mit studium+ einen innovativen Ansatz entwickelt.“ 

Zusätzliche Lernangebote und mehr Zeit für Studieninhalte

Unter dem Motto „Mehr Unterstützung. Mehr Freiräume. Mehr Erfolg.“ kombiniert studium+ fachliche und überfachliche Lernangebote mit angepassten Studienverlaufsplänen. Dazu gehören beispielsweise ergänzende Tutorien, Übungen und Workshops. Die vier beteiligten Fakultäten setzen dabei unterschiedliche Schwerpunkte, je nach Erfahrung mit typischen Knackpunkten: In der Mathematik können Studierende unter anderem mit „Calculus plus“ ihre Kenntnisse in der Analysis vertiefen. Die Fakultät Physik bietet eine neue Vorlesung zu fachspezifischen Rechenmethoden an. Im Bio- und Chemieingenieurwesen ergänzen Kurse wie „Höhere Mathematik 0“ und „Thermodynamik Plus“ das reguläre Studium. An der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik gehört ein „ETIT-Coaching“ zum Programm. Hinzu kommen überfachliche Angebote, etwa zu Studienorganisation, Zeitmanagement und digitalen Kompetenzen.

Ein weiterer Bestandteil sind alternative Studienverlaufspläne, die insbesondere die ersten Semester entzerren sollen. Dafür verschieben die Fakultäten einzelne reguläre Lehrveranstaltungen in spätere Semester. So können sich Studierende intensiver mit den Studieninhalten beschäftigen und zusätzliche Unterstützungsangebote wahrnehmen.

Die Teilnahme an studium+ ist freiwillig. Ein Einstieg ist in der Regel bis zum Ende des vierten Fachsemesters möglich. Wer die vorgesehenen Leistungen erfolgreich absolviert, erhält ein Zertifikat. Je nach Programmgestaltung verlängert sich zudem die individuelle Regelstudienzeit. Unter bestimmten Voraussetzungen kann sich dadurch auch die BAföG-Förderung verlängern. Dafür nutzt das Programm eine neue Regelung im Hochschulgesetz NRW.

Ausweitung auf weitere Fakultäten geplant

studium+ knüpft an die Erfahrungen aus dem Verbundprojekt „beVinuS.nrw“ an, in dem die TU Dortmund gemeinsam mit der Bergischen Universität Wuppertal und der RWTH Aachen von 2022 bis 2025 ein begleitendes virtuelles nulltes Semester konzipiert hat. Im Rahmen des Projekts haben die Hochschulen digitale Selbstlernangebote entwickelt, mit denen Studierende schulische Grundlagen auffrischen können.

Mit studium+ greift die TU Dortmund diesen Ansatz auf und ergänzt ihn um zusätzliche Präsenzangebote, die enger mit dem regulären Studium verknüpft sind. In den kommenden Semestern soll das Programm schrittweise auf weitere Fakultäten und Studiengänge ausgeweitet werden. Langfristig möchte die TU Dortmund damit den Studienerfolg fördern und Studienabbrüchen entgegenwirken.

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